Beschränkungen im CFD Trading

Noch vor einem Jahr was es gang und gebe, dass Privatanleger beim Handel von CFDs mit Hebeln von 100 und mehr arbeiten konnten. Doch dies wurde von der europäischen Aufsichtsbehörde untersagt, weil nur die wenigsten das Risiko, welches der Einsatz solch großer Hebel birgt, abschätzen konnten.

Und die Zahlen geben der Aufsichtsbehörde recht, denn laut dem Portal cfd-trader.info verloren etwa 74 bis 89% der Privatkonten Geld beim Trading mit CFDs. Die Erfahrungen des letzten Jahres haben gezeigt, dass sich diese Zahlen nun langsam nach unten hin korrigieren, wenngleich das CFD Trading für viele, durch das Verbot übergroßer Hebel, an Attraktivität verloren hat.
Doch was sind eigentlich Hebel, warum bergen diese ein Risiko und warum betreibt man überhaupt Handel mit CFDs? Diesen Fragen wollen wir hier nachgehen:

 

Hebel im Trading

 

Ein Hebel hat die Aufgabe das eigentlich eingesetzte Kapital in seiner Höhe zu vervielfachen, um ein größeres Tradingvolumen (künstlich) zu erschaffen.

Wenn man beispielsweise 1.000€ zur Verfügung hat und beim Kauf von Währungen CFDs einen 30er Hebel einsetzt, dann hat man ein effektives Tradingvolumen von 30.000€ zur Verfügung. Das bedeutet, dass Kursentwicklungen solche Auswirkungen haben, als würde man nicht mit 1.000€ handeln, sondern mit 30.000€. Gewinnt der Kurs beispielsweise 1%, so würde das für den Trader plötzlich ein Plus von 300€ bedeuten, anstatt der 10€, welche beim Handel mit 1.000€ gegeben wären.

Natürlich steigt dadurch nicht nur die Chance auf höheren Gewinn, sondern, sogar noch mehr, das Risiko auf Verluste. So ist es auch nicht unüblich, dass man einen Totalverlust seines Geldes erfährt! Wenn nämlich der Kursverlust das tatsächlich eingebrachte Kapital, welches als Sicherheitsleistung fungiert und als „Margin“ bezeichnet wird, übersteigt, so wird der Trade von System automatisch beendet und man hat sein Geld verloren. Im oben genannten Beispiel würde der Trader bei einem Kursverlust von knapp 3,5% also unweigerlich einen Totalverlust hinnehmen müssen!

Je höher der Hebel, umso schneller kann dies passieren, weswegen die Aufsichtsbehörde auch im letzten Jahr übergroße Hebel für Privatanleger verboten hat. Welche Maximalhebel in welchen Bereichen noch erlaubt sind, kann man auf trademit.net erfahren.

 

Besonderheiten im CFD Trading

 

Aufgrund der Hebel und der damit einhergehenden Möglichkeit auf schnellere und größere Gewinne, ist CFD Trading für viele interessant; es hat aber auch noch andere Besonderheiten aufzuwarten.

So ist es hier z.B. möglich nicht nur auf steigende, sondern auch auf fallende Kurse zu spekulieren. Dazu muss man wissen, dass man bei CFDs nicht wirklich mit Werten an der Börse handelt, sondern lediglich auf deren Kurse spekuliert.

Obwohl dieser Vergleich in der Finanzwelt nicht gerne gehört wird; aber man kann sich das wie eine Wette mit dem Online Broker vorstellen. Egal ob man auf einen steigenden oder fallenden Kurs setzt, der CFD Broker hält dagegen. In der Fachsprache handelt sich natürlich um keine Wette, sondern um eine Form eines „Total Return Swaps“.

Durch den Einsatz der Hebel bietet der Handel mit CFDs auch die Möglichkeit bestimmte Tradingstrategien zu verfolgen, die normalerweise nur mit viel Eigenkapital profitabel genug wären. So ist hier beispielweise Daytrading möglich. Dabei führt man normalerweise sehr schnelle Trades aus, durch welche versucht wird, die gewöhnlichen Schwankungen, denen ein Börsenkurs während des Tages unterliegt, auszunutzen. Dafür macht man sich die sogenannte Chartanalyse zunutze. Mehr zu dieser Art des Tradings kann man hier erfahren: https://www.daytrading-broker.net/

Schutz von Trading-Anfängern

Besonders häufig sind es Anfänger im Trading, die sich von CFDs angezogen fühlen. Sie sehen nur die Chance auf schnelle, hohe Gewinne und lassen das viel größere Risiko dabei völlig außer Acht.
Wer sich dennoch als Neuling im CFD Trading versuchen möchte, der sollte dafür ein CFD Demokonto nutzen. In solch einer Trading Simulation kann man sich mit dem Finanzinstrument ohne Risiko vertraut machen und besser abschätzen, ob und wann man bereit ist auch einmal echtes Geld zu riskieren. Im Optimalfall sollte man das nicht tun, bevor man es geschafft hat im CFD Simulator auf Dauer erfolgreich zu sein. Für viele wird das bedeuten, dass sie möglicherweise nie in den Echtgeldhandel wechseln, dafür ersparen sie sich aber auch eine Menge Geld!
Worauf es bei der Wahl eines CFD Demokontos ankommt, zeigt übrigens die Website www.trading-simulator.net

Redaktion

der digitalen Tageszeitung Schwerin-Lokal.de. Tel: (0385) 480 739 77 | E-Mail: redaktion@schwerinlokal.de

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