Louisa Lippmann: Volleyballerin des Jahres 2017 war mein Highlight

Volleyballerin Louisa Lippmann ist bei Volleyball-Fans im Moment sehr beliebt. Im Jahr 2017 hat sie für Aufsehen gesorgt: Im April gelang ihr mit dem SSC Palmberg Schwerin der Gewinn der Deutschen Meisterschaft. Anschließend wurde sie zur wertvollsten Spielerin der Saison gekürt. Im Oktober holte sie sich mit Schwerin den Supercup. Die Krönung folgte im Dezember: Da wurde Lippmann zur Volleyballerin des Jahres gewählt. Vor dem ersten Heimspiel im neuen Jahr stellte sich die 23-Jährige zum Interview.

 

Volleyballerin Louisa Lippmann hat ein spannendes Jahr 2017 hinter sich. Foto: Kurzurlaub.de

 

Frau Lippmann, herzlichen Glückwunsch! Seit Ende des Jahres ist es offiziell. Sie sind von den Lesern des Volleyball-Magazins zur Volleyballerin des Jahres gewählt worden. Damit werden Sie in einem Atemzug mit so großartigen Spielerinnen wie Angelina Grün (heute Hübner; Anm. der Red.) oder Margareta Kozuch genannt. Wie groß ist die Freude über diese Auszeichnung?

 

Louisa Lippmann: Das ist eine wahnsinnig große Ehre für mich. Schön, dass ich mich in diese Liste einreihen darf. Als ich die Nachricht erhielt, war die Freude riesig. Neben der Wahl zur ‚Most Valuable Playerin‘ der Saison war das mein Highlight des Jahres 2017.

 

Nachdem Sie mit dem Dresdner SC bereits zweimal Deutscher Meister wurden, wechselten Sie vor der Saison 2016/17 zum SSC Palmberg Schwerin – und sind wieder Deutscher Meister geworden. Würden Sie sagen, der Titel mit Schwerin war eine ganz besondere Sache für Sie?

 

Lippmann: Ich würde sagen, jede der drei Meisterschaften war etwas Besonderes. Aber der Titel mit dem SSC sorgt bei mir immer noch für besondere Gänsehaut, da mir Schwerin die Möglichkeit gegeben hat, zu zeigen, was ich kann.  

 

Das Jahr 2017 endete für Sie und den SSC am 26. Dezember mit einem 3:0-Heimsieg gegen den Tabellenführer Allianz MTV Stuttgart. Wie lautet Ihr persönliches Fazit der letzten zwölf Monate?

 

Lippmann: Ich bin noch sehr enttäuscht, dass wir uns nicht wieder für das DVV-Pokalfinale qualifiziert haben, im Pokal hatten wir einfach nicht das nötige Quäntchen Glück. Dafür hatten wir eine unglaubliche Bundesliga-Saison mit dem Gewinn der Meisterschaft. Außerdem habe ich als Nationalspielerin an der Europameisterschaft teilgenommen. Mit dem Nationalteam haben wir uns direkt für die Weltmeisterschaft in Japan qualifiziert. Das war also schon ein ziemlich grandioses Jahr. So kann es weitergehen! 

 

„Wir wollen genau da weitermachen, wo wir am 26. Dezember aufgehört haben.“

 

Foto: Kurzurlaub.de

Am 6. Januar folgt nun das erste Bundesliga-Heimspiel 2018. Hatten Sie nach Weihnachten ein wenig frei und sind verreist?

 

Lippmann: Ich habe zusammen mit meinem Freund ganz viel Energie bei meiner Familie in Nordrhein-Westfalen getankt – und abgeschaltet, auch vom Volleyball. Und natürlich habe ich meinen geliebten Hund geknuddelt, den ich nicht so häufig sehe.

 

Inzwischen laufen die Vorbereitungen für das Heimspiel am Samstag auf Hochtouren. Dann sind die Roten Raben Vilsbiburg in der Palmberg Arena zu Gast. Werden Sie mit einem Sieg ins neue Jahr starten?

 

Lippmann: Natürlich ist das unser Ziel. Vilsbiburg ist allerdings auch ein sehr harter Gegner, der es uns nicht leicht machen wird. Aber wir wollen genau da weitermachen, wo wir am 26. Dezember aufgehört haben. 

 

„Ich möchte als Spielerpersönlichkeit weiter reifen“

 

Im Kampf um die Deutsche Meisterschaft ist für den SSC noch alles möglich. Wie schätzen Sie die Chance ein, den Titel erneut nach Mecklenburg-Vorpommern zu holen?

 

Lippmann: Wir wollen die Schale selbstverständlich in Schwerin behalten. Ich finde, sie macht sich hier sehr gut. Es wird ein sehr harter Kampf, da wir ja schließlich nicht die Einzigen sind, die die Meisterschaft feiern wollen. Aber gerade durch das Aus im Pokal liegt unser Fokus auf dem Titelgewinn.

 

Ihre sportlichen Ziele liegen somit auf der Hand. Was haben Sie sich aus privater Sicht für 2018 auf die Fahnen geschrieben?

 

Lippmann: Natürlich möchte ich den Sommer gerne für eine Reise nutzen. Da ich aber sehr viel Zeit bei der Nationalmannschaft verbringen werde, heißt die Devise ‚Kurzurlaub‘. Ich plane eine Städtereise, um mir eine kleine Auszeit zu gönnen. Priorität hat aber der Sport. Ich möchte als Spielerpersönlichkeit weiter reifen und am Ende der Saison jubelnd in der Palmberg Arena stehen, um die Meisterschaft zu feiern.

 

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