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Kaum noch weiße Flecken:
5G auf dem Vormarsch – Land investiert Millionen

Die Mobilfunkversorgung in MV verbessert sich weiter. Reine Funklöcher sind selten geworden, doch beim schnellen 5G-Netz gibt es vor allem auf dem Land noch Lücken.

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  • Veröffentlicht März 2, 2026
Telekom und Vodafone bauen Netze aus
Telekom und Voda­fone bauen Net­ze aus. Foto: pri­vat

 

Die Mobil­funkver­sorgung in Meck­len­burg-Vor­pom­mern hat sich weit­er verbessert. Nach aktuellen Zahlen der Bun­desnet­za­gen­tur gibt es im Land nur noch rund 220.000 Quadrat­meter Fläche ohne jegliche Mobil­funkver­sorgung – also Bere­iche, in denen nicht ein­mal der alte 2G-Stan­dard für Sprachtele­fonie ver­füg­bar ist. Das entspricht etwa der Größe von gut 30 Fußballfeldern.

Deut­lich größer sind die Lück­en bei schnellen Daten­net­zen: Rund 260 Quadratk­ilo­me­ter gel­ten noch als nicht durch min­destens einen Anbi­eter mit 4G (LTE) oder 5G ver­sorgt. Ins­ge­samt liegt die 4G-Flächen­ver­sorgung in MV bei 98,52 Prozent, bei 5G bei 96,64 Prozent. Für 2G weist der Bre­it­ban­dat­las eine nahezu voll­ständi­ge Abdeck­ung aus.

Land investiert in eigene Funkmas­ten

Um verbleibende Lück­en zu schließen, engagiert sich auch das Land. 2020 wurde die Funkmas­ten-Infra­struk­turge­sellschaft MV (FMI) gegrün­det. Sie hat bis­lang vier von geplanten 16 Mobil­funkmas­ten errichtet und an Net­z­be­treiber ver­mi­etet. Pro Stan­dort liegen die Investi­tion­skosten bei rund 670.000 Euro. Bis Ende 2025 wur­den nach Angaben des Innen­min­is­teri­ums etwa fünf Mil­lio­nen Euro ver­baut, ins­ge­samt ste­hen 25 Mil­lio­nen Euro Lan­desmit­tel bere­it.

Net­z­be­treiber bauen weit­er aus

Die Deutsche Telekom betreibt in MV nach eige­nen Angaben rund 1.000 Funkmas­ten. Die 5G-Flächen­ver­sorgung liege bei mehr als 93 Prozent. In sehr dünn besiedel­ten Gebi­eten werde statt 5G weit­er­hin 4G ange­boten. Die Mas­ten gehören über­wiegend der Tochterge­sellschaft Deutsche Funk­turm, die Stan­dorte auch anderen Anbi­etern zur Ver­fü­gung stellt.

Auch Voda­fone treibt den Aus­bau voran. Der Konz­ern betreibt 932 Mobil­funksta­tio­nen im Land und plant bis Mitte 2027 die Inbe­trieb­nahme von 27 zusät­zlichen Stan­dorten. Hin­ter­grund ist das stark wach­sende Daten­vol­u­men: Nach Unternehmen­sangaben steigt der mobile Daten­verkehr in MV jährlich um mehr als 35 Prozent.

Weniger Fun­klöch­er ent­lang der Auto­bah­nen

Auch die Auto­bahn GmbH des Bun­des unter­stützt den Aus­bau, indem sie Flächen ent­lang der Auto­bah­nen für Mobil­funkmas­ten bere­it­stellt. Nach Angaben der Nieder­las­sung Nor­dost sind Fun­klöch­er auf Auto­bah­nen in Bran­den­burg und Meck­len­burg-Vor­pom­mern deut­lich sel­tener gewor­den, auch wenn es vere­inzelt noch Lück­en gibt.

Ins­ge­samt zeigt sich: Die klas­sis­chen „weißen Fleck­en“ wer­den klein­er, doch beim schnellen 5G-Netz beste­ht vor allem in ländlichen Regio­nen weit­er­hin Aus­baube­darf.