Do, 21. Mai 2026
Close

Morgen auch in Schwerin: Aktionstag „Mobilitätswende jetzt!

Mit Forderungen nach einem Stopp des Baus von Straßen und Autobahnen sowie einer deutlichen Reduzierung der zugelassenen Fahrzeuge dürften sich die Teilnehmenden Initiativen und Verbände am Aktionstag "Mobilitätswende Jetzt!" nicht

Avatar-Foto
  • Veröffentlicht Juni 17, 2022
Disku­tiert wird u.a. die Forderung nach ein­er deut­lichen Reduzierung der zuge­lasse­nen Fahrzeuge. | Foto: Roman Polyanyk

Am kom­menden Woch­enende find­en bun­desweit die Aktion­stage „Mobil­itätswende jet­zt!” statt. Auch in Schw­erin wollen sich ver­schei­dene Ini­tia­tiv­en am morgi­gen Sam­stag (18. Juni 22) daran beteili­gen.

 

Am Samstag Möglichkeit zu Gesprächen in der Innenstadt Schwerins

Dabei ste­hen der Radentscheid Schw­erin, die BUND-Gruppe, die Bürg­erini­tia­tive Freifahrt.Jetzt.Schwerin und die Kli­maschutzini­tia­tive „Stoppt die Nor­dumge­hung“ von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr allen inter­essierten Schw­er­iner­in­nen und Schw­er­inern zu Gesprächen rund um das The­ma Mobil­ität und Mobil­itätswende zur Ver­fü­gung. Am Marien­platz und an der Ecke Schloßstraße/Mecklenburgstraße beste­ht dann die Möglichkeit, gemein­sam darüber zu disku­tieren, wie die Verkehr­swende gelin­gen kann. Die einzel­nen Ini­tia­tiv­en wollen dabei aufzeigen, dass alle Bestandteile der Verkehr­swende zusam­men gedacht wer­den müssen. Sei es die Stärkung des Öffentlichen Nahverkehrs, sei es der Bau neuer und sicher­er Rad­wege, sei es die  Frage nicht mehr zeit­gemäßer und dem Kli­maschutz ent­ge­gen­ste­hen­der Neubaut­en von Straßen.

 

Klares Statement gegen neue Autobahnen und Straßen

So wür­den nicht zulet­zt die Fol­gen des immer bru­taleren Angrif­fkrieges Rus­s­lands auf die Ukraine gezeigt, dass ein Abschied von fos­silen Energi­eträgern drin­gend erforder­lich sei. Und dies jet­zt. Darüber hin­aus sei es an der Zeit, den Gesamt-Energie­ver­brauch zu senken. „Trotz des Bun­des-Kli­maschutzge­set­zes sinken die Emis­sio­nen ger­ade im Verkehrssek­tor seit nun­mehr 30 Jahren nicht. Auch die neue Bun­desregierung set­zt auf mehr Verkehr, auf mehr Straßen und schw­erere Karossen. Selb­st in der aktuellen Sit­u­a­tion schließt sie konkrete, schnell umset­zbare Maß­nah­men wie ein generelles Tem­polim­it oder aut­ofreie Son­ntage aus. Aber­mals wird klar: Mobilitätswende geht nur von unten”, schreibt Jana Wolff, Sprecherin der Bürg­erini­tia­tive Freifahrt.Jetzt.Schwerin in eienr Erk­lärung. Ob gegen neue Auto­bah­nen und Straßen, lebenswerte Orte für Men­schen statt für Autos, bessere Rad­wege oder bar­ri­ere­freien ÖPNV: Überall im Land wür­den sich Men­schen für die unter­schiedlich­sten Aspek­te der Mobilitätwende engagieren.

Gemein­sam fordern die in Schw­erin am Aktion­stag teil­nehmenden Ver­bände und Ini­tia­tiv­en:

  • Kein weit­er­er Neu- und Aus­bau von Auto­bah­nen und Bun­desstraßen: Der Bun­desverkehr­swege­plan muss auf den kli­ma­tis­chen Prüfstand.
  • Aus­re­ichend Geld vom Bund für besseren ÖPNV: Bus und Bahn müssen zukunftsfähig aus­ge­baut und für alle bezahlbar wer­den. Wir brauchen einen Deutsch­land­tarif für den Nahverkehr.
  • Mobil ohne Auto: Wir brauchen Städte und Dörfer mit guten Rad­we­gen, die dazu ein­laden, sich kli­mafre­undlich, leise und emis­sions­frei in der Stadt zu bewe­gen.

 

Anzahl der Fahrzeuge müsse deutlich sinken

Ein rein­er Antrieb­swech­sel im Verkehrs­bere­ich greife zu kurz. Erforder­lich sei eine Reduzierung der hohen Autozahlen. Gemein­sam möcht­en die Teil­nehmenden daher am Sam­stag für eine soziale und klim­agerechte Mobilitätswende wer­ben. Dabei dürften sie sicher­lich auf manch Zus­tim­mung aber zweifel­los auch auf kri­tis­che Stim­men tre­f­fen. Denn die Radikalität der Forderun­gen dürfte nicht allein Auswirkun­gen auf den Lebens­stan­dard der Men­schen haben. Auch sind deut­liche Auswirkun­gen auf die Wirtschaft unweiger­lich damit ver­bun­den.