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Nur jeder Fünfte plante Einkäufe:
2026 der teuerste Valentinstag in den letzten 6 Jahren?

Zum Valentinstag wollten weniger Menschen Geschenke kaufen. Gleichzeitig sind Schokolade, Blumen und Restaurantbesuche seit 2020 deutlich teurer geworden.

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  • Veröffentlicht Februar 15, 2026
 Inflation macht sich am 14. Februar bemerkbar. Foto: Breuel-Bild
Infla­tion macht sich am 14. Feb­ru­ar bemerk­bar. Foto: Breuel-Bild

 

Zum Valentin­stag greifen in diesem Jahr weniger Men­schen zu klas­sis­chen Geschenken. Nach ein­er Umfrage des Han­delsver­band Deutsch­land pla­nen lediglich 20 Prozent der Ver­brauch­er entsprechende Einkäufe – acht Prozent­punk­te weniger als 2025. Befragt wur­den 500 Per­so­n­en zwis­chen 18 und 69 Jahren durch das IFH Köln.

Als Grund gilt unter anderem, dass der 14. Feb­ru­ar dies­mal auf den Karnevalssam­stag fiel. Jede zwölfte befragte Per­son will laut Ver­band statt für den Valentin­stag für Karneval­saus­gaben Geld ein­pla­nen. Der Einzel­han­del rech­net den­noch mit zusät­zlichen Umsätzen von rund 1,18 Mil­liar­den Euro – im Vor­jahr waren es etwa 1,3 Mil­liar­den Euro. Gas­tronomieum­sätze sind darin nicht enthal­ten.

 

 

Par­al­lel dazu sind viele typ­is­che Valentin­stags­geschenke deut­lich teur­er gewor­den. Wie das Sta­tis­tis­che Amt Meck­len­burg-Vor­pom­mern mit­teilt, lagen die Preise im Jan­u­ar 2026 teils erhe­blich über dem Niveau von 2020. Schoko­lade ver­teuerte sich seit­dem um 66,8 Prozent, Süßwaren ins­ge­samt um 35,3 Prozent, Blu­men und Pflanzen um 41,1 Prozent sowie Schmuck um 36,8 Prozent. Restau­rantbe­suche kosteten im Ver­gle­ich zu 2020 durch­schnit­tlich 39,4 Prozent mehr.

Auch bun­desweit zeigt sich eine über­durch­schnit­tliche Teuerung. Nach Angaben des Sta­tis­tis­chen Bun­de­samtes erhöht­en sich 2025 gegenüber 2024 die Preise für Pra­li­nen um 17,8 Prozent, für Schnit­tblu­men um 5,3 Prozent. Speisen und Getränke in Restau­rants, Cafés und Bars ver­teuerten sich um 3,6 Prozent. Zum Ver­gle­ich: Die Ver­braucher­preise ins­ge­samt stiegen im sel­ben Zeitraum um 2,2 Prozent.

Im mit­tel­fristi­gen Ver­gle­ich seit 2020 fällt die Entwick­lung noch deut­lich­er aus: Pra­li­nen kosteten 2025 rund 41,7 Prozent mehr als fünf Jahre zuvor, Schnit­tblu­men 38,2 Prozent mehr. Die Preise in der Gas­tronomie legten um 31,8 Prozent zu. Die all­ge­meinen Ver­braucher­preise erhöht­en sich im gle­ichen Zeitraum um 21,9 Prozent.