Schwerin macht Weg frei:
Autobahnzubringer verbindet Göhrener Tannen mit A 14
Schwerin startet nächste Phase des Großprojekts.

Grafik: LHS
Die Landeshauptstadt Schwerin hat den nächsten Schritt für eines ihrer wichtigsten Infrastrukturprojekte beschlossen: den Neubau eines Autobahnzubringers zwischen dem Industriepark Schwerin und der A 14. Mit der Einleitung des Planfeststellungsverfahrens sollen die rechtlichen und fachlichen Voraussetzungen geschaffen werden, um den Wirtschaftsstandort nachhaltig zu stärken. „Die neue Verbindung schafft eine leistungsfähige Infrastruktur, die Schwerin wirtschaftlich und verkehrlich voranbringt“, sagte Verkehrsdezernent Bernd Nottebaum. Prognosen zeigen, dass die bestehende Straßenführung den künftigen Verkehr aus dem Industriepark nicht mehr bewältigen kann. Der neue Zubringer soll den Schwerlast- und Pendlerverkehr künftig direkt auf die Autobahn leiten. Dadurch sinken Lärm- und Schadstoffbelastungen in den Wohngebieten entlang der Ludwigsluster und Crivitzer Chaussee spürbar, während sich zugleich die Verkehrssicherheit erhöht.
Umweltverträglichkeit und Förderung im Fokus
Besonderes Augenmerk lag in der Planung auf Natur- und Umweltschutz. Die bevorzugte Trasse verläuft parallel zur Bahnlinie und nutzt bereits versiegelte Flächen. „Damit haben wir die umweltverträglichste Lösung gefunden“, betont Oberbürgermeister Rico Badenschier. Eine umfassende Umweltverträglichkeitsstudie sichert den Ausgleich aller Eingriffe – unter anderem durch Aufforstungen mit klimaangepassten Laubmischwäldern.
Bau könnte 2028 beginnen
Die geschätzten Baukosten von rund 30 Millionen Euro werden zu 90 Prozent von Bund und Land getragen. Der Eigenanteil der Stadt beträgt rund 3,4 Millionen Euro. „Das ist eine hervorragende Förderkulisse, die wir sichern wollen“, so Badenschier. Wenn alles nach Plan läuft, könnte der Bau 2028 beginnen. Auch die Schweriner Wirtschaft begrüßt die Entscheidung: „Ein direkter Autobahnanschluss wäre für unser Unternehmen ein großer Vorteil – er entlastet die Stadtstraßen und verbessert die Logistik enorm“, sagt Sabine von Köppen vom Kabeltrommelhersteller Hildebrandt. Ähnlich positiv äußert sich Raimo Sump, Standortleiter von TecMed: „Unsere Mitarbeitenden profitieren von kürzeren Fahrtzeiten, und die Produktion wird effizienter.“



