Sa, 11. Juli 2026
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Schwerin wächst:
Nachwuchs bei den Asiatischen Löwen im Zoo

Im Zoo Schwerin wurde ein seltenes Asiatisches Löwenjungtier geboren – Mutter „Rubi“ ist mit 16 Jahren eine der ältesten Löwinnen, die je erfolgreich Nachwuchs aufgezogen hat.

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  • Veröffentlicht Juli 29, 2025
Jungti­er und Mut­ter Rubi. Foto: Zoo Schw­erin

 

Im Zoo Schw­erin ist ein seltenes Ereig­nis gelun­gen: Eine der ältesten bekan­nten Asi­atis­chen Löwin­nen, die 16-jährige „Rubi“, hat am 19. Juli ein gesun­des Jungti­er zur Welt gebracht. Für Rubi ist es der erste Nach­wuchs. Die Geburt ver­lief kom­p­lika­tion­s­los, Mut­ter und Jungti­er sind wohlauf.

„Wir freuen uns sehr über diesen sel­te­nen Zuchter­folg“, sagte Zood­i­rek­tor Dr. Tim Schiko­ra. „Ger­ade bei älteren Tieren ist eine erfol­gre­iche Aufzucht keine Selb­stver­ständlichkeit.“ Der Zoo habe bewusst auf hor­monelle Ein­griffe verzichtet, um der Löwin eine möglichst natür­liche Erfahrung zu ermöglichen. Das Jungti­er ist das fün­fte gesunde Löwen­ba­by im Zoo seit dem ver­gan­genen Jahr.

Abgeschirmte Ruhe für Mutter und Jungtier

Bis­lang ste­ht noch nicht fest, ob es sich um ein Män­nchen oder Weibchen han­delt. Rubi und ihr Nach­wuchs befind­en sich derzeit abgeschirmt vom restlichen Rudel im soge­nan­nten Win­ter­garten des Roten Liste Zen­trums. Vater „Sha­pur“ und die übri­gen vier Rudelmit­glieder sind auf andere Bere­iche der 4.000 Quadrat­meter großen Anlage verteilt. Auch das Zoop­er­son­al hält sich aus Rück­sicht auf die Ruhe der Mut­ter möglichst fern.

Das Rote Liste Zen­trum bleibt vor­erst für Besuch­er geschlossen. Die übri­gen Löwen sind weit­er­hin auf der Auße­nan­lage zu sehen, wo auch wie gewohnt kom­men­tierte Füt­terun­gen stat­tfind­en – allerd­ings ver­legt in den Bere­ich beim Flamin­go­haus.

Langsame Gewöhnung an das Rudel geplant

In den kom­menden Wochen sollen Rubi und ihr Jungti­er langsam an das Rudel herange­führt wer­den. Erste visuelle Kon­tak­te durch Glass­cheiben beste­hen bere­its. Ein erster tierärztlich­er Check ist nach etwa acht Wochen geplant.

Asi­atis­che Löwen gel­ten laut Welt­naturschutzu­nion (IUCN) als stark gefährdet. In freier Wild­bahn existieren nur noch etwa 350 bis 400 Tiere in ein­er einzi­gen Pop­u­la­tion im indis­chen Gir-Nation­al­park. Der Zoo Schw­erin beteiligt sich mit sein­er Löwen­hal­tung am Europäis­chen Erhal­tungszucht­pro­gramm (EEP), das weltweit etwa 130 Tiere umfasst. Ziel ist der Auf­bau genetisch sta­bil­er Pop­u­la­tio­nen außer­halb des natür­lichen Leben­sraums.