ASK: Livestream-Ausfall muss Konsequenzen haben

Schwerin, 14.06.2016 (red/pm). Wer die gestrige Sitzung der Stadtvertretung per Livestream verfolgen wollte, der war ziemlich aufgeschmissen. Technisches Versagen führte dazu, dass der Livestream nicht funktionierte. Die Wählergemeinschaft ASK fordert nun Konsequenzen.

 

Rathaus

 

Auf der Stadtvertretersitzung am vergangenen Montagabend gab es viele spannende Themen. Es ging nicht nur um das Mecklenburgische Staatstheater, um den Denkmalschutz in der Roghaner Straße, sondern auch um Gebührenerhöhungen für Sporthallen in Schwerin. Weiter wurde über das Für und Wider zum Anschluss der Landeshauptstadt Schwerin an die Metropolregion Hamburg debattiert. Es war spannend, informativ und gewiss an vielen Stellen auch ein Schlagabtausch vor der anstehenden OB-Wahl im September.

 

Wer sich das Ganze aber per Livestream anschauen wollte, der wurde enttäuscht. Es gelang nicht die Übertragung seitens der Stadtverwaltung sicherzustellen. Die ganzen fünf Stunden über, konnten die Probleme nicht behoben werden. Nicht zum ersten Mal, gab es Probleme mit der Übertragung. Das erste Mal hingegen, fiel der Livestream nun während der gesamten Sitzung aus. Grund für den Fehler war nicht, wie anfangs angenommen, ein Problem beim eingekauften Dienstleister, sondern ein Problem der Technik im Sitzungssaal. Für die Aktion Stadt- und Kulturschutz (ASK) eine nicht hinnehmbare Situation.

 

Zur Not muss ein neuer Dienstleister gefunden werden

 

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„Für uns  stellt der Livestream die Herstellung einer Barrierefreiheit dar. Die Kosten betragen pro Sitzung um die 500 Euro, gut angelegtes Geld. Damit wird Alleinerziehenden, Mobilitätseingeschränkten, Menschen die weiter von Sitzungsort weg wohnen, Menschen aus dem Umland und Neueinsteigern in Sachen Kommunalpolitik ermöglicht, an den Sitzungen als Gast teilzunehmen.“, sagt Karsten Jagau, der Vorsitzende der ASK.

 

Regelmäßig schauen um die 200 Zuschauer beim Stream zu. Bei einigen Tagesordnungspunkten sind es sogar zeitweise über 1.000 Zuschauer.  Dementsprechend waren die Enttäuschungen darüber, dass man gestern bei der Sitzung außen vor bleiben musste. Viele der Enttäuschten haben sich, glaubt man der ASK, an die Wählergemeinschaft gewendet,  um ihrem Ärger Luft zu machen.  Daher fordert die ASK nun Konsequenzen. „Wir fordern von der Stadtverwaltung, dass es zukünftig garantiert wird, dass die technischen Grundvoraussetzungen vor der Sitzung überprüft werden. Es handelt sich um lediglich fünf Stunden im Monat. Aber das scheint dem Dienstleister KSM vor zu große Herausforderungen zu stellen. Entweder es wird hier dran gearbeitet oder es muss ein Dienstleister gefunden werden, der seinen Auftrag gewissenhaft ausführt.“, sagt Jagau. Für ihn reicht es nicht aus, wenn man jetzt so tut als könne so eine Panne mal passieren.  „Was bringt ein neues schönes Stadtwappen am Rednerpult, wenn es niemand sehen kann.“, so der ASK-Vorsitzende.

 

 

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