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Bewirbt sich Schwerin um Zentrum der Deutschen Einheit?

Die Bundesregierung möchte im Rahmen eines Städtewettbewerbs einen Standort für ein neues „Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation" finden. Die Grünen in Schwerin wollen dafür sorgen, dass Schwerin sich

  • Veröffentlicht Mai 13, 2022
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Seit 1990 ist Deutsch­land wiedervere­inigt. | Darstel­lung: pri­vat

Im Schat­ten der aktuellen welt­poli­tis­chen Geschehnisse kam die Bun­desregierung kür­zlich zu ihrer ersten Klausurta­gung auf Schloss Mese­berg zusam­men. Dort ging es um eine Vielzahl aktueller The­men und zukün­ftiger Pro­jek­te. Darunter war auch die Fest­set­zung zen­traler Eck­punk­te für die Real­isierung eines „Zukun­ft­szen­trums für Deutsche Ein­heit und Europäis­che Trans­for­ma­tion”. Dieses soll dem­nach Forschung zu den Umbrüchen nach der Vere­ini­gung betreiben und voran­brin­gen, Ausstel­lun­gen, die auch die Leis­tung der Men­schen in den neuen Bun­deslän­dern würdi­gen erar­beit­en und real­isieren, sowie Raum für Begeg­nun­gen und Ver­anstal­tun­gen sein.

 

 

Über den Stan­dort soll laut Aus­sagen des Ost­beauf­tragten der Bun­desregierung, Carsten Schnei­der, ein Städtewet­tbe­werb entschei­den. Bis­lang sollen sich Jena und Eise­nach sowie Mühlhausen gemein­sam mit dem hes­sis­chen Eschwege, Plauen im Vogt­land, sowie Frankfurt/Oder bewor­ben haben. Aus Meck­len­burg-Vor­pom­mern liegt offen­bar bis­lang keine Bewer­bung vor. Genau das möchte die Schw­er­iner Frak­tion von Bündnis90/Die Grü­nen ändern. Mit einem Dringlichkeit­santrag, der auf­grund der nur kurzen verbleiben­den Bewer­bungszeit unumgänglich ist, möcht­en die Frak­tion­s­mit­glieder auf der kom­menden Sitzung der Stadtvertre­tung für eine Bewer­bung der Stadt Schw­erin wer­ben. Kommt eine entsprechende Mehrheit zusam­men, wäre die Ver­wal­tung gefordert.

„Schw­erin hat als ehe­ma­lige DDR-Bezirksstadt mit der Ver­wirk­lichung der deutschen Ein­heit viele Umbrüche erfahren. Zwar gilt das für die gesamten neuen Bun­deslän­der, doch die Stadt ste­ht wie nur wenige andere für den Auf­bruch mit der friedlichen Rev­o­lu­tion und die Son­nen- und Schat­ten­seit­en bei­der deutsch­er Gesellschaftssys­teme. Eine Stadt, in der dieser Wan­del so beein­druck­end sicht­bar wird, ist aus unser­er Sicht ein würdi­ger Stan­dort für das geplante Zukun­ft­szen­trum”, so Frak­tion­s­mit­glied Arndt Müller.

  • Stephan Haring

    Stephan Har­ing ist freier Mitar­beit­er unser­er dig­i­tal­en Tageszeitung. Er hat ein Bach­e­lor-Studi­um der Kom­mu­nika­tion­swis­senschaften an der Uni­ver­sität Erfurt mit den Neben­fäch­ern Sozial­wis­senschaften & Poli­tik absolviert. Im Nach­hinein arbeit­ete er in lei­t­en­den Funk­tio­nen der Presse- & Öffentlichkeit­sar­beit, im Leitungs­bere­ich eines Unternehmens sowie als Rek­tor ein­er pri­vat geführten Hochschule. Zudem entwick­elte, organ­isierte und real­isierte er mit der durch ihn entwick­el­ten LOOK ein Fash­ion­event in Schw­erin. Heute arbeit­et er freiberu­flich als Tex­ter, Press­esprech­er und Tex­tko­r­rek­tor sowie als Berater in ver­schiede­nen Pro­jek­ten. In einem Schw­er­iner Orts­beirat ist er zudem ehre­namtlich als Vor­sitzen­der kom­mu­nalpoli­tisch aktiv.

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