Keine Fördermittel freigegeben -
Bundeswahl stoppte Fischtreppe
Der Zusammenbruch der Ampelregierung führte zu einem Baustopp an der Fischtreppe vom Pfaffenteich zum Ziegelinnensee.

Vor etwa einem Jahr wurden die Bäume an dem kurzen Bachlauf zwischen Pfaffenteich und Ziegelinnensee gefällt. Eine vorbereitende Maßnahme für den Bau einer Fischtreppe. Aber der wurde nie begonnen. Der Grund: Fehlende Fördermittel aus Berlin. Erst im November vergangenen Jahres gab es den nötigen Förderbescheid vom Land Mecklenburg-Vorpommern. Mehr als 4 Millionen Euro wurden für den Bau vor einem Jahr geplant. Wie viel es jetzt kostet, kann der zuständige Wasser- und Bodenverband aus wettbewerbsrechtlichen Gründen nicht sagen.
Bau ist Pflicht für Schwerin
Um EU-Ziele zu erreichen, muss in Schwerin und im Umland eine rund 26 kilometerlange Schwimmstrecke für Fische geschaffen werden. Das scheitert zur Zeit an der Verbindung vom Pfaffenteich zum Ziegelinnensee. An dem eingebauten Wehr kommen Fische nicht vorbei. Laut der Stadtverwaltung sollen mit dem Bau der Fischtreppe zum Beispiel Meerforellen oder Flussneunaugen ungehindert vom Schweriner See bis in die Nähe von Bobitz im Landkreis Nordwestmecklenburg schwimmen können. Möglich sein sollte das ab 2027. Dieser Zeitplan ist nun schon länger hinfällig.
Regierungsstreit führte zu Fördermittel Stopp
Wegen des Regierungswechsels in Berlin wurden alle Fördermittel für Umweltmaßnahmen im vergangenen Jahr eingefroren. Erst nachdem ein Haushalt beschlossen wurde, konnten die wieder freigegeben werden, erklärte der Wasser- und Bodenverband. Die Fischtreppe wird vom Land und vom Bund gefördert. Spätestens bis April soll nun die Ausschreibung des Projekts erfolgen. Im besten Fall sollen im Mai dann die Bauarbeiten beginnen. Zwei Jahre später, irgendwann Mitte 2028, sollen die Fische dann von Schwerin bis in die Nähe von Wismar schwimmen können.



