Bilanz der Schlossfestspiele fällt positiv aus

Erstmalig fanden die diesjährigen Schlossfestspiele in Schwerin mit einem abgeänderten Konzept statt. Dieses scheint aufgegangen zu sein.

Die Europapremiere von „The Police Deranged for Orchestra“ mit dem Weltklasse-Drummer Stewart Copeland und der Mecklenburgischen Staatskapelle Schwerin war ein öhepunkt der diesjährigen Schlossfestspiele | Foto: Silke Wnkler

 

Es war am vergangenen Samstag der Höhepunkt der diesjährigen Schlossfesspiele: Die Europapremiere von „The Police Deranged for Orchestra“ mit dem Weltklasse-Drummer Stewart Copeland und der Mecklenburgischen Staatskapelle Schwerin auf der Schwimmenden Wiese.

Neues Konzept wirtschaftlicher

Die Schlossfestspiele in Schwerin sind damit in diesem Jahr Geschichte. Für die dreieinhalb Wochen, die das Festival gedauert hat, waren mehr als 50 Vorstellungen auf vier verschiedenen Bühnen geplant. Corona bedingt sind sechs Vorstellungen entfallen, eine Open Air Aufführung musste aufgrund von Gewitter abgesagt werden. Insgesamt kamen 17.500 Besucherinnen und Besucher zu den Schlossfestspielen Schwerin 2022. Dies entspricht dem Besuch des Vorjahres.

 

Christian Schwandt (links) und Hans-Georg-Wagner (rechts) sind sowohl mit den Schlossestpielen als auch mit der Spielzeit zufrieden | Foto Silke Winkler

 

In diesem Sommer hat sich das Mecklenburgische Staatstheater uns an ein neues Konzept für die Schlossfestspiele Schwerin gewagt. Statt einer großen Musiktheaterinszenierung auf dem Alten Garten und einer Schauspielproduktion im Schlossinnenhof, wurde auf Vielfalt gesetzt und ein Programm mit allen sechs Sparten an unterschiedlichen Spielorten umgesetzt. Hat sich dieses Konzept am Ende bewährt?

„Das neue Konzept hat sich bewährt und ist viel wirtschaftlicher als die Bespielung das Alten Gartens. Wir werden auch im kommenden Sommer wieder eine breite Palette an Konzerten und Aufführungen anbieten.“, sagt Christian Schwandt, Kaufmännischer Geschäftsführer des Mecklenburgischen Staatstheaters. Vor allem die Bühne auf der Schwimmenden Wiese habe sich als neuer Spielort sehr gut etabliert. An die Besucherzahlen vor Corana konnte allerdings auch das neue Konzept nicht anknüpfen. So besuchten 2019 noch 30.200 Zuschauer die Schlossfestspiele.

Spielzeit war von Corona geprägt

Die Spielzeit 2021/2022 war auch diesmal wieder stark durch die Auswirkungen von Corona geprägt. Extrem reduzierte Platzkapazitäten, Masken- und Testpflicht, die 3G-Regel, eine zweimonatige Theaterschließung und krankheitsbedingte Vorstellungsausfälle sind nur ein Teil der Widrigkeiten, mit denen das Mecklenburgische Staatstheater und auch viele andere Kultureinrichtungen in der vergangenen Spielzeit zu kämpfen hatten.

Trotz dieser Einschränkungen ist Generalintendant Hans-Georg Wegner mit der Spielzeit zufrieden. Die größten Schwierigkeiten sind nun beim Rückblick schnell vergessen. „Es ist den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gelungen, um das Mecklenburgische Staatstheater eine Aura der Offenheit und der Neugierde zu zaubern.“, so Wegner.  Man habe die Menschen in Schwerin mit vielen spannenden Geschichten und Ereignissen erreicht – und das strahlt dann auch über die Region hinaus.  Mit 63.000 Besucherinnen und Besucher könne man durchaus zufrieden sein.

Für die kommende Spielzeit wurden aber auch wichtige Weichen gestellt. So steht die Eröffnung der Elde-Mühle in Parchim als pielort bevor. Mit der M*Halle wird es ab Oktober auf dem Großen Dreesch eine neue Spielstätte an den Start gehen. Diese wird über mehrere Jahre als Ersatz für das E-Werk am Pfaffenteich in der Innenstadt dienen. Das E-Werk wird in der Zwischenzeit saniert.

Hinterlasse einen Kommentar

Your email address will not be published.