Autofahrer legt Bahnstrecke Schwerin-Gadebusch lahm

Ein offenbar alkoholisierter Autofahrer legte heute die Bahnstrecke zwischen Schwerin und Gadebusch lahm.

 

In den  frühen Morgenstunden gegen 06:00 Uhr wurde die Bundespolizeiinspektion Rostock durch die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn darüber informiert, dass die auf der Strecke Schwerin nach Gadebusch verkehrende Regionalbahn OE 68964 im Stadtpark Gadebusch einen außerplanmäßigen Halt einlegen musste. Grund hierfür war ein Auto, das auf den Gleisen stand und sich offensichtlich festgefahren hatte. Außergewöhnlich war, dass es sich bei dem Bahnübergang nur um einen Übergang für Fußgänger handelte.

Der Fahrer war zum Zeitpunkt des Vorfalls noch vor Ort und wurde vom Triebfahrzeugführer angesprochen. Hierbei bemerkte er beim Pkw-Fahrer, dass dieser deutlich nach Alkohol roch. Nachdem der Triebfahrzeugführer ankündigte die Polizei zu verständigen, flüchtete der Fahrer in Richtung Stadtgebiet und konnte bisher nicht aufgefunden werden. Durch den Triebfahrzeugführer konnte eine detaillierte Personenbeschreibung abgeben werden.

Nach ersten Erkenntnissen soll es sich bei dem Täter um einen 20-jährigen deutschen Staatsangehörigen handeln. Das Fahrzeug musste mit einem Traktor aus den Gleisen gezogen werden.

In der Zeit von 06:07 bis 08:45 Uhr wurde die Strecke gesperrt, wodurch es zu vier Teilausfällen und bei zwei Zügen zu Verspätungen von insgesamt 70 Minuten kam. Zwei im Zug befindliche Fahrgäste wurden durch den Triebfahrzeugführer fußläufig zum nahegelegenen Bahnhof gebracht.

Durch die Bundespolizei wurden die Ermittlungen aufgenommen.

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