Achtung Wild – Gerade jetzt ist es auf den Straßen gefährlich

Gerade auch in der morgendlichen Dämmerung ist der Wildwechsel eine Gefahr für den Autoverkehr. | Foto: privat

Noch immer wird es morgens spät hell und abends früh dunkel. Zudem kommt es häufig zu Nebelbildung und auch glatten Straßen. Für Autofahrer gilt daher jetzt noch etwas mehr als ohnehin schon besondere Vorsicht. Vor allem bei Dämmerung und Dunkelheit muss mit Wild auf den Straßen gerechnet werden. Selbst im Stadtgebiet von Schwerin kann es dabei zu Wildunfällen kommen.

Wie aktuell diese Situation derzeit ist, zeigt ein Bericht der Polizei Ludwigslust. Nach deren Angaben kam es nämlich allein in den ersten 10 Tagen des neuen Jahres auf den Straßen des Landkreises Ludwigslust-Parchim zu insgesamt 69 Wildunfällen. Personen kamen dabei glücklicherweise nicht zu Schaden. Jedoch dürfte sich der dabei angerichtete Gesamtschaden auf mehrere Zehntausend Euro belaufen. Betroffen waren nahezu alle Regionen des Landkreises. Insbesondere die Regionen um Sternberg, Plau, Hagenow, Lübz, Ludwigslust und Boizenburg.

Die meisten Wildunfälle an einem Tag ereigneten sich am 03. Januar 2022, dem ersten Arbeitstag im neuen Jahr. Allein an diesem Tag registrierte die Polizei im Landkreis 14 Zusammenstöße mit Wild. Der höchste Sachschaden mit geschätzten 10.000 Euro entstand aber bei einer Kollision zwischen einem PKW und einem Wildschwein am vergangenen Sonntag auf der B 103 nahe Plau. An den meisten Zusammenstößen waren Rehe, Damwild und Wildschweine beteiligt. Aber auch andere Wildtiere waren betroffen. So auf einer Kreisstraße bei Lübz, als dort ein PKW mit einem Dachs zusammenstieß. Auf der BAB 24 bei Neustadt-Glewe und bei Parchim kam es jeweils zur Kollision mit einem Greifvogel.

Angesichts des Wildunfallgeschehens appelliert die Polizei erneut zur vorausschauenden und defensiven Fahrweise. Insbesondere auf mit Wildwarnschildern gekennzeichneten Straßen und bewaldeten Streckenabschnitten sollte permanent mit Wildwechsel gerechnet werden. Laut Statistik ereignen sich die meisten Wildunfälle in den frühen Abend- und Morgenstunden.

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