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Führerscheinprüfungen:
Betrug bei Prüfungen bleibt Thema

Bei Führerscheinprüfungen in MV bleibt die Zahl der Betrugsfälle niedrig. Bundesweit steigt die Zahl der Täuschungsversuche dagegen weiter an.

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  • Veröffentlicht April 1, 2026
Weniger Betrug bei Führerschein­prü­fun­gen in MV. Foto Sym­bol­bild

 

Die Zahl der Täuschungsver­suche bei the­o­retis­chen Führerschein­prü­fun­gen ist in Meck­len­burg-Vor­pom­mern im ver­gan­genen Jahr leicht gesunken. Nach Angaben des Tüv-Ver­bands wur­den 2025 ins­ge­samt 23 Betrugs­fälle bei 34.895 Prü­fun­gen reg­istri­ert. Das entspricht ein­er Quote von 0,07 Prozent. Im Jahr zuvor waren noch 30 Ver­stöße bei 34.570 Prü­fun­gen fest­gestellt wor­den.

Damit bleibt die Entwick­lung im Nor­dosten sta­bil und liegt ent­ge­gen dem Bun­de­strend. Bun­desweit ist die Zahl der Täuschungsver­suche leicht gestiegen. Laut Tüv wur­den 2025 ins­ge­samt 4.239 Betrugs­fälle bei mehr als zwei Mil­lio­nen The­o­rieprü­fun­gen erfasst – ein leichter Anstieg im Ver­gle­ich zum Vor­jahr.

Nach Ein­schätzung des Tüv-Ver­bands hat sich Prü­fungs­be­trug bun­desweit auf einem hohen Niveau sta­bil­isiert. Gle­ichzeit­ig gehen Experten von ein­er erhe­blichen Dunkelz­if­fer aus, da nur ein Teil der Täuschungsver­suche ent­deckt wird. Dies könne Auswirkun­gen auf die Verkehrssicher­heit haben.

Auf­fäl­lig ist der zunehmende Ein­satz tech­nis­ch­er Hil­f­s­mit­tel. In mehr als jedem drit­ten Fall wur­den Mini-Kam­eras oder kaum sicht­bare Ohrhör­er ver­wen­det. Auch soge­nan­nte Stel­lvertreter, die die Prü­fung anstelle der eigentlichen Bewer­ber able­gen, kom­men zum Ein­satz. Ins­ge­samt sei inzwis­chen mehr als jed­er zweite Betrugsver­such pro­fes­sionell organ­isiert.

Neben tech­nis­chen Meth­o­d­en wird weit­er­hin häu­fig mit klas­sis­chen Spickzetteln gear­beit­et. Diese kamen in rund 44 Prozent der Fälle zum Ein­satz. Beson­ders betrof­fen ist bun­desweit die the­o­retis­che Pkw-Prü­fung.

Im Ver­gle­ich der Bun­deslän­der wur­den die meis­ten Betrugs­fälle in Nor­drhein-West­falen reg­istri­ert, gefol­gt von Berlin und Bay­ern. In Meck­len­burg-Vor­pom­mern bleiben die Fal­lzahlen dage­gen auf einem ver­gle­ich­sweise niedri­gen Niveau.