Berufliche Schule Lankow: Bewegung in Sanierung?

Die Berufliche Schule in Lankow ist in einem schlechten Zustand. In die Sanierung könnte nun Bewegung kommen.
Die Berufliche Schule in Lankow ist in einem schlechten Zustand. In die Sanierung könnte nun Bewegung kommen.

(sr). Die Berufliche Schule Technik in Lankow hat seit Jahren einen erheblichen Sanierungsbedarf. Bisher fehlte das Geld. Am Montag könnte sich etwas bewegen.

 

Undichte und marode Holzfenster, Dehnungsfugen im Mauerwerk, Risse und Abplatzungen im Treppenhaus – die Berufliche Schule Technik Lankow, hat zweifellos schon bessere Zeiten gesehen. Das weiß auch die Stadtverwaltung, die sich schon 2010 und 2011 bei erfolgter Baubegehung ein Bild über den traurigen Zustand der Schule machen konnte. Geschehen ist bisher noch nichts.

 

Die Schweriner Stadtvertretung sprach sich 2010 zwar grundsätzlich für einen Erhalt des Schulstandorts Lankow aus – wie das Geld für die Sanierung aufgebracht werden soll, dass bleibt nach wie vor ein Geheimnis. Insgesamt 11.7 Millionen EURO würden nach Schätzungen der Stadtverwaltung eine Sanierung des Lankower Gebäudekomplexes kosten. Daher wurden entsprechende Fördermittelanträge ans Land gestellt. Das hat aber bis heute nicht abschließend über die Bewilligung entschieden. Die Sanierungspläne hängen daher in der Luft und die Zeit wird knapp. Baubeginn, so plant es die Stadt bis heute, soll 2016 sein. Um diesen Termin zu halten, müssten im kommenden Jahr entsprechende Vorbereitungen getroffen werden. Diese Zeitplan hingt aber ohne Entscheidung des Landes. Alles in allem also eine unbefriedigende Situation.

 

„Spielgeld“ soll Sanierungsbeginn finanzieren

 

In dieser Woche kam nun aber plötzlich doch Bewegung in das Dauerthema Sanierung der Beruflichen Schule Technik. Die Fraktion der LINKEN in der Stadtvertretung, fordern mit einem entsprechenden Antrag  die Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow (LINKE) auf, mit notwendigen Instandsetzungsmaßnahmen an der Schule zu beginnen. In einem ersten Schritt, sollen die Holzfenster erneuert werden. Die eine Millionen EURO, die dieser Sanierungsschritt nach Schätzungen der LINKEN kosten würde, soll aus Mitteln der zusätzlichen Zuweisungen, die die Kommunen des Landes in Verhandlungen mit dem Land erwirken konnten (Schwerin-Lokal berichtete), finanziert werden.

 

Häme über diesen Finanzierungsvorschlag kam gestern aus den Reihen der CDU. „Noch vor wenigen Wochen hat die Oberbürgermeisterin die Hilfen des Landes als ‚Spielgeld‘ bezeichnet. Jetzt ist es ausgerechnet ihre Fraktion, die sofort Vorschläge zur Verwendung der Mittel macht.“, sagt CDU-Fraktionsvorsitzender Sebastian Ehlers.

 

Er freue sich aber über die Sinneswandel der Oberbürgermeisterin und hoffe, dass diese „zukünftig den Einsatz der Großen Koalition für die Kommunen stärker würdigt“ schiebt Sebastian Ehlers nach. Gleichzeitig müsse die Oberbürgermeisterin die Verhandlungen über die Nutzung des ehemaligen abc-Bau als 2. Standort des beruflichen Bildungszentrums nun zügig abschließen.

 

Stadt braucht Prioritätenliste

 

Auch aus Reihen der SPD kommen zustimmende Signale. Deren Ortsverein Schelfstadt-Werdervorstadt spricht sich für eine klare Prioritätensetzung zur Beschleunigung der Planungs- und Bauaktivitäten bei der Berufsschule Technik in Lankow aus. Allerdings mahnt die SPD an, dass die Stadt angesichts der Haushaltssituation eine klare Prioritätsliste für Infrastruktur- und Bildungsinvestitionen benötige, die durch die Stadtvertretung nach der Neuwahl im Mai zügig beschlossen werden sollte.

 

Sollten sich die Stadtvertreter am kommenden Montag auf den Vorschlag der LINKEN einigen können, wäre ein erster kleiner Schritt in Richtung Sicherung der Bausubstanz in Lankow gemacht. Im Moment sieht es so aus.

Redaktion

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