ASK fordert Demonstrationverbot für MVgida

Dreesch 5
Anhänger von MVgida bei der vergangenen Demonstration auf dem Großen Dreesch. Immer auch NPD-Kader an vorderster Front dabei.

(red). Obwohl MVgida im Moment für den 13. April zur Demonstration in Schwerin aufruft, fürchten einige MVgida-Gegner, dass das Bündnis den ursprünglichen Demonstrationstermin am 20. April aufrecht halten könnte. Die ASK fordert daher vorsorglich ein Demoverbot und begründet das mit dem historischen Datum.

 

Wird MVgida am 20. April in Schwerin demonstrieren? Diese Frage stellen sich im Moment viele Menschen in Schwerin. Der Tag hat für Rechtsextremisten und Neonazis eine symbolische Bedeutung, da in diesen Kreisen an diesem Tag der Geburtstag Adolf Hitlers begangen wird. Der Pegida-Ableger in Mecklenburg-Vorpommern, hatte Anfang des Jahres mehrere Kundgebungen in Schwerin angemeldet, mit denen sie nach Eigenaussagen gegen Islamisierung, Überfremdung und für mehr Demokratie auf die Straße gehen möchten. Auch am 20. April ist eine Kundgebung in Schwerin angemeldet worden.

 

Immer wieder betonen die Organisatoren von MVgida, dass sie mit Rechtsextremismus nichts zu tun haben möchten. Trotzdem mischen von Anfang an Führungskader der NPD in Mecklenburg-Vorpommern bei MVgida mit, ohne dass es von Seiten des Organisationsteams zu einer klaren Distanzierung gekommen ist. Im Gegenteil, immer deutlicher wurde bei den letzten Veranstaltungen, dass die Verzahnung zwischen NPD und MVgida groß ist. Aus genau diesem Grund sehen viele eine MVgida-Demonstration am Geburtstag Adolf Hitlers in Schwerin sehr kritisch. Die Aktion Stadt- und Kulturschutz (ASK) hat in einer Presseaussendung heute ein Verbot der Demonstration am 20. April in Schwerin gefordert. »Wir ASK-Mitglieder stehen wie keine andere Wählergemeinschaft für poltische und außerparlamentarischen Protest. Doch es gibt Tage, da verbietet es der Repekt einfach auf die Straße zu gehen. Der Geburtstag von Adolf Hitler, der als Symbolfigur für die Grauen des Nationalsozialismus steht, ist so ein Tag«, sagt Ralph Martini.

 

Der Demonstrationstermin am 20. April ist alles andere als sicher

 

Die ASK regt deshalb gegenüber der Stadt ein Demonstrationsverbot für diesen Tag an. »Rechte und Neonationale Bewegungen dürfen an solchen Tagen nicht marschieren. Das verbietet der Respekt und das Andenken der Millionen, die während der nationalsozialistischen Diktatur den Tod gefunden haben.«, meint Martini.

 

Die Aufregung könnte sich als grundlos erweisen. Auf ihrer Facebook-Seite mobilisiert MVgida im Moment für eine Demonstration am 13. April in Schwerin, also eine Woche vor dem geschichtsträchtigen Termin. Es ist nicht davon auszugehen, dass Mvgida diesmal von ihrem Rhythmus, einmal in Schwerin und eine Woche später in Stralsund zu demonstrieren, abweichen wird. Inzwischen hat auch eine Stadtsprecherin bestätigt, dass das Bündnis MVgida ausschließlich eine Demonstration für den 13. April angemeldet habe. Eine Anmeldung für den 20. April sei bei der Stadt nicht eingegangen.

 

 

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Ein Kommentar "ASK fordert Demonstrationverbot für MVgida"

  1. Avatar
    Torsten Schramke   7. April 2015 at 10:35

    „..Auch am 20. April ist eine Kundgebung in Schwerin angemeldet worden….“
    Da frage ich mich doch woher sie ihre Information beziehen zumal wir gerade erst den Spaziegang zum 13. April gemeldet haben!
    Manchmal hilft da auch nachfragen an der richtigen Stelle

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