04.08.2013: Vortrag in der Sonderausstellung „Zurück in die Moderne – Malerei aus Dresden“

Brot mit blauem Krug und Tasse, um 1975 Staatliches Museum Schwerin Foto Hugo Maertens * VG Bild-Kunst, Bonn 2013
Brot mit blauem Krug und Tasse, um 1975
Staatliches Museum Schwerin
Foto Hugo Maertens * VG Bild-Kunst, Bonn 2013

Am Sonntag, dem 4. August um 15 Uhr lädt Schloss Güstrow zu einem Vortrag in die Ausstellung „Zurück in die Moderne. Malerei aus Dresden“ ein.  Die Kunsthistorikerin Dr. Ingrid von der Dollen (Bad Honnef) stellt unter dem Titel „Theodor Rosenhauer (1901-1996)  Ein Maler im
Widerstand gegen die Zeit“  einen der heute meist geschätzten Dresdner Maler des 20. Jahrhunderts vor.

Das Besondere und Moderne an der Kunst Rosenhauers ist sein reliefhafter Umgang mit der Farbe  bei gleichzeitiger eindrücklicher
Schlichtheit der Sujets.  Wie das Schaffen zahlreicher Künstler seiner Generation entstand auch sein Werk im stillen Widerstand gegen den politischen und künstlerischen Zeitgeist.

Rosenhauers Jugend war vom Ersten Weltkrieg überschattet, am Zweiten Weltkrieg nahm er als Soldat teil. Im Nationalsozialismus zerschlug sich die Hoffnung  auf eine Professur an der Dresdner Kunstakademie. Beim Bombenangriff auf Dresden im Februar 1945 verbrannten zwei Drittel seines Oeuvres.

Erst 1968 wurde sein Schaffen entdeckt: bis dahin sah man „nur in größeren Ausstellungen “ etliche seiner Werke, Perlen dann, aber
mehr drang nicht aus seinem Atelier.“ (Lothar Lang).  Das Staatliche Museum Schwerin konnte immerhin sieben dieser „Perlen“
erwerben.

Der Eintritt kostet 6 € / ermäßigt 5 €.

Die Ausstellung im Wirtschaftsgebäude ist noch bis zum 25. August zu sehen.

Redaktion

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