MV hebt Besoldung an:
Beamtengehälter steigen deutlich
Beamte in Mecklenburg-Vorpommern erhalten mehr Geld. Die Erhöhungen sollen ab Juni greifen – Minister und Staatssekretäre sind von der Anpassung ausgenommen.

Die Beamtinnen und Beamten in Mecklenburg-Vorpommern können mit steigenden Bezügen rechnen. Die Landesregierung in Schwerin hat einen Gesetzentwurf beschlossen, mit dem der Tarifabschluss für Angestellte auf den Beamtenbereich übertragen werden soll. Das teilte Finanzminister Heiko Geue (SPD) mit.
Geplant ist eine stufenweise Anhebung der Besoldung. Rückwirkend zum 1. April 2026 sollen die Bezüge um 2,8 Prozent steigen, mindestens jedoch um 100 Euro. Anwärterinnen und Anwärter erhalten einen Aufschlag von 60 Euro. Weitere Erhöhungen sind zum 1. März 2027 mit 2 Prozent sowie zum 1. Januar 2028 mit 1 Prozent vorgesehen. Für Anwärter sind dabei zusätzliche monatliche Zuschläge eingeplant.
Nach Angaben der Landesregierung soll das Gesetz noch vor der Landtagswahl im September verabschiedet werden. Eine Auszahlung der erhöhten Bezüge ist bereits ab Juni 2026 vorgesehen. Hierfür soll ein sogenannter Abschlagserlass greifen.
Von der Anpassung ausgenommen sind die Mitglieder der Landesregierung sowie Parlamentarische Staatssekretäre. Damit soll nach Angaben aus dem Finanzministerium ein Signal der Haushaltsdisziplin gesetzt werden.
Die finanziellen Auswirkungen für das Land sind erheblich: Für das laufende Jahr werden Mehrkosten von rund 65 Millionen Euro erwartet. Im Jahr 2027 sollen sich diese auf etwa 135 Millionen Euro erhöhen, 2028 auf rund 175 Millionen Euro.




