Morgen auch in Schwerin: Aktionstag „Mobilitätswende jetzt!

Mit Forderungen nach einem Stopp des Baus von Straßen und Autobahnen sowie einer deutlichen Reduzierung der zugelassenen Fahrzeuge dürften sich die Teilnehmenden Initiativen und Verbände am Aktionstag "Mobilitätswende Jetzt!" nicht nur Freudne machen. Am Samstag informieren sie in der Innenstadt, weshalb sie diese Position vertreten und welche weiteren Schritte sie für unabdingbar halten.

Diskutiert wird u.a. die Forderung nach einer deutlichen Reduzierung der zugelassenen Fahrzeuge. | Foto: Roman Polyanyk

Am kommenden Wochenende finden bundesweit die Aktionstage „Mobilitätswende jetzt!“ statt. Auch in Schwerin wollen sich verscheidene Initiativen am morgigen Samstag (18. Juni 22) daran beteiligen.

 

Am Samstag Möglichkeit zu Gesprächen in der Innenstadt Schwerins

Dabei stehen der Radentscheid Schwerin, die BUND-Gruppe, die Bürgerinitiative Freifahrt.Jetzt.Schwerin und die Klimaschutzinitiative „Stoppt die Nordumgehung“ von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr allen interessierten Schwerinerinnen und Schwerinern zu Gesprächen rund um das Thema Mobilität und Mobilitätswende zur Verfügung. Am Marienplatz und an der Ecke Schloßstraße/Mecklenburgstraße besteht dann die Möglichkeit, gemeinsam darüber zu diskutieren, wie die Verkehrswende gelingen kann. Die einzelnen Initiativen wollen dabei aufzeigen, dass alle Bestandteile der Verkehrswende zusammen gedacht werden müssen. Sei es die Stärkung des Öffentlichen Nahverkehrs, sei es der Bau neuer und sicherer Radwege, sei es die  Frage nicht mehr zeitgemäßer und dem Klimaschutz entgegenstehender Neubauten von Straßen.

 

Klares Statement gegen neue Autobahnen und Straßen

So würden nicht zuletzt die Folgen des immer brutaleren Angriffkrieges Russlands auf die Ukraine gezeigt, dass ein Abschied von fossilen Energieträgern dringend erforderlich sei. Und dies jetzt. Darüber hinaus sei es an der Zeit, den Gesamt-Energieverbrauch zu senken. „Trotz des Bundes-Klimaschutzgesetzes sinken die Emissionen gerade im Verkehrssektor seit nunmehr 30 Jahren nicht. Auch die neue Bundesregierung setzt auf mehr Verkehr, auf mehr Straßen und schwerere Karossen. Selbst in der aktuellen Situation schließt sie konkrete, schnell umsetzbare Maßnahmen wie ein generelles Tempolimit oder autofreie Sonntage aus. Abermals wird klar: Mobilitätswende geht nur von unten“, schreibt Jana Wolff, Sprecherin der Bürgerinitiative Freifahrt.Jetzt.Schwerin in eienr Erklärung. Ob gegen neue Autobahnen und Straßen, lebenswerte Orte für Menschen statt für Autos, bessere Radwege oder barrierefreien ÖPNV: Überall im Land würden sich Menschen für die unterschiedlichsten Aspekte der Mobilitätwende engagieren.

Gemeinsam fordern die in Schwerin am Aktionstag teilnehmenden Verbände und Initiativen:

  • Kein weiterer Neu- und Ausbau von Autobahnen und Bundesstraßen: Der Bundesverkehrswegeplan muss auf den klimatischen Prüfstand.
  • Ausreichend Geld vom Bund für besseren ÖPNV: Bus und Bahn müssen zukunftsfähig ausgebaut und für alle bezahlbar werden. Wir brauchen einen Deutschlandtarif für den Nahverkehr.
  • Mobil ohne Auto: Wir brauchen Städte und Dörfer mit guten Radwegen, die dazu einladen, sich klimafreundlich, leise und emissionsfrei in der Stadt zu bewegen.

 

Anzahl der Fahrzeuge müsse deutlich sinken

Ein reiner Antriebswechsel im Verkehrsbereich greife zu kurz. Erforderlich sei eine Reduzierung der hohen Autozahlen. Gemeinsam möchten die Teilnehmenden daher am Samstag für eine soziale und klimagerechte Mobilitätswende werben. Dabei dürften sie sicherlich auf manch Zustimmung aber zweifellos auch auf kritische Stimmen treffen. Denn die Radikalität der Forderungen dürfte nicht allein Auswirkungen auf den Lebensstandard der Menschen haben. Auch sind deutliche Auswirkungen auf die Wirtschaft unweigerlich damit verbunden.

 

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