Nur jeder Fünfte plante Einkäufe:
2026 der teuerste Valentinstag in den letzten 6 Jahren?
Zum Valentinstag wollten weniger Menschen Geschenke kaufen. Gleichzeitig sind Schokolade, Blumen und Restaurantbesuche seit 2020 deutlich teurer geworden.

Zum Valentinstag greifen in diesem Jahr weniger Menschen zu klassischen Geschenken. Nach einer Umfrage des Handelsverband Deutschland planen lediglich 20 Prozent der Verbraucher entsprechende Einkäufe – acht Prozentpunkte weniger als 2025. Befragt wurden 500 Personen zwischen 18 und 69 Jahren durch das IFH Köln.
Als Grund gilt unter anderem, dass der 14. Februar diesmal auf den Karnevalssamstag fiel. Jede zwölfte befragte Person will laut Verband statt für den Valentinstag für Karnevalsausgaben Geld einplanen. Der Einzelhandel rechnet dennoch mit zusätzlichen Umsätzen von rund 1,18 Milliarden Euro – im Vorjahr waren es etwa 1,3 Milliarden Euro. Gastronomieumsätze sind darin nicht enthalten.

Parallel dazu sind viele typische Valentinstagsgeschenke deutlich teurer geworden. Wie das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern mitteilt, lagen die Preise im Januar 2026 teils erheblich über dem Niveau von 2020. Schokolade verteuerte sich seitdem um 66,8 Prozent, Süßwaren insgesamt um 35,3 Prozent, Blumen und Pflanzen um 41,1 Prozent sowie Schmuck um 36,8 Prozent. Restaurantbesuche kosteten im Vergleich zu 2020 durchschnittlich 39,4 Prozent mehr.
Auch bundesweit zeigt sich eine überdurchschnittliche Teuerung. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes erhöhten sich 2025 gegenüber 2024 die Preise für Pralinen um 17,8 Prozent, für Schnittblumen um 5,3 Prozent. Speisen und Getränke in Restaurants, Cafés und Bars verteuerten sich um 3,6 Prozent. Zum Vergleich: Die Verbraucherpreise insgesamt stiegen im selben Zeitraum um 2,2 Prozent.
Im mittelfristigen Vergleich seit 2020 fällt die Entwicklung noch deutlicher aus: Pralinen kosteten 2025 rund 41,7 Prozent mehr als fünf Jahre zuvor, Schnittblumen 38,2 Prozent mehr. Die Preise in der Gastronomie legten um 31,8 Prozent zu. Die allgemeinen Verbraucherpreise erhöhten sich im gleichen Zeitraum um 21,9 Prozent.




