Außenpolitik in Schwerin:
Ex-Botschafter Christoph Eichhorn spricht in Schwerin über eine Weltordnung im Umbruch
Der frühere deutsche Botschafter Christoph Eichhorn kommt am 14. September nach Schwerin. In der Landesbibliothek spricht er über Krisen der vergangenen Jahrzehnte und mögliche Lehren für Deutschland und Europa.

(Archivbild): Raul Mee (EU2017EE) – Christoph Eichhorn, CC BY 2.0, Link
In Kürze:
- Der frühere deutsche Botschafter Christoph Eichhorn spricht am 14. September ab 19 Uhr in der Landesbibliothek Schwerin.
- Eichhorn war unter anderem in Moskau und Washington tätig sowie deutscher Botschafter in Estland und Bulgarien.
- Thema des Abends sind die Veränderungen der internationalen Ordnung und mögliche Lehren daraus für Deutschland und Europa.
Der frühere deutsche Botschafter Christoph Eichhorn ist am Montag, 14. September, zu Gast in Schwerin. Unter dem Titel „Was tun, wenn die Weltordnung wankt?“ spricht der Diplomat außer Dienst ab 19 Uhr in der Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern Günther Uecker über internationale Krisen und deren Bedeutung für Deutschland und Europa. Die Veranstaltung ist bis 20.30 Uhr angesetzt.
Eichhorn blickt auf rund vier Jahrzehnte im diplomatischen Dienst zurück. Nach Angaben der Veranstalter führten ihn verschiedene Stationen unter anderem nach Moskau und Washington. Später war er deutscher Botschafter in Estland und Bulgarien. Auch als Beauftragter für Fragen der Rüstungskontrolle war er tätig.
Im Mittelpunkt des Abends soll die Frage stehen, welche Erkenntnisse sich aus diesen Erfahrungen auf die heutige internationale Lage übertragen lassen. Dabei geht es insbesondere darum, wie Deutschland und Europa ihre Interessen in einer zunehmend instabilen internationalen Ordnung vertreten können.
Eichhorn hat mehrere politische Umbrüche und Krisen aus unmittelbarer diplomatischer Nähe erlebt. Dazu zählen der Fall der Berliner Mauer und der Zerfall der Sowjetunion ebenso wie die Terroranschläge vom 11. September 2001 in den USA und die russische Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim im Jahr 2014.
Christoph Eichhorn erlebte historische Umbrüche
Während der friedlichen Revolution 1989 arbeitete Eichhorn an der westdeutschen Botschaft in Moskau. In den folgenden Jahren erlebte er dort auch den politischen Umbruch in der Sowjetunion. Am 11. September 2001 befand er sich während der Terroranschläge in Washington.
Später beschäftigte sich Eichhorn im Auswärtigen Amt mit Rüstungskontrolle. In diese Zeit fiel 2014 die Annexion der Krim durch Russland. Seine diplomatische Laufbahn führte ihn anschließend auch an die Spitze deutscher Auslandsvertretungen.
Von 2015 an war Eichhorn deutscher Botschafter in Estland. Später übernahm er die deutsche Botschaft in Bulgarien. Das Auswärtige Amt dokumentiert für seine Amtszeit in Sofia rund dreieinhalb Jahre. Im November 2022 wurde Eichhorn vom bulgarischen Präsidenten Rumen Radev mit dem Orden „Madarski konnik“ erster Klasse ausgezeichnet.
Weltordnung im Umbruch als Thema
Der Vortrag in Schwerin soll diese persönlichen Erfahrungen nicht nur rückblickend behandeln. Nach der Ankündigung geht es vor allem darum, welche Schlüsse sich daraus für die deutsche und europäische Außen- und Sicherheitspolitik ziehen lassen.
Veranstaltet wird der Abend gemeinsam von der Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern Günther Uecker, der Deutschen Atlantischen Gesellschaft und der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern. Veranstaltungsort ist die Landesbibliothek in der Johannes-Stelling-Straße 29 in Schwerin. Beginn ist um 19 Uhr.
Für die Teilnahme ist eine Anmeldung über die Deutsche Atlantische Gesellschaft vorgesehen. Auf deren Veranstaltungsseite steht ein entsprechendes Anmeldeformular bereit.





