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Diebstahl auf Friedhof:
23 Grabplatten auf Altem Friedhof in Schwerin gestohlen

Auf dem Alten Friedhof in Schwerin fehlen 23 Messingplatten einer Kriegsgräberstätte. Die Stadt beziffert den Schaden auf rund 70.000 Euro und bittet mögliche Zeugen um Hinweise.

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  • Veröffentlicht August 7, 2026
Alter Friedhof Schwerin – Kriegsgräberstätte nach Diebstahl von 23 Messinggrabplatten
Auf dem Alten Fried­hof in Schw­erin wur­den 23 Mess­ing­grab­plat­ten gestohlen. Der Schaden liegt bei rund 70.000 Euro. Foto: SDS

 


In Kürze:

  • Der Dieb­stahl: Auf dem Alten Fried­hof in Schw­erin fehlen 23 Mess­ing­grab­plat­ten ein­er Kriegs­gräber­stätte.
  • Der Schaden: Nach Angaben der Stadt haben die Plat­ten einen Gesamtwert von rund 70.000 Euro.
  • Die Ermit­tlun­gen: Die Stadt hat Anzeige erstat­tet und bit­tet mögliche Zeu­gen, sich an die Polizei zu wen­den.

 

Auf dem Alten Fried­hof in Schw­erin sind 23 Mess­ing­grab­plat­ten von ein­er Kriegs­gräber­stätte gestohlen wor­den. Nach Angaben der Stadt wurde das Fehlen der Plat­ten am Don­ner­stag, 6. August, fest­gestellt. Die Stadt hat Anzeige erstat­tet, die Polizei ist eingeschal­tet.

Der materielle Schaden ist erhe­blich. Nach Angaben der Stadt hat jede der entwen­de­ten Plat­ten einen Wert von rund 3.000 Euro. Ins­ge­samt geht die Ver­wal­tung damit zunächst von einem Schaden in Höhe von etwa 70.000 Euro aus. Es ist nicht der erste Vor­fall an der Anlage inner­halb kurz­er Zeit. Bere­its etwa einein­halb Wochen zuvor waren drei Mess­ing­plat­ten ver­schwun­den. Diese wur­den allerd­ings schon einen Tag später in einem Gebüsch in der näheren Umge­bung gefun­den.

Mit dem erneuten Dieb­stahl ist nun eine deut­lich größere Zahl von Grab­plat­ten betrof­fen. Die Plat­ten gehören zu ein­er Kriegs­gräber­stätte und damit zu einem beson­ders geschützten Erin­nerung­sort für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft.

Hoher Schaden auf Altem Friedhof in Schwerin

Neben dem finanziellen Ver­lust wiegt deshalb auch der Ein­griff in die Gedenkstätte schw­er. Kriegs­gräber­stät­ten dienen dauer­haft dem Gedenken an Kriegstote und haben über ihre Funk­tion als Grab­stät­ten hin­aus his­torische Bedeu­tung.

Warum die Mess­ing­plat­ten entwen­det wur­den und ob ein Zusam­men­hang mit dem vorheri­gen Vor­fall beste­ht, geht aus den bis­lang veröf­fentlicht­en Angaben der Stadt nicht her­vor. Auch zum genauen Tatzeitraum machte die Ver­wal­tung zunächst keine Angaben. Die Stadt ste­ht nach eige­nen Angaben wegen des Vor­falls mit der Polizei in Kon­takt. Mögliche Zeu­gen, die auf dem Alten Fried­hof verdächtige Beobach­tun­gen gemacht haben oder Angaben zum Verbleib der Grab­plat­ten machen kön­nen, sollen sich direkt an die Polizei wen­den.

Bereits zuvor Platten verschwunden

Beson­dere Aufmerk­samkeit dürfte bei den Ermit­tlun­gen auch dem vorheri­gen Dieb­stahl gel­ten. Damals waren drei Mess­ing­plat­ten ent­fer­nt wor­den, die kurze Zeit später unweit der Anlage wieder auf­taucht­en. Ob bei­de Fälle miteinan­der in Verbindung ste­hen, ist bis­lang offen. Eben­so liegen derzeit keine Angaben dazu vor, ob die 23 jet­zt fehlen­den Plat­ten bere­its wiederge­fun­den wur­den oder ob es Hin­weise auf mögliche Täter gibt.