Corona in Schwerin: Inzidenz in Schwerin sinkt – Landkreise steigen an

12 Infektionen mit der britischen Corona-Variante stellte das Gesundheitsamt in Schwerin in den vergangenen 14 Tagen fest. Gestern zeigten die Zeichen in der Landeshauptstadt erstmals wieder etwas deutlicher auf Rückgang. Aber die Lage bleibt noch unklar. Vor allem da die umliegenden Landkreise und scheinbar auch die Seenplatte wieder eher in einen steigenden Trend kippen könnten.

Die Coronazahlen für Schwerin und ganz MV vom 19. Februar 2021. | Abbildung: LAGUS MV

Die insgesamt nicht ganz klare Corona-Lage in Mecklenburg-Vorpommern hält an. Nur am Montag und Mittwoch lag die Zahl der Neuinfektionen im Land knapp unter den jeweiligen Vergleichstagen der Vorwoche. Dienstag, Donnerstag und Freitag sah da anders aus. Und blickt man auf die Karte, dominieren inzwischen wieder hellrote Bereiche. 

 

In westlichen und südlichen Landesteilen steigen die Inzidenzen weiter an

Weiterhin im Sinken begriffen ist der Landkreis Vorpommern-Greifswald. Lag die 7-Tage-Inzidenz hier vor einer Woche noch bei 188, so waren es gestern 163,4. Keine Frage, dieser Wert ist weiterhin viel zu hoch. Und viele hätten sich sicherlich ein schnelleres Absinken gewünscht. Blickt man dahingegen allerdings auf  die Entwicklungen im westlichen und nun auch südlichen Teil von MV, kann der östlichste Landkreis auf das tägliche Sinken der Werte schon stolz sein. Denn zumindest für die Landkreise Nordwestmecklenburg (NWM) und Ludwigslust-Parchim (LUP) lässt sich inzwischen wohl schon von klaren Zeichen sprechen, die auf eine Trendumkehr hindeuten. Denn Beide Landkreise liegen, nachdem sie schon – unterschiedlich lange – unter eine 7-Tage-Inzidenz von 50 gefallen waren, inzwischen bei 72,5 (NWM) bzw. 75,6 (LUP). Es scheint so, dass das Infektionsgeschehen in Westmecklenburg zwar langsam aber doch wieder etwas an Fahrt gewinnt und sich damit von Öffnungsszenarien entfernt.

 

7-Tage-Inzidenz leicht über dem Wert der Vorwoche

Zudem könnte sich auch im Landkreis Mecklenburgische-Seenplatte inzwischen eine ähnliche Situation andeuten. Auch dieser Kreis lag bereits unter einer 7-Tage-Inzidenz von 50. Gestern waren es 65,5. Zwar zeichnet sich der Anstieg in den anderen beiden Kreisen schon ein paar Tage länger ab. Aber zumindest scheint der Blick auch auf die Seenplatte erforderlich. Die 7-Tage-Inzidenz für das gesamte Bundesland lag gestern mit 67,3 auch wieder über dem Wert des Freitags der Vorwoche (64,7).

 

Gestern erkennbarerer Rückgang in Schwerin

Bleibt noch der Blick auf die Landeshauptstadt Schwerin. Dort sank die 7-Tage-Inzidenz gestern erstmals wieder etwas deutlicher. Gegenüber Donnerstag lag sie mit nun 81,5 um 5,3 Fälle niedriger. Auch im Vergleich zum Freitag der Vorwoche (85,7) ist der gestrige Wert ein Rückgang. Damit bleibt die Entwicklung in Schwerin weiterhin schwer vorhersagbar. Nachdem Immer wieder kommt es zu kleineren Rückgängen der Infektionszahlen und dann wieder zu einem Ansteigen. Eine letztlich klare Tendenz war länger nicht zu beobachten. Lediglich lag die Stadt seit Längerem stets recht deutlich über den beiden sie einschließenden Landkreisen. Dies ändert sich nun. Durch das gestrige Absinken in Schwerin, vor allem aber die Anstiege in den beiden Kreisen. 

 

13 Neuinfektionen, darunter 4 Hausarztfälle

13 Neuinfektionen gestern bedeuteten zudem auch einen im Vergleich zum vorangegangenen Freitag doch deutlicheren Rückgang der Zahlen. Am 12. Februar meldete die Stadt noch 18 neue Fälle. Auch sank die Zahl der durch Hausarztpraxen gemeldeten Neuinfektionen gestern nochmals auf einen wieder entspannteren Wert von 4. Damit könnte sich nun zum Ende dieser Woche doch wieder eine Tendenz in Richtung sinkender Werte in Schwerin ergeben, die sich dann hoffentlich in der kommenden Woche bestätigt. Sollten allerdings die beiden angrenzenden Landkreise auch weiterhin Anstiege zu verzeichnen haben, könnte die Lage für die Landeshauptstadt sich schnell auch wieder ändern.

 

12 Infektionen mit britischer Variante binnen 14 Tagen in Schwerin

Auch dürften 12 nachgewiesene Infektionen mit der britischen Virusmutation in den vergangenen zwei Wochen eine zwar noch kleine, aber dennoch nicht ganz zu vernachlässigende Größe sein. Wird ein solcher Infektionsfall bekannt, erfolgt auch für die direkten Kontaktpersonen schnellstmöglich ein Test auf das Coronavirus sowie die konkrete Mutation. Nach 14 Tagen Quarantäne müssen sich diese Personen einem zweiten PCR-Test unterziehen, um Sicherheit zu haben, dass tatsächlich keine Infektion vorliegt. Auch die Infizierten dürfen die Isolation erst dann verlassen, wenn ein erneuter Test keine weitere Ansteckungsgefahr bestätigt.

 

 

 

 

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