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Keine Fördermittel freigegeben -
Bundeswahl stoppte Fischtreppe

Der Zusammenbruch der Ampelregierung führte zu einem Baustopp an der Fischtreppe vom Pfaffenteich zum Ziegelinnensee.

  • Veröffentlicht Februar 9, 2026
Ein Teil der Fischtreppe soll, passend zum historischen Eichhaus am Wasserwerk, aus Backstein gebaut werden.
Ein Teil der Fis­chtreppe soll, passend zum his­torischen Eich­haus am Wasser­w­erk, aus Back­stein gebaut wer­den. Foto: Chris Loose

Vor etwa einem Jahr wur­den die Bäume an dem kurzen Bach­lauf zwis­chen Pfaf­fen­te­ich und Ziegelin­nensee gefällt. Eine vor­bere­i­t­ende Maß­nahme für den Bau ein­er Fis­chtreppe. Aber der wurde nie begonnen. Der Grund: Fehlende För­der­mit­tel aus Berlin. Erst im Novem­ber ver­gan­genen Jahres gab es den nöti­gen Förderbescheid vom Land Meck­len­burg-Vor­pom­mern. Mehr als 4 Mil­lio­nen Euro wur­den für den Bau vor einem Jahr geplant. Wie viel es jet­zt kostet, kann der zuständi­ge Wass­er- und Boden­ver­band aus wet­tbe­werb­srechtlichen Grün­den nicht sagen.

Bau ist Pflicht für Schwerin

Um EU-Ziele zu erre­ichen, muss in Schw­erin und im Umland eine rund 26 kilo­me­ter­lange Schwimm­strecke für Fis­che geschaf­fen wer­den. Das scheit­ert zur Zeit an der Verbindung vom Pfaf­fen­te­ich zum Ziegelin­nensee. An dem einge­baut­en Wehr kom­men Fis­che nicht vor­bei. Laut der Stadtver­wal­tung sollen mit dem Bau der Fis­chtreppe zum Beispiel Meer­forellen oder Flussne­u­nau­gen unge­hin­dert vom Schw­er­iner See bis in die Nähe von Bob­itz im Land­kreis Nord­west­meck­len­burg schwim­men kön­nen. Möglich sein sollte das ab 2027. Dieser Zeit­plan ist nun schon länger hin­fäl­lig.

Regierungsstreit führte zu Fördermittel Stopp

Wegen des Regierungswech­sels in Berlin wur­den alle För­der­mit­tel für Umwelt­maß­nah­men im ver­gan­genen Jahr einge­froren. Erst nach­dem ein Haushalt beschlossen wurde, kon­nten die wieder freigegeben wer­den, erk­lärte der Wass­er- und Boden­ver­band. Die Fis­chtreppe wird vom Land und vom Bund gefördert. Spätestens bis April soll nun die Auss­chrei­bung des Pro­jek­ts erfol­gen. Im besten Fall sollen im Mai dann die Bauar­beit­en begin­nen. Zwei Jahre später, irgend­wann Mitte 2028, sollen die Fis­che dann von Schw­erin bis in die Nähe von Wis­mar schwim­men kön­nen.