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Auszeichnung für Ehrenamt:
Wahl-Schweriner Claus Oellerking erhält Bundesverdienstkreuz

Claus Oellerking wird für sein langjähriges Engagement in der Flüchtlingshilfe, für kulturelle Verständigung und für ein Bildungsprojekt in Uganda ausgezeichnet.

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  • Veröffentlicht September 3, 2026
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Claus Oellerk­ing (3. v. l.) wurde für sein langjähriges Engage­ment in der Flüchtling­shil­fe und für kul­turelle Ver­ständi­gung mit dem Ver­di­en­stkreuz am Bande aus­geze­ich­net. Foto: pri­vat

 


In Kürze:

  • Der Schw­er­iner Claus Oellerk­ing erhält das Ver­di­en­stkreuz am Bande der Bun­desre­pub­lik Deutsch­land.
  • Aus­geze­ich­net wird sein Engage­ment für Geflüchtete und Zuge­wan­derte sowie für kul­turelle Ver­ständi­gung und ein Bil­dung­spro­jekt in Ugan­da.
  • Ins­ge­samt über­re­ichte Min­is­ter­präsi­dentin Manuela Schwe­sig fünf Ver­di­en­stkreuze am Bande und eine Ver­di­en­stmedaille.

 

Der Schw­er­iner Claus Oellerk­ing erhält das Ver­di­en­stkreuz am Bande der Bun­desre­pub­lik Deutsch­land. Min­is­ter­präsi­dentin Manuela Schwe­sig über­re­ichte dem 1958 gebore­nen Wahl-Schw­er­iner die Ausze­ich­nung im Namen des Bun­de­spräsi­den­ten. Gewürdigt wird damit vor allem Oellerk­ings langjähriges Engage­ment für Geflüchtete und Zuge­wan­derte sowie für inter­na­tionale Bil­dung­spro­jek­te.

Oellerk­ing engagiert sich seit rund zehn Jahren als Senior Experte für ein Bil­dungszen­trum in Kas­ese im West­en Ugan­das. Dort wer­den junge Frauen unter anderem im Nähen und Korbflecht­en aus­ge­bildet. Ziel ist es, ihnen Möglichkeit­en für ein eigenes Einkom­men zu eröff­nen. Zu dem Zen­trum gehört außer­dem eine Gesund­heitssta­tion.

Auch in Schw­erin ist Oellerk­ing seit Jahren ehre­namtlich aktiv. Er koor­dinierte die Flüchtling­shil­fe in der Lan­deshaupt­stadt und set­zt sich für die Inter­essen geflüchteter und zuge­wan­dert­er Men­schen ein. Nach Angaben der Staatskan­zlei geht auch die Klei­derkam­mer in der Erstauf­nah­meein­rich­tung wesentlich auf seinen Ein­satz zurück.

Die Ausze­ich­nung würdigt damit ein Engage­ment, das weit über ein einzelnes Pro­jekt hin­aus­ge­ht. Oellerk­ing verbindet seine Arbeit in Schw­erin mit inter­na­tionaler Hil­fe und dem Ein­satz für Ver­ständi­gung zwis­chen Men­schen unter­schiedlich­er Herkun­ft.

Einsatz nun gewürdigt

Oellerk­ing wurde in Ham­burg geboren. Sein Lebensweg führte ihn über Indone­sien, Brasilien und Bre­men schließlich nach Schw­erin. In der Lan­deshaupt­stadt engagierte er sich ins­beson­dere in ein­er Zeit, in der mit der Auf­nahme viel­er Geflüchteter neue Auf­gaben für Behör­den, Ver­bände und ehre­namtliche Helfer ent­standen.

Darüber hin­aus gehört Oellerk­ing zu den Impuls­ge­bern der Zeitungsrei­he „100 Natio­nen in Schw­erin“. Sie stellt Men­schen unter­schiedlich­er Herkun­ft vor und beschäftigt sich mit der kul­turellen Vielfalt der Stadt. Außer­dem engagiert sich Oellerk­ing im Vere­in „Miteinan­der – Ma’an“, der Begeg­nun­gen zwis­chen Men­schen ver­schieden­er Nation­al­itäten und Kul­turen fördert.

Mit dem Ver­di­en­stkreuz am Bande wird nach Angaben der Staatskan­zlei sein langjähriger Ein­satz in der Flüchtling­shil­fe eben­so gewürdigt wie sein Engage­ment für kul­turelle Ver­ständi­gung und human­itäre Unter­stützung außer­halb Deutsch­lands.

Sechs weitere Auszeichnungen überreicht

Neben Claus Oellerk­ing wur­den fünf weit­ere Men­schen aus Meck­len­burg-Vor­pom­mern aus­geze­ich­net. Ins­ge­samt über­re­ichte Schwe­sig fünf Ver­di­en­stkreuze am Bande und eine Ver­di­en­stmedaille.

Das Ver­di­en­stkreuz am Bande erhiel­ten Dieter Ehrke aus dem Umfeld des Burgmu­se­ums in Plau am See, die langjährige Grabow­er Werk­slei­t­erin Simone Koltzau sowie Klaus und Mar­i­anne Tusch­er, die über Jahrzehnte den Natur- und Umwelt­park Güstrow miten­twick­elt haben.

Mar­lene Klinger wurde mit der Ver­di­en­stmedaille der Bun­desre­pub­lik Deutsch­land aus­geze­ich­net. Sie engagiert sich ins­beson­dere im Tanzs­port sowie für Sport‑, Freizeit- und soziale Pro­jek­te in Ueck­er­münde und Eggesin.

Min­is­ter­präsi­dentin Schwe­sig beze­ich­nete die Ehrun­gen als Anerken­nung für Leis­tun­gen, die „weit über das nor­male Maß hin­aus­ge­hen und über einen lan­gen Zeitraum erbracht wur­den“. Zugle­ich dank­te sie den Fam­i­lien und Fre­un­den der Geehrten, die ein solch­es ehre­namtlich­es Engage­ment häu­fig erst ermöglicht­en.

Bundesverdienstorden würdigt besonderes Engagement

Der Ver­di­en­stor­den der Bun­desre­pub­lik Deutsch­land ist die höch­ste all­ge­meine staatliche Ausze­ich­nung des Bun­des. Er wird für beson­dere Leis­tun­gen auf poli­tis­chem, wirtschaftlichem, kul­turellem, geistigem oder ehre­namtlichem Gebi­et vergeben.

Für Schw­erin ste­ht bei der aktuellen Ver­lei­hung vor allem Claus Oellerk­ing im Mit­telpunkt. Seine Ausze­ich­nung würdigt sowohl sein Engage­ment unmit­tel­bar in der Lan­deshaupt­stadt als auch seine Arbeit für Men­schen außer­halb Deutsch­lands.