Sa, 17. Januar 2026
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Führungswechsel bei LIGA der Wohlfahrtsverbände:
„Es brennt an allen Ecken“ – Axel Mielke übernimmt Vorsitz in schwieriger Zeit

In der Regionalen LIGA der Wohlfahrtsverbände Schwerin hat ein Führungswechsel stattgefunden. Axel Mielke übernahm den Vorsitz in einer Zeit knapper Kassen und wachsender sozialer Herausforderungen.

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  • Veröffentlicht Januar 2, 2026
Der Vorsitzende der Regionalen LIGA 2026, AWO-Geschäftsführer Axel Mielke, hat den Staffelstab der LIGA für dasJahr von Stephan Hüppler, Geschäftsführer der Vielfalter gGmbH, übernommen Foto: maxpress
Der Vor­sitzende der Regionalen LIGA 2026, AWO-Geschäftsführer Axel Mielke, hat den Staffel­stab der LIGA für das Jahr von Stephan Hüppler, Geschäftsführer der Vielfal­ter gGmbH, übernommen. Foto: max­press

 

In der Regionalen LIGA der Wohlfahrtsver­bände Schw­erin ste­ht ein Führungswech­sel bevor: Ab Jan­u­ar 2026 übern­immt Axel Mielke, Geschäfts­führer der AWO-Soziale Dien­ste gGmbH West­meck­len­burg, tur­nus­mäßig den Vor­sitz der Arbeits­ge­mein­schaft. Er fol­gt auf Stephan Hüp­pler, Geschäfts­führer der Vielfal­ter gGmbH. Der Wech­sel erfol­gt in ein­er Zeit großer Her­aus­forderun­gen für die soziale Arbeit. Anges­pan­nte Haushalt­sla­gen bei Stadt, Land und Bund tre­f­fen auf steigende Bedarfe in nahezu allen Bere­ichen der Daseinsvor­sorge. Wohlfahrtsver­bände und freie Träger übernehmen dabei für die Lan­deshaupt­stadt zen­trale Auf­gaben – von der Kinder­be­treu­ung über freie Schulen und Jugen­dar­beit bis hin zu Pflege, Ein­rich­tun­gen für Men­schen mit Behin­derung und vielfälti­gen Beratungsange­boten.

Gemeinsame Stimme für soziale Belange

Neben der prak­tis­chen Arbeit ver­ste­hen sich die Wohlfahrtsver­bände auch als sozialan­waltliche Inter­essen­vertre­tung für benachteiligte Men­schen – sowohl auf kom­mu­naler als auch auf lan­despoli­tis­ch­er Ebene. Um diese Rolle zu stärken, haben sich in Schw­erin das DRK, die Car­i­tas, die AWO, die Diakonie und der Par­itätis­che zur Regionalen LIGA zusam­mengeschlossen. Ziel ist es, Kom­pe­ten­zen zu bün­deln, ein­heitliche Stan­dards zu entwick­eln und qual­i­ta­tiv hochw­er­tige Ange­bote für Men­schen mit Unter­stützungs­be­darf zu sich­ern.

Vertrauen als Grundlage der Zusammenarbeit

Axel Mielke beschreibt die kom­menden Jahre als Bal­anceakt. Trotz leer­er Kassen sei das erk­lärte Ziel, das soziale Gefüge in der Stadt zu erhal­ten. „Es bren­nt an allen Eck­en“, sagt er mit Blick auf Kitas, Jugen­dar­beit und Pflege. Umso wichtiger sei eine Zusam­me­nar­beit auf Augen­höhe mit der Lan­deshaupt­stadt. Die Wohlfahrtsver­bände woll­ten als ver­lässlich­er Part­ner wahrgenom­men wer­den – ver­gle­ich­bar mit kom­mu­nalen Unternehmen. Grund­lage dafür seien gegen­seit­iges Ver­trauen und ein kon­tinuier­lich­er Aus­tausch, auch unter schwieri­gen Rah­menbe­din­gun­gen. Dazu zäh­le aus­drück­lich der Dia­log mit dem neuen Schw­er­iner Ober­bürg­er­meis­ter. Zugle­ich macht Mielke auf die wirtschaftlichen Belas­tun­gen aufmerk­sam: Die Betrieb­skosten seien in den ver­gan­genen Jahren um rund 20 Prozent gestiegen, unter anderem durch Tar­i­fab­schlüsse, auf die die Träger keinen Ein­fluss hät­ten. Trotz allem wolle man möglichst viele bedarf­s­gerechte Leis­tun­gen erhal­ten und gehe zugle­ich selb­stkri­tisch mit dem eige­nen Ange­bot um. Leis­tun­gen ohne tat­säch­lichen Bedarf wür­den kon­se­quent zurück­ge­fahren.