CDU-Fraktion diskutierte über das künftige Wohnen in Schwerin

„Wie wollen wir in Schwerin künftig wohnen?“ – diese Frage stellte sich gestern Abend die CDU-Stadtfraktion. Zusammen mit gut 50 interessierten Bürgerinnen und Bürgern diskutierte die Fraktion über die Anforderungen an ein Wohnen der Zukunft in der Landeshauptstadt.

Das Podium des Bürgerforums „Wie wollen wir künftig in Schwerin leben“

 

Mit den Geschäftsführern der WGS und der SWG, Thomas Köchig und Guido Müller, Schwerins Baudezernenten Bernd Nottebaum, Dr. Jürgen Fischer vom Mieterbund, der Geschäftsführerin des BFW – Verband der mittelständischen Immobilienwirtschaft Nord, Dr. Verena Herfort, und dem Geschäftsführer des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen M-V, Steffen Laser, standen kompetente Gesprächspartner zur Verfügung.

Klar wurde an diesem Abend, dass auch Schwerin zukünftig vor Herausforderungen steht, wenn es um das Wohnen in Zukunft geht. Wohnen und Arbeiten, Kinder- und Altenbetreuung am Wohn- und Arbeitsort, Privat- und Geschäftsleben – diese Aspekte werden zukünftig wieder stärker ineinandergreifen. Auf diese gesellschaftlichen Veränderungen werden bauliche Strukturen zukünftig schneller und flexibler reagieren müssen.

Baudezernent Nottebaum machte deutlich, dass diese Herausforderungen nicht alleine durch die Landeshauptstadt bewältigt werden können. Auch in Zukunft müssen daher Privatinvestition unterstützt werden. Die Vertreter der Wohnungswirtschaft sehen beim Setzen von Rahmenbedingungen die Politik am Zug. Mehrmals wurden die Fördermöglichkeiten des Landes in diesem Bereich kritisiert. So seien Richtlinien im Bereich des sozialen Wohnungsbaus inzwischen überholt oder nicht praxistauglich. Hier bestünde ein Handlungsbedarf.

Auch wenn Schwerin im Bundesvergleich einen relativ entspannten Wohnungsmarkt aufweist, müsse man verschiedene Herausforderungen in den Blick nehmen. Hier wäre das alleinige Schauen auf sozialen Wohnungsbau oder die nach der Veröffentlichung der Segregation-Studie immer wieder geforderte Durchmischung von Wohngebieten nur eine Seite der Medaille. In den Fokus müsse man ebenso die Menschen mit mittleren Einkommen nehmen. Wie schafft man es beispielsweise, diesen Menschen bezahlbare Flächen für den Eigenheimbau zur Verfügung zu stellen? Dafür wurden am gestrigen Abend mit den Anwesenden einige Modelle durchdiskutiert.

CDU-Fraktionschef Sebastian Ehlers zog nach der Veranstaltung ein positives Fazit: „Es ist deutlich geworden, dass in den vergangenen Jahren viele positive Entwicklungen in Schwerin angestoßen wurden. Neue Baugebiete sind entstanden, die Zahl der Einwohner steigt wieder. Für uns als CDU ist wichtig, dass wir nicht die Menschen vergessen, die von Sozialwohnungen nicht profitieren können, da ihr Einkommen darüber liegt. Die sich aber auch keine kostenintensiven Grundstücke leisten können. Wir müssen uns Gedanken darüber machen wie wir beispielweise der Krankenschwester, dem Polizisten oder dem Feuerwehrmann Angebote machen können, das ist eine Herausforderung für die Zukunft.“

Redaktion

der digitalen Tageszeitung Schwerin-Lokal.de. Tel: (0385) 480 739 77 | E-Mail: redaktion@schwerinlokal.de

Diskutieren Sie gerne mit