Nach monatelanger Sperrung:
Bahnstrecke Hamburg–Schwerin wieder frei
Nach monatelanger Sperrung nimmt die Bahnstrecke zwischen Hamburg und Schwerin wieder den Betrieb auf. Pendler profitieren von der schrittweisen Rückkehr des Zugverkehrs.

Nach mehr als neun Monaten Bauzeit soll der Zugverkehr auf der wichtigen Bahnstrecke zwischen Hamburg und Schwerin ab Freitag wieder regulär aufgenommen werden. Wie die Deutsche Bahn mitteilte, startet der erste Personenzug auf der sanierten Strecke in den frühen Morgenstunden. Dabei handelt es sich um einen Regionalexpress der Linie RE1, der um 3.54 Uhr in Schwerin abfährt und in Richtung Hamburg unterwegs ist.
Mit der Wiederinbetriebnahme endet für zahlreiche Pendlerinnen und Pendler eine lange Phase mit Einschränkungen, Ersatzverkehr und verlängerten Reisezeiten. Während der umfangreichen Bauarbeiten mussten Reisende auf Busse ausweichen oder deutlich längere Fahrzeiten in Kauf nehmen.
Mehrmonatige Generalsanierung abgeschlossen
Die Strecke war seit Anfang August 2025 vollständig gesperrt worden. Ursprünglich hatte die Deutsche Bahn geplant, die Generalsanierung innerhalb von neun Monaten abzuschließen und den Betrieb Ende April 2026 wieder aufzunehmen. Aufgrund eines strengen Winters mit Frost und Schneefällen verzögerten sich die Arbeiten jedoch. Im März kündigte die Bahn deshalb eine Verlängerung der Sperrung um weitere sechs Wochen an.
Neben den Regionalzügen sollen nach Angaben der Bahn künftig auch wieder mehrere Fernverkehrszüge auf der Strecke verkehren. Vorgesehen sind jeweils drei ICE- beziehungsweise IC-Verbindungen pro Richtung. Die vollständige Wiederaufnahme des Zugverkehrs auf der gesamten Verbindung zwischen Berlin und Hamburg ist für den 14. Juni geplant.
Die insgesamt rund 280 Kilometer lange Bahnstrecke zwischen Berlin und Hamburg zählt zu den wichtigsten Verkehrsachsen Deutschlands. Täglich nutzen etwa 30.000 Fahrgäste den Fernverkehr auf der Verbindung. Insgesamt fahren dort normalerweise rund 470 Züge pro Tag. Die Verbindung nach Schwerin zweigt in Hagenow Land von der Hauptstrecke ab.
Deutsche Bahn warnt vor Gefahren an den Gleisen
Während der Bauarbeiten mussten Fernzüge zwischen Hamburg und Berlin über Uelzen in Niedersachsen umgeleitet werden. Dadurch verlängerte sich die Fahrzeit um etwa 45 Minuten. Im Regionalverkehr kamen zwischen Hamburg, Schwerin und mehreren Zwischenbahnhöfen Ersatzbusse zum Einsatz.
Nach Angaben der Deutschen Bahn laufen derzeit bereits erste Probefahrten auf Teilen der Strecke. Zudem sei die Oberleitung zwischen Hagenow und Berlin teilweise wieder eingeschaltet worden. Mit der schrittweisen Rückkehr des regulären Zugverkehrs appelliert die Bahn zugleich an die Bevölkerung, Gleisanlagen nicht zu betreten und Absperrungen sowie Bahnübergänge weiterhin zu beachten.




