Schweriner beim härtesten Radrennen der Welt
(sr). Morgen startet das härteste Radrennen der Welt in den USA. Erstmalig nehmen auch vier Schweriner an diesem Rennen teil. Für das „Team MV” wird das eine Herausforderung.

v.l.n.r. Daniel Rackwitz, Dennis Kruse, Stefan Nimke, Michael Kruse
(sr). Morgen startet das härteste Radrennen der Welt in den USA. Erstmalig nehmen auch vier Schweriner an diesem Rennen teil. Für das „Team MV” wird das eine Herausforderung.
In Oceanside (Kalifornien) beginnt morgen das härteste Radrennen der Welt, das »Race Across America« , kurz RAAM. In höchstens 216 Stunden, also neun Tagen, müssen die Teilnehmer die insgesamt 55 »CheckPoints« passiert haben und im Ziel angekommen sein. Rund 1.000 Radrennfahrer gehen an den Start. Wenn der Startschuss ertönt, werden unter diesen Fahrern auch vier Schweriner sein.
Das »Team MV« besteht aus den beiden Extremsportlern Michael und Dennis Kruse, die sich schon in der Vergangenheit den spektakulärsten Herausforderungen gestellt haben. Läufe durch Wüste, Bergwerke oder Eiskanäle – das alles schreckt die beiden Sportler nicht. Verstärkung haben sie für ihre aktuelle Herausforderung beim Raderenn-Olympiasieger Stefan Nimke und Daniel Rackwitz geholt, der auch schon als Radrennfahrer erfolgreich unterwegs gewesen ist.
Eine Strecke von 4.800 Kilometer liegt vor dem Quartett aus Mecklenburg-Vorpommern. Insgesamt durch 14 US-Bundesstaaten führt das Rennen, mehr als 30 000 Höhenmeter wollen bezwungen sein und durch insgesamt vier Zeitzonen geht es dann ab morgen. Die Herausforderungen sind also vielfältig. Dabei kommt es vor allem auf das Mannschaftsspiel an. Eine Pause gibt es bei diesem Rennen nicht. Immer muss mindestens ein Fahrer auf dem Rad sitzen und dem Ziel entgegenstrampeln. Die letzten 40 Kilometer bis zum Zielort Annapolis (Washington D.C.) müssen dann wieder alle vier Fahrer fahren.
Die Schweriner gaben sich aber im Vorfeld ziemlich selbstbewusst. In weniger als fünf Tagen und 23 Stunden möchten Sie das Ziel erreicht haben. Das ist ein ziemlich strammes Ziel, wenn man bedenkt, dass man dann kontinuierlich eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 30 km/h fahren muss. Rocky Mountains, die Wüsten des Mittleren Westens, die Appalachen – das alles sind Geschwindigkeitshindernisse, die es in sich haben. Jeder Sportler geht bei diesem Rennen an die Grenzen, das weiß auch das Team aus MV.
In den USA genießt das RAAM eine große mediale Aufmerksamkeit. Fernsehsender wie ABC Wide World of Sports, ESPN, Sports Illustrated berichten regelmäßig über dieses Rennen. Andere Medien räumen der Berichterstattung ebenfalls einen großen Raum ein. Daher wird das Rennen auch immer wieder dafür genutzt, für einen guten Zweck Geld zu sammeln. Im Jahr 2010 wurden insgesamt 1,7 Millionen Us-Dollar von den Teilnehmern gesammelt.
Wer das »Team MV« über die Strecke begleiten möchte, kann das über Facebook unter http://www.facebook.com/best.of.northern.germany gerne tun.




