So, 6. September 2026
Close

Geduld ist gefragt:
Schwerin hat schon viele Baustellen – ab Montag kommen weitere dazu

Neue Baustellen in Schwerin treffen ab Montag auf laufende Sperrungen. Gleichzeitig wird die A14 bis Ende Oktober auf einen Fahrstreifen je Richtung verengt.

Avatar-Foto
  • Veröffentlicht August 29, 2026
Absper­rbak­en gehören derzeit an vie­len Stellen zum Schw­er­iner Straßen­bild. Ab Mon­tag kom­men weit­ere Baustellen und Sper­run­gen hinzu. Foto: Markus Win­kler auf Unsplash

 


In Kürze:

  • Auf der A14 ste­ht zwis­chen dem Kreuz Schw­erin und Schw­erin-Ost ab Mon­tag an der Baustelle nur ein Fahrstreifen je Rich­tung zur Ver­fü­gung bis zum 27. Okto­ber.
  • Gle­ichzeit­ig begin­nen in Schw­erin neue Vollsper­run­gen, während unter anderem an der Pam­pow­er und Rogah­n­er Straße weit­erge­baut wird.
  • Mehrere Buslin­ien müssen Umleitun­gen fahren; zusät­zliche Belas­tun­gen sind auch auf Umleitungsstreck­en wie dem Obotriten­ring möglich.

 

Ab Mon­tag müssen sich Aut­o­fahrer und Pendler in und um Schw­erin auf zusät­zliche Verkehrs­be­hin­derun­gen ein­stellen. Mehrere neue Baustellen in Schw­erin begin­nen gle­ichzeit­ig, während andere größere Straße­nar­beit­en noch laufen. Hinzu kom­men Ein­schränkun­gen auf der A14 südlich der Stadt.

Beson­ders lange wird die Kreuzung Eisenbahnstraße/Brunnenstraße ges­per­rt. Wegen der Ver­legung ein­er Fer­n­wärmeleitung im Auf­trag der Stadtwerke ist dort nach Angaben der Stadt vom 31. August bis voraus­sichtlich 14. Okto­ber kein Durchkom­men. Der Autoverkehr wird über den Obotriten­ring umgeleit­et. Auch die Rudolf-Bre­itscheid-Straße wird auf Höhe der Haus­num­mer 26 wegen Fer­n­wärmear­beit­en bis voraus­sichtlich 30. Sep­tem­ber voll ges­per­rt.

Damit tre­f­fen die neuen Sper­run­gen auf eine ohne­hin anges­pan­nte Baustel­len­si­t­u­a­tion. Unter anderem wird noch an der Pam­pow­er Straße gear­beit­et, die Zufahrt zum Gewer­bege­bi­et Gör­ries ist von der Rogah­n­er Straße aus eingeschränkt und auch an mehreren weit­eren Stellen im Stadt­ge­bi­et laufen länger­fristige Arbeit­en.

Für den Berufsverkehr kön­nte vor allem das Zusam­men­tr­e­f­fen der einzel­nen Maß­nah­men rel­e­vant wer­den. Eine belast­bare Prog­nose, wie stark sich die zusät­zlichen Umleitun­gen am Mon­tag­mor­gen auf einzelne Straßen auswirken wer­den, liegt öffentlich allerd­ings nicht vor. Beson­ders im Blick ste­ht der Obotriten­ring: Über ihn soll der Verkehr wegen der Sper­rung Eisenbahnstraße/Brunnenstraße umgeleit­et wer­den.

A14 wird zum Nadelöhr

Auch außer­halb des Stadt­ge­bi­ets kommt eine größere Baustelle hinzu. Auf der A14 begin­nen im Bere­ich der Stör­wasser­straße bei Plate Arbeit­en im Zusam­men­hang mit ein­er Behelfs­brücke. Verkehrsin­for­ma­tio­nen weisen ab dem 31. August für bei­de Fahrtrich­tun­gen län­gere Baustel­len­bere­iche mit ein­er zuläs­si­gen Höch­st­geschwindigkeit von 60 Kilo­me­tern pro Stunde aus.

Die Arbeit­en sind Teil eines größeren Brück­en­pro­jek­ts. Nach Unter­la­gen der Auto­bahn GmbH soll zunächst eine Behelfs­brücke über die Stör­wasser­straße entste­hen. Für diese Maß­nahme waren in der Jahresüber­sicht der Auto­bahn GmbH Baukosten von rund sieben Mil­lio­nen Euro angegeben. Das Pro­jekt ist zugle­ich Vor­bere­itung für den späteren Ersatzneubau der beste­hen­den Brücke.

Für Pendler aus dem südlichen Schw­er­iner Umland bedeutet das, dass nicht nur inner­halb der Stadt mit Behin­derun­gen gerech­net wer­den muss. Auch die wichtige Verbindung zwis­chen dem Raum Plate und Schw­erin wird durch die Baustelle beein­trächtigt.

Baustellen in Schwerin treffen zusammen

Inner­halb Schw­erins kommt am Mon­tag eine weit­ere Baustelle im Schleifmüh­len­weg hinzu. Zwis­chen Park­weg und Schleifmüh­len­weg 34 wird die Fahrbahn zunächst halb­seit­ig ges­per­rt. Vom 2. bis 4. Sep­tem­ber fol­gt dort für Asphal­tar­beit­en eine Vollsper­rung. Die Arbeit­en sollen nach derzeit­iger Pla­nung bis zum 8. Sep­tem­ber abgeschlossen sein.

Par­al­lel läuft die Sanierung der Pam­pow­er Straße weit­er. Seit dem 17. August wird dort die Fahrbahn zwis­chen Ben­no-Voelkn­er-Straße und Schw­er­iner Straße in Fahrtrich­tung stad­tauswärts erneuert. Die Abfahrten in die Wohnge­bi­ete Kreb­s­för­den und Wüst­mark sind dabei ges­per­rt. Die Arbeit­en sollen voraus­sichtlich bis zum 8. Sep­tem­ber dauern.

Auch in Gör­ries bleibt die Sit­u­a­tion anges­pan­nt. Seit dem 24. August wird der Kreuzungs­bere­ich Rogah­n­er Straße an der Abfahrt der B106 in Rich­tung Gewer­bege­bi­et saniert. Für Aut­o­fahrer ist eine Umleitung über Neumüh­le und Klein Rogahn aus­geschildert. Die Stadt geht derzeit davon aus, dass die Arbeit­en bis zum 7. Sep­tem­ber dauern.

Hinzu kom­men länger laufende Baustellen. Die Born­höved­straße zwis­chen Hos­pi­tal­straße und Bar­cas­traße ist wegen des Fer­n­wärmeaus­baus voraus­sichtlich noch bis zum 16. Okto­ber voll ges­per­rt. Der Spiel­tor­damm bleibt zwis­chen den Haus­num­mern 5 und 7 wegen des Neubaus ein­er Fis­chtreppe sog­ar bis voraus­sichtlich Ende 2027 ges­per­rt.

Auch Buslinien betroffen

Die Sper­run­gen wirken sich nicht nur auf Aut­o­fahrer aus. Wegen der Bauar­beit­en an der Eisen­bahn­straße ändern sich ab Mon­tag auch die Wege der Buslin­ien 10 und 11. Der Nahverkehr Schw­erin kündigt für bei­de Lin­ien eine geän­derte Lin­ien­führung bis voraus­sichtlich 14. Okto­ber an.

 


 

 

 


 

Auch die Baustelle in Gör­ries hat Fol­gen für den Busverkehr. Für die Lin­ien 5 und 16 begin­nt am Mon­tag ein weit­er­er Bauab­schnitt mit verän­dert­er Lin­ien­führung. Bere­its die Arbeit­en an der Pam­pow­er Straße führen dazu, dass die Lin­ien 7, 13 und 16 von ihren üblichen Streck­en abwe­ichen.

Damit sind zum Wochen­be­ginn mehrere wichtige Verkehrsach­sen gle­ichzeit­ig betrof­fen: im Süden die Pam­pow­er Straße, im West­en der Bere­ich Rogah­n­er Straße/Görries, innen­stadt­nah die Eisen­bahn­straße sowie weit­ere Straßen im Stadt­ge­bi­et. Dazu kommt die A14 als wichtige Verbindung für Pendler aus dem Umland.

Wo es Montag eng werden könnte

Eine Beson­der­heit der aktuellen Sit­u­a­tion ist weniger eine einzelne Großsper­rung als das zeitliche Zusam­men­tr­e­f­fen viel­er Maß­nah­men. Ger­ade Umleitungsstreck­en kön­nen dadurch zusät­zlichen Verkehr aufnehmen müssen.

Das bet­rifft ins­beson­dere den Obotriten­ring. Die Stadt weist ihn aus­drück­lich als Umleitungsstrecke für die ges­per­rte Kreuzung Eisenbahnstraße/Brunnenstraße aus. Gle­ichzeit­ig ist die Verkehrs­führung in anderen Teilen der Stadt durch laufende Bauar­beit­en verän­dert. Wie stark sich dies im Berufsverkehr tat­säch­lich bemerk­bar macht, lässt sich vor Beginn der neuen Sper­run­gen nicht ser­iös vorher­sagen.

Wer am Mon­tag­mor­gen durch Schw­erin oder über die A14 zur Arbeit fährt, sollte deshalb zusät­zliche Fahrzeit ein­pla­nen und vor der Abfahrt die aktuelle Verkehrslage prüfen. Einige der Ein­schränkun­gen enden bere­its Anfang Sep­tem­ber, andere wer­den den Verkehr noch bis weit in den Herb­st hinein begleit­en.