Bundeskanzlerin Merkel mobilisiert in Schwerin ihre Anhänger

Schwerin, 20.09.2017 (red/sr). Gestern kam Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu einem Wahlkampfauftritt nach Schwerin. Kurz vor der Wahl wollte die CDU-Spitzenkandidatin noch einmal ihre Anhänger mobilisieren. Von Stefan Rochow

 

Bundeskanzlerin stellte gestern noch einmal ihr Wahlprogramm vor. Foto: Schwerin-Lokal

 

 

Bis zur Bundestagswahl sind es nur noch wenige Tage. Gestern besuchte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Schwerin, um im Sportpark Belasso das Programm ihrer Partei zu präsentieren. Gut 1000 Leute waren gekommen, um aus dem Munde der Bundeskanzlerin zu erfahren,  wie sie sich die kommenden vier Jahre vorstellt.

 

Pöbeleien vor der Halle

 

Immer wieder musste die Bundeskanzlerin im Wahlkampf erleben, dass sie von Protesten empfangen wurde. Die Protestler schreckten in manchen Städten nicht einmal vor körperlichen Angriffen gegen die CDU-Parteivorsitzende zurück. Gestern im Belasso dann aber überwiegend eigene Anhänger im Saal. Die NPD, die sich vor der Tür aufgebaut hat und gegen den Wahlkampfauftritt der Bundeskanzlerin demonstrierte, geht an diesem Tag unter. Ein Umstand, den die Partei in den letzten Jahren immer wieder erleben musste. Umso wütender die Protagonisten gestern vor der Halle im Belasso. Pöbeleien und wüste Beschimpfungen der Besucher der Veranstaltung, scheint die Antwort einer Partei auf die Zukunftsfragen zu sein. Alles in allem zu wenig, um eine Wahlalternative zu sein.

 

Thema „Innere Sicherheit“ nimmt großen Raum ein

 

Schwerpunkt der CDU, das strich Merkel gestern raus, ist die innere Sicherheit und die Arbeit der Polizei. Ausdrücklich dankte sie den Beamtinnen und Beamten für ihre Arbeit. Merkel möchte mehr Polizisten einstellen und einheitliche Richtlinien bei den Polizeibehörden bundesweit in den kommenden Jahren durchsetzen. Polizisten dürften nicht länger frustriert werden, wenn sie Verbrecher fangen, die wenig später wieder laufen gelassen werden. Hier müssten die rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden, um das zukünftig zu verhindern.

Merkel sagt, dass genau deshalb die Koalition die Gesetze in der noch laufenden Legislaturperiode verschärft habe. So liege beispielsweise die Mindeststrafe für Wohnungseinbrüche bei einem Jahr Haft. Dies bedeute, dass die Einstellung von Verfahren viel schwieriger sei, sagte Merkel gestern im Belassso. Auch dürften die Sicherheitsbehörden auf den Telefonverkehr der oftmals ausländischen Banden zugreifen. Damit werde nicht nur das letzte Glied in einer Bande geschnappt, sondern auch die Köpfe, betonte die Kanzlerin.

 

Keine Steuererhöhung und Hass in Deutschland keinen Raum geben

 

Die Bundeskanzlerin verspricht weiter, dass es mit ihrer CDU keine Steuererhöhungen geben wird und dass das Kindergeld erhöht werden soll. Sie wendet sich gestern klar gegen den Islamismus. Dem Hass dürfe in Deutschland kein Raum gegeben werden. Sie erinnerte an Religions- und Meinungsfreiheit und Gleichberechtigung. Merkel betonte, dass die Entscheidung vor zwei Jahren, Flüchtlinge über Österreich nach Deutschland einreisen zu lassen, sei ein Akt der Humanität gewesen. Damit sich eine solche Situation nicht wiederhole und Tausende Flüchtlinge ihr Leben bei der Flucht riskieren müsste, müsste den Menschen in den jeweiligen Ländern geholfen werden. „Eine Situation wie 2015 wird es nie wieder geben!“, verspricht die Bundeskanzlerin.

„Wählen Sie deshalb am kommenden Sonntag mit beiden Stimmen die CDU. Die Erststimme für den Direktkandidaten Dietrich Monstadt und die Zweitstimme für die mich“, schließt die Bundeskanzlerin.  Alles in allem diente der gestrige Wahlkampfauftritt gestern Abend vor allem der Mobilisierung der eigenen Anhänger. Neue Wähler dürfte die gestrige Veranstaltung gestern nicht gebracht haben.

 

Impressionen vom gestrigen Wahlkampfauftritt der Bundeskanzlerin Angela Merkel:

 

 

 

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