GRÜNE: Beim Winterdienst auch Radverkehr absichern

Die Fraktion B90/DIE GRÜNEN der Stadtvertretung hat mit einer Stellungnahme zum überarbeiteten Winterdienstkonzept der Landeshauptstadt Schwerin eine verstärkte Berücksichtigung von wichtigen Radwegetrassen gefordert.

Symbolbild

Die Bündnisgrünen wollen sicherstellen, dass verkehrswichtige Radwege im Rahmen des Winterdienstes intensiv geräumt werden und sie sicher befahrbar sind.

Dazu Arndt Müller, stellv. Fraktionsvorsitzender:

„Immer wieder hören wir bei Diskussionen, Radfahrer sollen doch im Winter gefälligst zu Fuß gehen oder auf den ÖPNV umsteigen. Darin sehen wir eine Ungleichbehandlung der Verkehrsmittel. PKW-Fahrer würde eine solche Ansage nicht akzeptieren und würden geräumte Straßen auch bei schwierigen Verhältnissen einfordern. Schließlich wollen alle Verkehrsteilnehmer auch im Winter ihren Alltag mit den notwendigen Wegen sicher absolvieren.

Die letzten Jahre haben gezeigt, dass in Schwerin im Winter die Radfahrer oft ein Nachsehen haben. Nicht selten waren Radwegehaupttrassen, wie zum Beispiel am Obotritenring mit Räumgut von den Straßen verschmutzt oder waren wichtige Kreuzungsbereiche, wie am Bürgermeister-Baade-Platz auf den kombinierten Geh- und Radwegen, vereist. Wir erwarten nicht, dass jeder kleine Radweg auch bei großer Schneelast ständig befahrbar ist. Doch die wichtigen Radwegetrassen, zum Beispiel entlang der Crivitzer Chaussee oder der Lübecker Straße, sollten mit hoher Intensität geschoben, gefegt und gestreut werden.

Das vorliegende Winterdienstkonzept der SDS ist dahingehend noch nicht konkret und selbsterklärend genug. Wir hatten erwartet, dass es bei Radwegen – ähnlich wie bei Straßen – die Winterdienststufen A bis D gibt. Das ist nicht der Fall. Nach mündlicher Aussage von SDS-Mitarbeitern sollen zwar straßenbegleitende Radwege in der gleichen Winterdienststufe, wie die parallel verlaufenden Straßen behandelt werden. Doch dies geht aus dem vorliegenden Konzept so nicht hervor. Der Umgang mit Radwegen muss deshalb im Winterdienstkonzept genauer dargestellt werden.

Als positiv bewerten wir die Bemühungen der SDS, den Salzeinsatz beim Winterdienst zu reduzieren. So soll beim Winterdienst auf Radwegen kein Salz zur Anwendung kommen. Auf Gehwegen ist der Einsatz von Salz in Schwerin ohnehin untersagt. Der Einsatz von Salz im Winterdienst schädigt nachweislich die Gesundheit von Straßenbäumen. Auch Hunde erleiden durch das aggressive Salz Schäden an den Pfoten.“

 

 

 

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