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Corona in Schwerin: Deutlicher Abwärtstrend in Landeshauptstadt setzt sich fort

Ein echter Hoff­nungss­chim­mer zeigte sich gestern beina­he uner­wartet hin­sichtlich der Entwick­lung der Coro­na-Infek­tion­slage in Meck­len­burg-Vor­pom­mern. Nach­dem die Zahlen zulet­zt sehr unein­heitliche Ten­den­zen zeigten, und sich das Land eher auf Stag­na­tion

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  • Veröffentlicht Februar 27, 2021
Die Coro­n­azahlen für Schw­erin und ganz MV vom 26. Feb­ru­ar 2021. | Abbil­dung: LAGUS MV

Ein echter Hoff­nungss­chim­mer zeigte sich gestern beina­he uner­wartet hin­sichtlich der Entwick­lung der Coro­na-Infek­tion­slage in Meck­len­burg-Vor­pom­mern. Nach­dem die Zahlen zulet­zt sehr unein­heitliche Ten­den­zen zeigten, und sich das Land eher auf Stag­na­tion und leicht­es Wach­s­tum ein­stellen musste, standen gestern so viele Minus-Zeichen vor den Inzi­den­zverän­derun­gen zum Vortag wie lange nicht.

 

Entspannung gestern praktisch im gesamten Land

Anders aus­ge­drückt: Mit weni­gen Aus­nah­men ging in allen Regio­nen des Lan­des der Inzi­den­zw­ert im Ver­gle­ich zu Don­ner­stag zurück. Und selb­st dort, wo er stieg, tat er das nur sehr leicht. Damit sank auch die 7‑Tage-Inzi­denz des Lan­des – auf nun 61,0. Das ist im Ver­gle­ich zur Vor­woche ein erkennbar­er Rück­gang. Denn am 19. Feb­ru­ar 2021 meldete das LAGuS MV noch einen Wert von 67,3. Mit 185 neuen Fällen verze­ich­net das Land zudem ein leicht­es Minus gegenüber dem Fre­itag der Vor­woche.
Nochmals mit einem zahlen­mäßig deut­lichen Rück­gang (-10,6 ggü. Don­ner­stag) dabei war gestern der Land­kreis Vor­pom­mern-Greif­swald. Lag die 7‑Tage-Inzi­denz dort ein Woche zuvor noch bei 163,4, waren es gestern 111,2. Und auch der Land­kreis Nord­west-Meck­len­burg kann nach mehreren Tages des kon­tinuier­lichen Anstiegs dur­chat­men. Eine Inzi­denz von 80,1 bedeutete dort einen Rück­gang um 7,6 Punk­te gegenüber dem Vortag. 

 

Schwerin nun mit Inzidenzwert von 65,9

Zum zweit­en Mal in Folge sank die 7‑Tage-Inzi­denz in der Lan­deshaupt­stadt Schw­erin gestern deut­lich. Lag sie noch am Mittwoch dieser Woche bei 80,5, fiel sie bere­its am Don­ner­stag auf 73,2. Gestern nun meldete das LAGuS MV für die Lan­deshaupt­stadt einen Wert von 65,9. So ger­ing wie seit Anfang Dezem­ber nicht mehr. Damit scheint die Phase, die Schw­erin nahezu kau­gum­mi­ar­tig über einen lan­gen Zeitraum bei Werten um 85 nahezu festzuhal­ten schien, nun zu Ende. Denn auch die gestern eben­so wie schon am Don­ner­stag nur sechs gemelde­ten Neuin­fek­tio­nen deuten auf einen klaren Rück­gang des Geschehens hin. Am Fre­itag der Vor­woche meldete das Gesund­heit­samt Schw­erin 13 neue Fälle. 

 

Jetzt gilt es, das Sinken weiter zu unterstützen

Damit geht diese Arbeitswoche für das gesamte Land mit einem leicht­en für die Stadt Schw­erin einem schon deut­licheren Hoff­nungss­chim­mer zu Ende. Nun gilt es, die Impfgeschwindigkeit so gut es geht zu erhöhen, und das Ver­trauen der Men­schen in die Impf­stoffe zu stärken. Zulet­zt hat­te es speziell um das Vakzin von AstraZeneca so manche Neg­a­tivschlagzeile gegeben. Vielle­icht auch dadurch unter­stützt, dass man auf das Neue immer am meis­ten schaut. Denn dur­chaus verze­ich­nen auch die bei­den anderen Impf­stoffe von Biontech/Pfizer und vor allem auch Mod­er­na speziell nach der zweit­en Imp­fung ähn­lich starke Neben­wirkun­gen. Allerd­ings sind es „nur” kurzzeit­ige, grippeähn­liche Symp­tome.

Aus Schot­t­land kom­men nun in Bezug auf AstraZeneca zudem deut­lich pos­i­tive Nachricht­en. Dort habe man fest­gestellt, dass das Risiko, so stark am Coro­na-Virus zu erkranken, dass man ins Kranken­haus müsse, mit diesem Impf­stoff um 94 Prozent zurück­ge­gan­gen sei. RKI-Chef Wiel­er beze­ich­nete diese Erken­nt­nis als „Fan­tastisch”. „Bess­er ein, zwei Tage Kopf­schmerzen“, so Wiel­er, „als diese ver­dammte Krankheit zu kriegen”, zitiert WELT.de den RKI-Chef.