Arbeitgeber aufgepasst: Was kann man tun, wenn der Verdacht auf Betrug durch Mitarbeiter besteht?

Bestimmt wird sich in sehr vielen Unternehmen gefragt werden, ob es auch hier Betrug durch Mitarbeiter gibt. Leider ist dazu die unschöne Antwort, dass es in ca. 50 Prozent der deutschen Unternehmen Betrug durch Mitarbeiter geben soll. Das bedeutet, dass jedes zweite Unternehmen davon betroffen ist.

Zu den häufigsten Betrugsfällen in Betrieben gehören der Lohnfortzahlungsbetrug (wenn Mitarbeiter nur vortäuschen krank zu sein), der Arbeitszeitbetrug (wenn z.B. Mitarbeiter im Außendienst ihre Wochen-Arbeitsstunden reduzieren, aber offiziell Soll- und/oder Mehrstunden abrechnen) sowie natürlich der Diebstahl (wenn z.B. Mitarbeiter Materialien oder Waren aus dem Lager einfach mitnehmen oder diese mit Hilfe von Speditionen verschieben).

Was kann man machen, wenn man als Unternehmer den Verdacht hat, dass ein oder mehrere Mitarbeiter betrügen?

Wichtig ist, dass man sofort etwas unternimmt, damit man den Schaden begrenzt. Im Falle eines Betrugs sollte man beherzt und nicht blauäugig vorgehen und sich dabei unbedingt an Recht und Gesetz halten. Denn wenn man mit illegalen Methoden herausfinden möchte, ob etwas an dem Verdacht dran ist, sind solche entstandenen Beweise vor Gericht nicht verwertbar. Der schnelle Erfolg, dass man selbst die Bestätigung für den Betrug bekommen hat, nutzt einem dann gar nichts und man steht vor seiner Belegschaft womöglich noch als „Schnüffler“ da. Eine Professionelle Hilfe kann z.B. die Detektei Hamburg sein. Gute Detekteien wissen ganz genau, wie man richtig vorgehen und worauf man achten muss. Das kann ebenfalls sinnvoll sein, wenn es um die Beschattung von verdächtigen Mitarbeiter geht. Wenn dies Arbeitgeber selbst versuchen passiert es häufig, dass sie dabei auffallen und die betreffenden Mitarbeiter misstrauisch werden.

Eine weitere Hilfestellung kann auch ein externer Datenschutzbeauftragter geben, welcher einem den korrekten Umgang mit den Daten im Betrieb erläutert und dabei unterstützt, dass die richtigen Regeln und Methoden in einem Betrieb entwickelt werden.

Konkrete Beispiele für Mitarbeiterbetrug:

 

Unterschlagung und Diebstahl

Es muss sich nicht immer um Geld handeln. Zum Beispiel kann es auch darum gehen, dass ein Mitarbeiter im Gesundheitswesen Medikamente klaut. Aber es kann sich auch um immaterielle Vermögensgegenstände, wie beispielsweise Kundendaten oder andere vertrauliche Informationen, handeln. Eine Unterschlagung von Geldern kann zum Beispiel durch falsche Auszahlungen an fiktive Lieferanten erfolgen. Wenn man die Geschäftsausstattung für private Zwecke nutzt (Privatgespräche per Telefon oder schnell etwas Privates ausdrucken), fällt das ebenfalls unter diese Kategorie des Betrugs, wenn es nicht vorher mit der Geschäftsführung abgesprochen wurde.

 

Was fällt unter Korruption?

Bestechung oder Bestechlichkeit von Mitarbeitern fällt unter Korruption. Wenn zum Beispiel ein Lieferant einem Mitarbeiter im Einkauf Geld dafür anbietet, dass er stellvertretend für die Firma weiterhin Waren nur von ihm bezieht.

 

Was fällt unter Täuschung?

Wie schon erwähnt, ist die Vortäuschung einer Krankheit eine Art von Betrug. Häufig ist ein Grund warum Mitarbeiter so etwas tun der, dass sie der Meinung sind, so viel gearbeitet zu haben und sich deswegen den freien Tag/die freien Tage verdient hätten.

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