Bürgerinitiative möchte Paulshöhe retten

Schwerin, 24.05.2017 (red/hk). Gestern trafen sich im Hotel Speicher etwa 50 Bürgerinnen und Bürger, um über Perspektiven auf der Paulshöhe zu beraten. 

Von Henning Kobs

 

Bürgerinitiative möchte die Paulshöhe retten Foto: Dario Rochow

 

Spätestens nächsten Jahr soll der Sportplatz auf der Paulshöhe abgerissen werden. So ist zumindest der Plan der Stadt, die hier einen entsprechenden Beschluss der Stadtvertretung umsetzt. Laut Sportentwicklungskonzept soll der Fußball dann zukünftig nach Lankow verlagert werden. Im Moment entsteht dort ein neues Funktionsgebäude, das im Juli übergeben werden soll. Nicht jeder möchte sich aber mit dem Abriss der Spielstätte Paulshöhe abfinden.

 

Alles steht und fällt mit einem tragfähigen Konzept

 

Gestern kamen im Hotel Speicher 50 Bürgerinnen und Bürger zusammen um zu beratschlagen wie es auf der Paulshöhe weitergehen kann. Neben Stadtpolitikern von CDU, Grüne, AfD und ASK, Vertreter der Vereine, die auf der Paulshöhe zu Hause sind, und interessierten Bürgern nahmen auch der Schweriner Bundestagsabgeordnete Dietrich Monstadt (CDU) teil.   Ohne ein entsprechendes Weiterführungskonzept, das wurde schnell klar, wird es auch keine Rettung des ältesten Sportplatzes der Stadt geben. Dieses Konzept gibt es aber offenbar noch nicht. Monstadt sagte an diesem Tag deutlich, dass er sich für den Erhalt der Paulshöhe stark machen wolle, wenn es ein tragfähiges Konzept geben würde.

 

Sportentwicklungskonzept neu überdenken

 

Man möchte weiter eine Bürgerinitiative gründen. Ziel soll der Erhalt der Paulshöhe sein. Hierbei wurden viele Aspekte beleuchtet, die es notwendig werden lassen könnten, die Traditionssportstätte zu erhalten. Unter anderem spricht die Bevölkerungsentwicklung in der Stadt dafür, dass wieder mehr Sportstätten benötigt werden könnten als 2010 bei der Erstellung des Sportentwicklungskonzeptes angenommen werden konnte.

 

Blick auf das Präsidium Foto: Dario Rochow

 

Das Hauptproblem wird aber nach wie vor die Förderung des Funktionshauses in Lankow sein. Dieses wurde auch mit Fördermitteln des Landes bezahlt. Bestandteil des Fördermittelbescheids ist unter anderem auch der Verkauf der Paulshöhe. Verkaufsbefürworter weisen deshalb immer wieder darauf hin, dass hier eventuell eine Fördermittelrückzahlung drohen könnte, sollte die Paulshöhe nicht verkauft werden.

 

Jetzt weitermachen

 

Simone Borchardt moderierte die Veranstaltung Foto: Dario Rochow

Diese mahnenden Stimmen waren gestern im Speicher allerdings nicht vorhanden. Es trafen sich Menschen, die noch kurz vor Toreschluss den Verkauf der Paulshöhe verhindern möchten. Ob es gelingen wird, dass hängt nun vor allem davon ab, welche Visionen die neue Bürgerinitiative entwickeln kann, welche Finanzierungsvorschläge kommen werden und wie man das Fördermittelproblem lösen kann. Simone Borchardt, die gestern durch die Veranstaltung moderierte, brachte es am Ende auf den Punkt: „Wir haben uns heute kennengelernt, wir sind alle für die Paulshöhe und jetzt müssen wir weitermachen.“

Redaktion

der digitalen Tageszeitung Schwerin-Lokal.de. Tel: (0385) 480 739 77 | E-Mail: redaktion@schwerinlokal.de

Hinterlasse einen Kommentar

Your email address will not be published.