Corona in Schwerin: Deutlicher Abwärtstrend in Landeshauptstadt setzt sich fort

Nachdem die Woche eher von Aufs und Abs im Coronageschehen des Landes MV und der Landeshauptstadt Schwerin gekennzeichnetar, standen die Zeichen gestern auf Entspannung. In Schwerin sogar auf echter Hoffnung. Denn zum zweiten Mal sank die Inzidenz deutlich auf nun noch 65,9.

Die Coronazahlen für Schwerin und ganz MV vom 26. Februar 2021. | Abbildung: LAGUS MV

Ein echter Hoffnungsschimmer zeigte sich gestern beinahe unerwartet hinsichtlich der Entwicklung der Corona-Infektionslage in Mecklenburg-Vorpommern. Nachdem die Zahlen zuletzt sehr uneinheitliche Tendenzen zeigten, und sich das Land eher auf Stagnation und leichtes Wachstum einstellen musste, standen gestern so viele Minus-Zeichen vor den Inzidenzveränderungen zum Vortag wie lange nicht.

 

Entspannung gestern praktisch im gesamten Land

Anders ausgedrückt: Mit wenigen Ausnahmen ging in allen Regionen des Landes der Inzidenzwert im Vergleich zu Donnerstag zurück. Und selbst dort, wo er stieg, tat er das nur sehr leicht. Damit sank auch die 7-Tage-Inzidenz des Landes – auf nun 61,0. Das ist im Vergleich zur Vorwoche ein erkennbarer Rückgang. Denn am 19. Februar 2021 meldete das LAGuS MV noch einen Wert von 67,3. Mit 185 neuen Fällen verzeichnet das Land zudem ein leichtes Minus gegenüber dem Freitag der Vorwoche.
Nochmals mit einem zahlenmäßig deutlichen Rückgang (-10,6 ggü. Donnerstag) dabei war gestern der Landkreis Vorpommern-Greifswald. Lag die 7-Tage-Inzidenz dort ein Woche zuvor noch bei 163,4, waren es gestern 111,2. Und auch der Landkreis Nordwest-Mecklenburg kann nach mehreren Tages des kontinuierlichen Anstiegs durchatmen. Eine Inzidenz von 80,1 bedeutete dort einen Rückgang um 7,6 Punkte gegenüber dem Vortag. 

 

Schwerin nun mit Inzidenzwert von 65,9

Zum zweiten Mal in Folge sank die 7-Tage-Inzidenz in der Landeshauptstadt Schwerin gestern deutlich. Lag sie noch am Mittwoch dieser Woche bei 80,5, fiel sie bereits am Donnerstag auf 73,2. Gestern nun meldete das LAGuS MV für die Landeshauptstadt einen Wert von 65,9. So gering wie seit Anfang Dezember nicht mehr. Damit scheint die Phase, die Schwerin nahezu kaugummiartig über einen langen Zeitraum bei Werten um 85 nahezu festzuhalten schien, nun zu Ende. Denn auch die gestern ebenso wie schon am Donnerstag nur sechs gemeldeten Neuinfektionen deuten auf einen klaren Rückgang des Geschehens hin. Am Freitag der Vorwoche meldete das Gesundheitsamt Schwerin 13 neue Fälle. 

 

Jetzt gilt es, das Sinken weiter zu unterstützen

Damit geht diese Arbeitswoche für das gesamte Land mit einem leichten für die Stadt Schwerin einem schon deutlicheren Hoffnungsschimmer zu Ende. Nun gilt es, die Impfgeschwindigkeit so gut es geht zu erhöhen, und das Vertrauen der Menschen in die Impfstoffe zu stärken. Zuletzt hatte es speziell um das Vakzin von AstraZeneca so manche Negativschlagzeile gegeben. Vielleicht auch dadurch unterstützt, dass man auf das Neue immer am meisten schaut. Denn durchaus verzeichnen auch die beiden anderen Impfstoffe von Biontech/Pfizer und vor allem auch Moderna speziell nach der zweiten Impfung ähnlich starke Nebenwirkungen. Allerdings sind es „nur“ kurzzeitige, grippeähnliche Symptome.

Aus Schottland kommen nun in Bezug auf AstraZeneca zudem deutlich positive Nachrichten. Dort habe man festgestellt, dass das Risiko, so stark am Corona-Virus zu erkranken, dass man ins Krankenhaus müsse, mit diesem Impfstoff um 94 Prozent zurückgegangen sei. RKI-Chef Wieler bezeichnete diese Erkenntnis als „Fantastisch“. „Besser ein, zwei Tage Kopfschmerzen“, so Wieler, „als diese verdammte Krankheit zu kriegen“, zitiert WELT.de den RKI-Chef.

Redaktion

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