Am und auf dem Windrad mehr über Windenergie erfahren

Windenergie soll zukünftig im bundesweiten Energiemix eine noch bedeutendere Rolle spielen. Allerdings ist sie gerade dort, wo die gewaltigen Anlagen entstehen könnten, nicht unumstritten. Der Landesverband Erneuerbare Energien Mecklenburg-Vorpommern möchte durch Aufklärung daran etwas ändern. Am Freitag und Samstag kann man auf ein Windrad klettern und dort mehr über diese Energieform erfahren.

Windenergie als Teil im erneuerbaren Energiemix. | Foto: Markus Diestelrath

Die Thematik des Ausbaus der regenerativen Energien hat in den vergangenen Wochen und Monaten wieder neu an Aktualität gewonnen. Deutlicher denn je müssen vor allem auch die Deutschen erkennen, wie abhängig sie im Energiebereich von einem unberechenbaren Staat wie Russland sind. Nun mag und sollte man nicht überstürzt handeln: es gilt, jetzt die Energieversorgung der Zukunft auf sichere Füße zu stellen. Ein Teil wird dabei aber zweifellos auch die weitere Errichtung von Windrädern sein.

 

Termine am Windrad am Freitag und Samstag

Gerade aber auch diese Art der Energiegewinnung stößt immer wieder auf Widerstände. Dabei geht es allerdings weniger um die Frage, ob und in welchem Umfang durch Wind erzeugte Energie nachhaltig gesichert einen fest planbaren Teil der Stromversorgung gewährleisten kann. Vielmehr sind es Fragend er Aufstellorte. Denn gibt es einerseits Verständnis und sogar Zustimmung zum Ausbau der Windenergie, so möchte andererseits niemand diese riesigen „Propeller“ vor der eigenen Haustür haben. Die Argumente sind dabei nicht selten einerseits durch oftmals individuelle Befindlichkeiten aber auch durch nicht umfängliches Wissen gekennzeichnet. Diesem möchte der Landesverband Erneuerbare Energien Mecklenburg-Vorpommern e.V. (LEE MV) Information und Selbst-Erleben entgegensetzen und lädt daher am kommenden Freitag und Samstag  (29. / 30. April) dazu ein, die Erneuerbaren Energien in Mecklenburg-Vorpommern live zu erleben.

 

„Menschen für Energiewende begeistern“

Dazu geht es, wie anders ist es bei Windenergie zu erwarten, in luftige Höhen. Im Turm einer Windkraftanlage in der Nähe von Güstrow wartet eine 80-m-Leiter darauf, von den Besucherinnen und Besuchern erklommen zu werden. Oben angekommen soll sich dann das Deck der Gondel öffnen – und mit ihr der Blick über die Felder und Dörfer Mecklenburgs bis nach Rostock. „Wir wollen die Menschen in unserem Land für die Energiewende begeistern. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien hier vor Ort sichert nicht nur Arbeitsplätze und ermöglicht regionale Wertschöpfung, vor allem ist die Energiewende die entscheidende Möglichkeit, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu beenden und damit unsere Lebensgrundlagen zu schützen“, so Antje Habeck, Projektmitarbeiterin im LEE MV. Sie ist fest davon überzeugt, dass das Heizen wie auch die motorisierte Fortbewegung mittels Wind- und Sonnenenergie keine Zukunftsmusik sein dürften, da die Zeit davonrenne. „Die Klimakrise wartet nicht.“

 

„Klimatechnisch jetzt das Ruder herumreißen“

Das aktuelle Stocken verschiedener Ökostromprojekte sieht Habeck vor allem auch in unsinnigen rechtlichen Hürden aber eben auch „unbegründeten Vorbehalten und Bedenken“ von Anwohnern begründet. „Dabei ist jedes errichtete Windrad ein Symbol des Friedens, unsere Chance das Ruder klimatechnisch noch rumzureißen“, ist Antje Habeck sicher, die dazu einlädt, zur Windrad-Besichtigung am Freitag und Samstag zu kommen. Geplant ist, vor Ort über die Funktionsweise dieser Anlagen ebenso zu informieren, wie darüber, welchen Beitrag die Windenergie wie auch andere regenerative Energiearten derzeit leisten und zukünftig leisten können. Dabei soll sich zeigen, weshalb gerade jetzt Erneuerbare Energie eine zentrale Rolle spielen müsse.

 

Anmeldung per Mail

Die Termine sind am Freitag (29. April) 10:00 Uhr und 13:00 Uhr sowie am Samstag (30. April) um 11:00 Uhr und 14:00 Uhr geplant. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung per Mail erforderlich: anmeldung@lee-mv.de

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