“17 Ziele” strahlen das Rathaus an:
Gähnende Leere, finanziert vom Bund
Im Auftrag eines Bundesministeriums war eine Info-Kampagne zu Gast in Schwerin. Viel Andrang gab es nicht.

Am Freitag (30.01.2026) war die Aktion “17 Ziele” zu Gast in Schwerin. Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) wurden die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele mit einem Projektor an das Rathaus geworfen. Diese Ziele richten sich an jeden, sollen aber auch eine Richtschnur für die Politik sein, schreibt die Bundesregierung auf ihrer Internetseite. Es geht dabei zum Beispiel um den Schutz von Leben im Wasser und an Land, aber auch um Gesundheit oder bezahlbare und saubere Energie.
2015 von Vereinten Nationen beschlossen
Die Aktion ist Teil einer größeren Kampagne, bei der die “17 Ziele” in verschiedenen Städten halt machen und Rathäuser beleuchten. Die Idee, in Schwerin zu stoppen, kam von der Kampagne selbst. Die Stadtverwaltung stimmte zu. Auch Schwerin unterstützt die 17 Ziele, die 2015 von den Vereinten Nationen beschlossen wurden. Die Idee dahinter: Wenn jegliches Handeln, egal ob politisch oder persönlich, an den Zielen ausgerichtet wird, kann sich der Planet bis 2030 nachhaltig entwickeln, so die VN auf ihrer Internetseite.

Schwerin hat diese Ziele mit seinem Leitbild für 2030 ebenfalls übernommen. Als kleinste Landeshauptstadt Deutschlands will auch Schwerin zeigen, wie eine lebenswerte, gerechte und klimaneutrale Stadt im 21. Jahrhundert aussehen kann“, so der amtierende Oberbürgermeister Bernd Nottebaum (CDU).
Wenig Interesse an Aktion
Viel Interesse weckte die Aktion nicht. Trotzdem wolle man damit Entwicklungspolitik auch lokal sichtbar machen, so eine Sprecherin. Über die Kosten für Material und Personal gab es keine Auskunft, jedoch soll es deutlich billiger gewesen sein, als zum Beispiel ein Stand auf dem Wacken-Festival in Schleswig-Holstein. Die gemeinnützige GmbH Engagement Global führt die Kampagne “17 Ziele” im Auftrag des BMZ durch. Das Bundesministerium wird von der Schweriner SPD Politikerin Reem Alabali Radovan geleitet.



