Bewirbt sich Schwerin um Zentrum der Deutschen Einheit?

Die Bundesregierung möchte im Rahmen eines Städtewettbewerbs einen Standort für ein neues „Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation" finden. Die Grünen in Schwerin wollen dafür sorgen, dass Schwerin sich bewirbt.

Seit 1990 ist Deutschland wiedervereinigt. | Darstellung: privat

Im Schatten der aktuellen weltpolitischen Geschehnisse kam die Bundesregierung kürzlich zu ihrer ersten Klausurtagung auf Schloss Meseberg zusammen. Dort ging es um eine Vielzahl aktueller Themen und zukünftiger Projekte. Darunter war auch die Festsetzung zentraler Eckpunkte für die Realisierung eines „Zukunftszentrums für Deutsche Einheit und Europäische Transformation“. Dieses soll demnach Forschung zu den Umbrüchen nach der Vereinigung betreiben und voranbringen, Ausstellungen, die auch die Leistung der Menschen in den neuen Bundesländern würdigen erarbeiten und realisieren, sowie Raum für Begegnungen und Veranstaltungen sein.

 

 

Über den Standort soll laut Aussagen des Ostbeauftragten der Bundesregierung, Carsten Schneider, ein Städtewettbewerb entscheiden. Bislang sollen sich Jena und Eisenach sowie Mühlhausen gemeinsam mit dem hessischen Eschwege, Plauen im Vogtland, sowie Frankfurt/Oder beworben haben. Aus Mecklenburg-Vorpommern liegt offenbar bislang keine Bewerbung vor. Genau das möchte die Schweriner Fraktion von Bündnis90/Die Grünen ändern. Mit einem Dringlichkeitsantrag, der aufgrund der nur kurzen verbleibenden Bewerbungszeit unumgänglich ist, möchten die Fraktionsmitglieder auf der kommenden Sitzung der Stadtvertretung für eine Bewerbung der Stadt Schwerin werben. Kommt eine entsprechende Mehrheit zusammen, wäre die Verwaltung gefordert.

„Schwerin hat als ehemalige DDR-Bezirksstadt mit der Verwirklichung der deutschen Einheit viele Umbrüche erfahren. Zwar gilt das für die gesamten neuen Bundesländer, doch die Stadt steht wie nur wenige andere für den Aufbruch mit der friedlichen Revolution und die Sonnen- und Schattenseiten beider deutscher Gesellschaftssysteme. Eine Stadt, in der dieser Wandel so beeindruckend sichtbar wird, ist aus unserer Sicht ein würdiger Standort für das geplante Zukunftszentrum“, so Fraktionsmitglied Arndt Müller.

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