Geduld ist gefragt:
Schwerin hat schon viele Baustellen – ab Montag kommen weitere dazu
Neue Baustellen in Schwerin treffen ab Montag auf laufende Sperrungen. Gleichzeitig wird die A14 bis Ende Oktober auf einen Fahrstreifen je Richtung verengt.

In Kürze:
- Auf der A14 steht zwischen dem Kreuz Schwerin und Schwerin-Ost ab Montag an der Baustelle nur ein Fahrstreifen je Richtung zur Verfügung bis zum 27. Oktober.
- Gleichzeitig beginnen in Schwerin neue Vollsperrungen, während unter anderem an der Pampower und Rogahner Straße weitergebaut wird.
- Mehrere Buslinien müssen Umleitungen fahren; zusätzliche Belastungen sind auch auf Umleitungsstrecken wie dem Obotritenring möglich.
Ab Montag müssen sich Autofahrer und Pendler in und um Schwerin auf zusätzliche Verkehrsbehinderungen einstellen. Mehrere neue Baustellen in Schwerin beginnen gleichzeitig, während andere größere Straßenarbeiten noch laufen. Hinzu kommen Einschränkungen auf der A14 südlich der Stadt.
Besonders lange wird die Kreuzung Eisenbahnstraße/Brunnenstraße gesperrt. Wegen der Verlegung einer Fernwärmeleitung im Auftrag der Stadtwerke ist dort nach Angaben der Stadt vom 31. August bis voraussichtlich 14. Oktober kein Durchkommen. Der Autoverkehr wird über den Obotritenring umgeleitet. Auch die Rudolf-Breitscheid-Straße wird auf Höhe der Hausnummer 26 wegen Fernwärmearbeiten bis voraussichtlich 30. September voll gesperrt.
Damit treffen die neuen Sperrungen auf eine ohnehin angespannte Baustellensituation. Unter anderem wird noch an der Pampower Straße gearbeitet, die Zufahrt zum Gewerbegebiet Görries ist von der Rogahner Straße aus eingeschränkt und auch an mehreren weiteren Stellen im Stadtgebiet laufen längerfristige Arbeiten.
Für den Berufsverkehr könnte vor allem das Zusammentreffen der einzelnen Maßnahmen relevant werden. Eine belastbare Prognose, wie stark sich die zusätzlichen Umleitungen am Montagmorgen auf einzelne Straßen auswirken werden, liegt öffentlich allerdings nicht vor. Besonders im Blick steht der Obotritenring: Über ihn soll der Verkehr wegen der Sperrung Eisenbahnstraße/Brunnenstraße umgeleitet werden.
A14 wird zum Nadelöhr
Auch außerhalb des Stadtgebiets kommt eine größere Baustelle hinzu. Auf der A14 beginnen im Bereich der Störwasserstraße bei Plate Arbeiten im Zusammenhang mit einer Behelfsbrücke. Verkehrsinformationen weisen ab dem 31. August für beide Fahrtrichtungen längere Baustellenbereiche mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 60 Kilometern pro Stunde aus.
Die Arbeiten sind Teil eines größeren Brückenprojekts. Nach Unterlagen der Autobahn GmbH soll zunächst eine Behelfsbrücke über die Störwasserstraße entstehen. Für diese Maßnahme waren in der Jahresübersicht der Autobahn GmbH Baukosten von rund sieben Millionen Euro angegeben. Das Projekt ist zugleich Vorbereitung für den späteren Ersatzneubau der bestehenden Brücke.
Für Pendler aus dem südlichen Schweriner Umland bedeutet das, dass nicht nur innerhalb der Stadt mit Behinderungen gerechnet werden muss. Auch die wichtige Verbindung zwischen dem Raum Plate und Schwerin wird durch die Baustelle beeinträchtigt.
Baustellen in Schwerin treffen zusammen
Innerhalb Schwerins kommt am Montag eine weitere Baustelle im Schleifmühlenweg hinzu. Zwischen Parkweg und Schleifmühlenweg 34 wird die Fahrbahn zunächst halbseitig gesperrt. Vom 2. bis 4. September folgt dort für Asphaltarbeiten eine Vollsperrung. Die Arbeiten sollen nach derzeitiger Planung bis zum 8. September abgeschlossen sein.
Parallel läuft die Sanierung der Pampower Straße weiter. Seit dem 17. August wird dort die Fahrbahn zwischen Benno-Voelkner-Straße und Schweriner Straße in Fahrtrichtung stadtauswärts erneuert. Die Abfahrten in die Wohngebiete Krebsförden und Wüstmark sind dabei gesperrt. Die Arbeiten sollen voraussichtlich bis zum 8. September dauern.
Auch in Görries bleibt die Situation angespannt. Seit dem 24. August wird der Kreuzungsbereich Rogahner Straße an der Abfahrt der B106 in Richtung Gewerbegebiet saniert. Für Autofahrer ist eine Umleitung über Neumühle und Klein Rogahn ausgeschildert. Die Stadt geht derzeit davon aus, dass die Arbeiten bis zum 7. September dauern.
Hinzu kommen länger laufende Baustellen. Die Bornhövedstraße zwischen Hospitalstraße und Barcastraße ist wegen des Fernwärmeausbaus voraussichtlich noch bis zum 16. Oktober voll gesperrt. Der Spieltordamm bleibt zwischen den Hausnummern 5 und 7 wegen des Neubaus einer Fischtreppe sogar bis voraussichtlich Ende 2027 gesperrt.
Auch Buslinien betroffen
Die Sperrungen wirken sich nicht nur auf Autofahrer aus. Wegen der Bauarbeiten an der Eisenbahnstraße ändern sich ab Montag auch die Wege der Buslinien 10 und 11. Der Nahverkehr Schwerin kündigt für beide Linien eine geänderte Linienführung bis voraussichtlich 14. Oktober an.
Auch die Baustelle in Görries hat Folgen für den Busverkehr. Für die Linien 5 und 16 beginnt am Montag ein weiterer Bauabschnitt mit veränderter Linienführung. Bereits die Arbeiten an der Pampower Straße führen dazu, dass die Linien 7, 13 und 16 von ihren üblichen Strecken abweichen.
Damit sind zum Wochenbeginn mehrere wichtige Verkehrsachsen gleichzeitig betroffen: im Süden die Pampower Straße, im Westen der Bereich Rogahner Straße/Görries, innenstadtnah die Eisenbahnstraße sowie weitere Straßen im Stadtgebiet. Dazu kommt die A14 als wichtige Verbindung für Pendler aus dem Umland.
Wo es Montag eng werden könnte
Eine Besonderheit der aktuellen Situation ist weniger eine einzelne Großsperrung als das zeitliche Zusammentreffen vieler Maßnahmen. Gerade Umleitungsstrecken können dadurch zusätzlichen Verkehr aufnehmen müssen.
Das betrifft insbesondere den Obotritenring. Die Stadt weist ihn ausdrücklich als Umleitungsstrecke für die gesperrte Kreuzung Eisenbahnstraße/Brunnenstraße aus. Gleichzeitig ist die Verkehrsführung in anderen Teilen der Stadt durch laufende Bauarbeiten verändert. Wie stark sich dies im Berufsverkehr tatsächlich bemerkbar macht, lässt sich vor Beginn der neuen Sperrungen nicht seriös vorhersagen.
Wer am Montagmorgen durch Schwerin oder über die A14 zur Arbeit fährt, sollte deshalb zusätzliche Fahrzeit einplanen und vor der Abfahrt die aktuelle Verkehrslage prüfen. Einige der Einschränkungen enden bereits Anfang September, andere werden den Verkehr noch bis weit in den Herbst hinein begleiten.





