Geld für einen Park und die Entfernung eines Parkplatzes:
130.000 Euro Bundesförderung für Klimaschutzprojekte
Schwerin bekommt Fördermittel vom Bund, um Projekte in der Werdervorstadt und auf dem Dreesch umzusetzen.

In der Werdervorstadt soll ein Pikopark entstehen. Die Stadt bekommt dafür mehr als 80.000 Euro aus einem Förderprogramm des Bundes für natürlichen Klimaschutz in Kommunen. Aus dem gleichen Fördertopf kommen auch noch weitere fast 50.000 Euro, um einen Parkplatz zu entsiegeln. Am Ende sind das mehr als 130.000 Euro – Wofür?
Pikopark am Schweriner See
Ein Pikopark soll ein kleiner Park mit circa 300 Quadratmetern Fläche sein, so schreibt es das Bundesamt für Naturschutz auf seiner Internetseite. Das “Piko” kommt vom italienischen piccolo, übersetzt heißt das klein. Mit so einem Park soll urbanes Gärtnern und mehr Grün in städtischen Gebieten entstehen. In Schwerin sind die Planungen etwas größer: Der geplante Pikopark soll 1240 Quadratmeter umfassen. An einer Abzweigung der Bornhövedstraße, dort wo früher der “Angler 2” war, soll eine Wiese umgenutzt werden.
Laut der Schweriner Verwaltung wurden die Fördermittel bereits zugesagt, verantwortlich für den Bau soll die SDS sein. In 2026 soll die Baumaßnahme nun ausgeschrieben werden, Mitte 2027 soll der Pikopark fertig sein. Die Förderquote ist 80 Prozent, das bedeutet, der Park kostet etwas mehr als 100.000 Euro, rund 20.000 davon müssen aus dem Geld der Stadt Schwerin kommen. Die Fläche befindet sich bereits im öffentlichen Eigentum.

Parkplatz auf dem Dreesch
Bis 2028 soll eine Parkplatzfläche in der Kantstraße entsiegelt werden. Das bedeutet, der feste Boden wird entfernt und wieder durchlässiger für Wasser gemacht. Laut Verwaltung sind mit dieser Änderung einer Verkehrsfläche zu einer Grünfläche eine Rasensaat verbunden und es werden vielleicht sogar neue Bäume gepflanzt. Gefördert wird das Vorhaben vom Bund mit knapp 50.000 Euro. Bei einer Förderquote von 90 Prozent kommen hier dann noch knapp 5.000 Euro aus städtischen Mitteln dazu. Die Fördermittel wurden bereits eingeworben und zur Zeit werden die Ausschreibungen vorbereitet, so die Stadt.

Woher kommt das Geld?
Etwa 130.000 Euro Förderung und 25.000 Euro aus städtischen Mitteln kosten die beiden Projekte. Die Förderung kommt aus einem Programm der KfW für Städte und Gemeinden. Unter dem Titel “Natürlicher Klimaschutz in Kommunen” sollen Grünflächen und die heimische Artenvielfalt gestärkt werden. Normalerweise unterstützt die KfW solche Projekte nur zur Hälfte, für finanzschwache Kommunen wird die Förderung erhöht.
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