Anerkennung für viele helfende Hände

Viele Ehrenamtler hatten das DRK bei der Bereitstellung von Unterkünfte bei der Ankunft der ukrainischen geflüchteten Menschen unterstützt. Nun bedankte sich der Verband mit einer Dankesveranstaltung.

Gruppenfoto mit einem Teil der Helfer, die im Frühjahr ehrenamtlich bei der Einrichtung der Flüchtlingsunterkünfte und der Betreuung der ukrainischen Menschen mitangepackt haben |  Foto: maxpress/Steffen Holz

„Der Einsatz der Bereitschaft vom 28. Februar bis zum 1. April war der bisher längste und aufwendigste des DRK-Kreisverbandes Schwerin“, betonte Ehrenamtskoordinatorin Karin Hoffmann und dankte damit allen, die in dieser Zeit die Notunterkunft in der Brahmsstraße mit 500 Betten und später die Unterkunft in der Werkstraße für 180 Personen betrieben haben.

„Dafür gilt jedem Mitglied der Bereitschaft ein riesiges Dankeschön und absolute Anerkennung für diese gewaltige Leistung.“ Bei einem Ausflug mit der Weissen Flotte, die das Schiff unter dem Motto „Wirtschaft stärkt und dankt dem Ehrenamt“ kostenlos bereitstellte, bedankte sich der DRK Kreisverband Schwerin auch persönlich bei den vielen helfenden Händen, die das Hilfsprojekt für die geflüchteten Familien und Kinder in Schwerin in kürzester Zeit organisiert und umgesetzt haben.

Etliche Unterstützer meldeten sich über Team-MV und über die sozialen Medien

Um diese Mammutaufgabe zu bewältigen, benötigte der Verein schnell zahlreiche Helfer. Aufrufe über die DRK-Netzwerke, die Initiative „Team-MV“ und über die sozialen Medien sorgten für eine unerwartet große Resonanz. Etliche Unterstützer meldeten sich, um den Geflüchteten schnell und umfassend zu helfen. Eine von ihnen war die 63-jährige Marlene Peitz. Die Russisch-Lehrerin im Ruhestand, die in der ehemaligen Sowjetunion studiert hatte, meldete sich beim Team-MV, um bei der Ankunft und Betreuung der Menschen aus der Ukraine zu helfen. Aufgrund ihrer Fremdsprachenkenntnisse als Übersetzerin begleitete Marlene Peitz die Ukrainer zu Ämtern, bei Arztbesuchen und gab zweimal in der Woche Deutschunterricht für drei bis vier Gruppen von jeweils 20 Personen.

„Es war für mich eine Herzensangelegenheit zu helfen und hat mich persönlich berührt, wie dankbar die Menschen dafür waren. Außerdem sind viele neue Kontakte entstanden“, sagt die Lehrerin. „Ich konnte die schlimmen Nachrichten aus der Ukraine nicht mehr ertragen und wollte irgendwie helfen“, erzählt die 40-jährige Nicole Klitz auf der Helferveranstaltung. Da sie zu der Zeit des Einsatzes arbeitssuchend war, konnte sie den Aufbau und den Betrieb der Flüchtlingsunterkunft in der Brahmsstraße tatkräftig unterstützen. „Es gab so viel zu tun, dass ich oft kaum Gelegenheit hatte, auf die Uhr zu schauen“, erzählt sie heute lachend und ist froh, nach ihrem ehrenamtlichen Engagement einen festen Job beim DRK in der Flüchtlingsbetreuung bekommen zu haben.

Lob für das Zusammenwirken verschiedener Gruppen

Tom Neugebauer, Präsident des DRK-Kreisverbandes, lobte zudem das Zusammenwirken der unterschiedlichen Gruppen, die unter anderem aus der Bereitschaft, der Wasserwacht, dem THW, der Sozialarbeit oder von den Freiwilligen Feuerwehren kamen und gemeinsam geholfen haben. „Es hat mich überrascht und beeindruckt, wie die Teilnehmer aus verschiedenen Organisationen ohne Kompetenzgerangel miteinander agiert haben. Es hat einfach funktioniert. Respekt dafür!“ Außerdem bedankte sich der Präsident bei den Unterstützern  der Helferveranstaltung wie Christian Hans-Ulrich Getz von der Weissen Flotte für die kostenlose Bereitstellung des Fahrgastschiffes und Alexander Plaumann vom Versicherer im Raum der Kirchen für die finanzielle Unterstützung des Events.

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