Ab Juli wieder unterwegs:
360-Grad-Scanner rollen wieder durch Schwerin – das steckt dahinter
In den kommenden Wochen werden in Schwerin wieder auffällige Fahrzeuge mit Kameras auf dem Dach unterwegs sein. Was dahinter steckt und warum sie durch alle Stadtteile fahren.

Foto: Landeshauptstadt Schwerin
Autofahrer und Passanten werden sie in den kommenden Wochen wieder häufiger im Stadtgebiet sehen: Ab dem 13. Juli sind die Aufnahmefahrzeuge der Firma Cyclomedia Deutschland GmbH erneut in Schwerin unterwegs. Bis voraussichtlich 24. August 2026 erfassen die speziell ausgestatteten Fahrzeuge mit Kameras und Laserscannern das gesamte Stadtgebiet in hochauflösenden 360-Grad-Aufnahmen.
Die aktuelle Befahrung erfolgt im Auftrag der Landeshauptstadt Schwerin und der Stadtwerke Schwerin. Bereits Ende 2024 war Cyclomedia zuletzt in der Stadt unterwegs. Mit der neuen Datenerfassung sollen die digitalen Bilder auf den neuesten Stand gebracht werden.
Die Aufnahmen dienen ausschließlich internen Zwecken. Sie werden unter anderem für die Planung von Bauprojekten, Hausanschlüssen und Arbeiten an den Versorgungsnetzen genutzt. Auch bei Themen wie Straßen- und Radwegeplanung, Barrierefreiheit oder der Einsatzplanung von Sicherheits- und Rettungskräften kommen die Daten zum Einsatz.
Datenschutz spielt dabei nach Angaben der Beteiligten eine wichtige Rolle. Gesichter von Passanten sowie Kfz-Kennzeichen werden automatisch unkenntlich gemacht, bevor die Bilder den Nutzern zur Verfügung gestellt werden. Eine Veröffentlichung der Panoramabilder ist nicht vorgesehen.
Digitale Bilder sparen Zeit und Kosten
„Früher mussten wir für viele Fragen erst ins Auto steigen – heute reicht oft ein Blick auf die digitalen 360-Grad-Aufnahmen. Sie helfen uns dabei, Hausanschlüsse, Baumaßnahmen und Arbeiten an unseren Netzen schneller und besser vorzubereiten. Das spart Wege, Zeit und letztlich auch Kosten. Damit diese Vorteile erhalten bleiben, brauchen wir regelmäßig aktualisierte Aufnahmen des Stadtgebiets“, sagt René Scheibe, Leiter des Bereichs Technik bei den Stadtwerken Schwerin.
Auch Schwerins Baudezernent Bernd Nottebaum sieht in den digitalen Aufnahmen Vorteile für Verwaltung und Bürger. „Die virtuelle Ortsbegehung ermöglicht es uns, Arbeitsprozesse zeitsparender und kostengünstiger zu erledigen. Verwaltungsinterne Prozesslaufzeiten und der Bürgerservice können durch die Nutzung der Bilder verbessert werden. Ich freue mich sehr, dass die Kooperation mit den Stadtwerken in diesem wichtigen Projekt weiter erfolgreich fortgesetzt wird“, so Nottebaum.
Für die meisten Schwerinerinnen und Schweriner bedeutet die Befahrung lediglich, dass die auffälligen Fahrzeuge mit den Kameras auf dem Dach in den kommenden Wochen häufiger im Straßenbild zu sehen sein werden.




