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Außenpolitik in Schwerin:
Ex-Botschafter Christoph Eichhorn spricht in Schwerin über eine Weltordnung im Umbruch

Der frühere deutsche Botschafter Christoph Eichhorn kommt am 14. September nach Schwerin. In der Landesbibliothek spricht er über Krisen der vergangenen Jahrzehnte und mögliche Lehren für Deutschland und Europa.

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  • Veröffentlicht September 7, 2026
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Der frühere deutsche Botschafter Christoph Eich­horn kommt am 14. Sep­tem­ber nach Schw­erin. In der Lan­des­bib­lio­thek spricht er über inter­na­tionale Krisen und die Lehren daraus für Deutsch­land und Europa.
(Archiv­bild): Raul Mee (EU2017EE) – Christoph Eich­horn, CC BY 2.0, Link

 


In Kürze:

  • Der frühere deutsche Botschafter Christoph Eich­horn spricht am 14. Sep­tem­ber ab 19 Uhr in der Lan­des­bib­lio­thek Schw­erin.
  • Eich­horn war unter anderem in Moskau und Wash­ing­ton tätig sowie deutsch­er Botschafter in Est­land und Bul­gar­ien.
  • The­ma des Abends sind die Verän­derun­gen der inter­na­tionalen Ord­nung und mögliche Lehren daraus für Deutsch­land und Europa.

 

Der frühere deutsche Botschafter Christoph Eich­horn ist am Mon­tag, 14. Sep­tem­ber, zu Gast in Schw­erin. Unter dem Titel „Was tun, wenn die Wel­tord­nung wankt?“ spricht der Diplo­mat außer Dienst ab 19 Uhr in der Lan­des­bib­lio­thek Meck­len­burg-Vor­pom­mern Gün­ther Ueck­er über inter­na­tionale Krisen und deren Bedeu­tung für Deutsch­land und Europa. Die Ver­anstal­tung ist bis 20.30 Uhr ange­set­zt.

Eich­horn blickt auf rund vier Jahrzehnte im diplo­ma­tis­chen Dienst zurück. Nach Angaben der Ver­anstal­ter führten ihn ver­schiedene Sta­tio­nen unter anderem nach Moskau und Wash­ing­ton. Später war er deutsch­er Botschafter in Est­land und Bul­gar­ien. Auch als Beauf­tragter für Fra­gen der Rüs­tungskon­trolle war er tätig.

Im Mit­telpunkt des Abends soll die Frage ste­hen, welche Erken­nt­nisse sich aus diesen Erfahrun­gen auf die heutige inter­na­tionale Lage über­tra­gen lassen. Dabei geht es ins­beson­dere darum, wie Deutsch­land und Europa ihre Inter­essen in ein­er zunehmend insta­bilen inter­na­tionalen Ord­nung vertreten kön­nen.

Eich­horn hat mehrere poli­tis­che Umbrüche und Krisen aus unmit­tel­bar­er diplo­ma­tis­ch­er Nähe erlebt. Dazu zählen der Fall der Berlin­er Mauer und der Zer­fall der Sow­je­tu­nion eben­so wie die Ter­ro­ran­schläge vom 11. Sep­tem­ber 2001 in den USA und die rus­sis­che Annex­ion der ukrainis­chen Hal­binsel Krim im Jahr 2014.

Christoph Eichhorn erlebte historische Umbrüche

Während der friedlichen Rev­o­lu­tion 1989 arbeit­ete Eich­horn an der west­deutschen Botschaft in Moskau. In den fol­gen­den Jahren erlebte er dort auch den poli­tis­chen Umbruch in der Sow­je­tu­nion. Am 11. Sep­tem­ber 2001 befand er sich während der Ter­ro­ran­schläge in Wash­ing­ton.

Später beschäftigte sich Eich­horn im Auswär­ti­gen Amt mit Rüs­tungskon­trolle. In diese Zeit fiel 2014 die Annex­ion der Krim durch Rus­s­land. Seine diplo­ma­tis­che Lauf­bahn führte ihn anschließend auch an die Spitze deutsch­er Aus­landsvertre­tun­gen.

Von 2015 an war Eich­horn deutsch­er Botschafter in Est­land. Später über­nahm er die deutsche Botschaft in Bul­gar­ien. Das Auswär­tige Amt doku­men­tiert für seine Amt­szeit in Sofia rund dreiein­halb Jahre. Im Novem­ber 2022 wurde Eich­horn vom bul­gar­ischen Präsi­den­ten Rumen Radev mit dem Orden „Madars­ki kon­nik“ erster Klasse aus­geze­ich­net.

Weltordnung im Umbruch als Thema

Der Vor­trag in Schw­erin soll diese per­sön­lichen Erfahrun­gen nicht nur rück­blick­end behan­deln. Nach der Ankündi­gung geht es vor allem darum, welche Schlüsse sich daraus für die deutsche und europäis­che Außen- und Sicher­heit­spoli­tik ziehen lassen.

Ver­anstal­tet wird der Abend gemein­sam von der Lan­des­bib­lio­thek Meck­len­burg-Vor­pom­mern Gün­ther Ueck­er, der Deutschen Atlantis­chen Gesellschaft und der Lan­deszen­trale für poli­tis­che Bil­dung Meck­len­burg-Vor­pom­mern. Ver­anstal­tung­sort ist die Lan­des­bib­lio­thek in der Johannes-Stelling-Straße 29 in Schw­erin. Beginn ist um 19 Uhr.

Für die Teil­nahme ist eine Anmel­dung über die Deutsche Atlantis­che Gesellschaft vorge­se­hen. Auf deren Ver­anstal­tungs­seite ste­ht ein entsprechen­des Anmelde­for­mu­lar bere­it.