Fr, 5. Dezember 2025
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Schwerin macht Weg frei:
Autobahnzubringer verbindet Göhrener Tannen mit A 14

Schwerin startet nächste Phase des Großprojekts.

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  • Veröffentlicht November 13, 2025
Die Grafik (rote Linie) zeigt der Verlauf der Autobahnanbindung von der A14 zum Gewerbegebiet Göhrener Tannen, Grafik: LHS
Die Grafik (rote Lin­ie) zeigt der Ver­lauf der Auto­bah­nan­bindung von der A14 zum Gewer­bege­bi­et Göhren­er Tan­nen.
Grafik: LHS

Die Lan­deshaupt­stadt Schw­erin hat den näch­sten Schritt für eines ihrer wichtig­sten Infra­struk­tur­pro­jek­te beschlossen: den Neubau eines Auto­bahnzubringers zwis­chen dem Indus­triepark Schw­erin und der A 14. Mit der Ein­leitung des Plan­fest­stel­lungsver­fahrens sollen die rechtlichen und fach­lichen Voraus­set­zun­gen geschaf­fen wer­den, um den Wirtschafts­stan­dort nach­haltig zu stärken. „Die neue Verbindung schafft eine leis­tungs­fähige Infra­struk­tur, die Schw­erin wirtschaftlich und verkehrlich voran­bringt“, sagte Verkehrs­dez­er­nent Bernd Not­te­baum. Prog­nosen zeigen, dass die beste­hende Straßen­führung den kün­fti­gen Verkehr aus dem Indus­triepark nicht mehr bewälti­gen kann. Der neue Zubringer soll den Schw­er­last- und Pendlerverkehr kün­ftig direkt auf die Auto­bahn leit­en. Dadurch sinken Lärm- und Schad­stoff­be­las­tun­gen in den Wohnge­bi­eten ent­lang der Lud­wigslus­ter und Criv­itzer Chaussee spür­bar, während sich zugle­ich die Verkehrssicher­heit erhöht.

Umweltverträglichkeit und Förderung im Fokus

Beson­deres Augen­merk lag in der Pla­nung auf Natur- und Umweltschutz. Die bevorzugte Trasse ver­läuft par­al­lel zur Bahn­lin­ie und nutzt bere­its ver­siegelte Flächen. „Damit haben wir die umweltverträglich­ste Lösung gefun­den“, betont Ober­bürg­er­meis­ter Rico Baden­schi­er. Eine umfassende Umweltverträglichkeitsstudie sichert den Aus­gle­ich aller Ein­griffe – unter anderem durch Auf­forstun­gen mit kli­maangepassten Laub­mis­chwäldern.

Bau könnte 2028 beginnen

Die geschätzten Baukosten von rund 30 Mil­lio­nen Euro wer­den zu 90 Prozent von Bund und Land getra­gen. Der Eigenan­teil der Stadt beträgt rund 3,4 Mil­lio­nen Euro. „Das ist eine her­vor­ra­gende Förderkulisse, die wir sich­ern wollen“, so Baden­schi­er. Wenn alles nach Plan läuft, kön­nte der Bau 2028 begin­nen. Auch die Schw­er­iner Wirtschaft begrüßt die Entschei­dung: „Ein direk­ter Auto­bah­nan­schluss wäre für unser Unternehmen ein großer Vorteil – er ent­lastet die Stadt­straßen und verbessert die Logis­tik enorm“, sagt Sabine von Köp­pen vom Kabel­trom­mel­her­steller Hilde­brandt. Ähn­lich pos­i­tiv äußert sich Raimo Sump, Stan­dortleit­er von TecMed: „Unsere Mitar­bei­t­en­den prof­i­tieren von kürz­eren Fahrtzeit­en, und die Pro­duk­tion wird effizien­ter.“