Bühnenbildnerin Sarah-Katharina Karl für den deutschen Theaterpreis DER FAUST nominiert

Die Bühnenbildnerin Sarah-Katharina Karl ist in der Kategorie Raum für ihr Bühnenbild der Operninszenierung „Le Grand Macabre“ am Mecklenburgischen Staatstheater für den renommierten Theaterpreis DER FAUST nominiert worden.

Sarah-Katharina Karl wurde für den deutschen Theaterpreis DER FAUST nominiert | Foto: (c) Silke Winkler

Das teilte der Deutsche Bühnenverein in einer Presseinformation am vergangenen Donnerstag  mit. Der deutsche Theaterpreis DER FAUST wird seit 2006 vom Deutschen Bühnenverein in Kooperation mit den Bundesländern, der Kulturstiftung der Länder und der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste vergeben.

Erste Arbeit der Nominierten in Schwerin

„Le Grand Macabre“ war die erste Arbeit der Bühnenbildnerin Sarah-Katharina Karl in Schwerin. Die Inszenierung von Operndirektor Martin G. Berger hat die vergangene Spielzeit am Mecklenburgischen Staatstheater eröffnet und war zugleich der Beginn der neuen Theaterleitung mit Hans-Georg Wegner als Generalintendant. Das Mecklenburgische Staatstheater ist mit der Künstlerin Sarah-Katharina Karl zum ersten Mal überhaupt, seit DER FAUST Preis 2006 ins Leben gerufen wurde, nominiert. Am 26. November findet der Deutsche Theaterpreis DER FAUST 2022 im Düsseldorfer Schauspielhaus statt.

Theater für das Publikum und mit dem Publikum

„Wenn man bedenkt, dass alle deutschsprachigen Theater um diesen Preis konkurrieren, dann wird deutlich, was für ein großer Erfolg diese Nominierung ist. Darauf sind wir als Haus wirklich sehr stolz. Theater für das Publikum und mit dem Publikum – das schafft Sarah-Katharina Karls Bühne, sie hebt die Grenzen zwischen Kunst und Leben auf“, sagt Generalintendant Hans-Georg Wegner.

„Die Arbeit an ‚Le Grand Macabre‘ war für mich ganz besonders. Im Bühnenbild kommen Zuschauende und Darstellende zusammen, wir erschließen hier gemeinsam neue Räume, sowohl im Theater selbst, aber auch als Gesellschaft, die sich hier unmittelbar begegnet. Das wäre nicht möglich gewesen ohne die wunderbaren Werkstätten und den Mitarbeitenden der technischen Abteilungen des Mecklenburgischen Staatstheaters, denen diese Nominierung genauso gilt“, freut sich Sarah-Katharina Karl.

Drei Mal „Bühnenbildnerin des Jahres“

Sarah-Katharina Karl arbeitet als Bühnen- und Kostümbildnerin. Nach einem Architekturstudium an der Leibniz Universität Hannover und der TU Delft (Niederlande) war sie von 2010 bis 2013 als Bühnenbildassistentin an der Staatsoper Hannover tätig. Im Anschluss arbeitete sie als Ausstatterin an Häusern wie dem Theater Basel, der Staatsoper Hannover, dem Staatstheater Darmstadt, dem Deutschen Nationaltheater Weimar, der Deutschen Oper Berlin, der Volksoper Wien und vielen anderen. Für Rossinis „Der Barbier von Sevilla“ an der Oper Dortmund wurde sie in der Opernwelt drei Mal als „Bühnenbildnerin des Jahres“ genannt. Mit der Produktion „Aus Tradition anders“ am Staatstheater Darmstadt wurde sie mit dem Deutschen Musical Theater Preis für das beste Bühnenbild ausgezeichnet. Für die Inszenierung von „Ariadne auf Naxos“ am Deutschen Nationaltheater Weimar, zu der sie das Bühnenbild beisteuerte, gewann der Regisseur Martin G. Berger den deutschen Theaterpreis DER FAUST.

Am Mecklenburgischen Staatstheater entwarf Sarah-Katharina Karl in der Spielzeit 2021/2022 die Bühnenbilder für die Musiktheater-Produktionen „Le Grand Macabre“, „Die Zauberflöte“ und „Anyone can Whistle“, ebenso für den zweiteiligen Ballettabend „Nacht ohne Morgen“. Ihre neueste Arbeit ist das Bühnenbild zu „Tannhäuser oder der Sängerkrieg auf Wartburg“ mit der das Musiktheater des Mecklenburgischen Staatstheaters am 16. September 2022 seine Spielzeit eröffnet.

 

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