Corona in Schwerin: Weitere Schulen & SSC betroffen

Schulen und der Sport waren gestern von den neuen Corona-Infektionen in Schwerin betroffen. Die Warnstufe bleibt Orange.

Corona erreicht zunehmend auch Schulen in Schwerin. | Foto: Symbolbild

In dieser Woche schwappte die zweite Corona-Welle auch über die Grenzen der Landeshauptstadt Schwerin. Trotz eines für die Stadt spürbareren Anstiegs, ist die Situation aber im Bundesvergleich weiter deutlich unterdurchschnittlich. Denn inzwischen gilt für die gesamte Bundesrepublik ein dunkelroter 7-Tage-Inzidenzwert (I-Wert) von knapp 105 (Stand Freitag, 0:00 Uhr, RKI). Gestern übersprang die Anzahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden den Wert von 19.000 (Stand heute, 9 Uhr). Die einstmals von so manchem als Schwarzmalerei bezeichnete Marke von 19.200 zu Weihnachten ist damit Ende Oktober faktisch erreicht.

Für Schwerin hingegen gilt Warnstufe Orange bei einem I-Wert von 40,8 (Stand Freitag, 16:33 Uhr, LAGUS). Zudem bestätigten sich zwischenzeitliche Sorgen nicht. So mussten deutlich über 100 Schüler und Lehrer des Goethegymnasiums nach einem Coronafall zum Kontaktpersonen-Test. Alle fielen negativ aus. Magengrummeln auch im Stadthaus. Dort waren drei Mitarbeiter erkrankt, die zeitgleich in der Kantine arbeiteten. Und eine Verwaltungsmitarbeiterin. Auch hier fielen alle vorsorglichen Tests negativ aus.

 

Corona-Fälle an Schulen nicht nur überraschend

Und dennoch ist es inzwischen auch in Schwerin eben nicht nur ein Ort, auf den Erkrankungen zurückzuführen sind. Das Virus verteilt sich über die Stadt. Immer mehr sind dabei nun auch Schulen von der Entwicklung betroffen. Manch Eingeweihter mag sagen: „Kein Wunder“. Denn blickt man vor und nach dem Unterricht zu den Schulen, sieht man sich munter umarmende Schüler ohne Maske, eng stehende Rauchergruppen und manches mehr. Und auch aus den Schulen kommen immer wieder fragwürdige Nachrichten. Da nutzen Schüler der Oberstufe die Ein- und Ausgänge der jüngeren Klassen. Masken werden sportlich halb oder nur „modisch“ über das Kinn getragen.

 

Gestern positive Fälle an Montessori Schule und Beruflicher Schule ecolea

Nun ist dies ganz sicher nicht die Mehrheit, die so handelt. Aber es sind auch keine zu vernachlässigenden Einzelfälle. Bislang aber blieb es bei Infektions-Einzelfällen an den Schulen. Gestern kamen nun drei hinzu. Betroffen ist jetzt auch die Montessori Schule. Dort erkrankte eine Horterzieherin am Coronavirus. Hintergrund soll eine entsprechende Erkrankung in der Kernfamilie sein. 18 Hortkinder und 6 Lehrer bzw. Erzieher identifizierte das Gesundheitsamt Schwerin als Kontaktpersonen. Sie unterzogen sich bereits gestern entsprechenden Tests und befinden sich in Quarantäne.

Auch die Berufliche Schule ecolea vermeldete einen Corona-Fall. Dort ist ein Schüler betroffen, und 17 weitere Schüler sowie 7 Lehrer befinden sich als ermittelte Kontaktpersonen bereits in Quarantäne. Für sie sind am Montag Tests vorgesehen. Während bereits heute die Ergebnisse der Tests an der Montessori Schule erwartet werden, müssen die ecolea-Betroffenen daher bis Dienstag warten. Eventuell sollte die Stadt überlegen, ob nicht in dieser nun akuten Zeit auch an Wochenenden Test- und Auswertungskapazitäten organisierbar sind.

 

Zweiter Fall an IGS Bertold Brecht

Einen zweiten Fall gibt es zudem nun an der IGS Bertold Brecht. Hier vermeldete die Stadt bereits einen Tag zuvor eine am Coronavirus erkrankte Lehrerin. Nun ist auch eine Schülerin betroffen. Insgesamt befinden sich nun 121 Schüler und 10 Lehrer der Schule in Quarantäne. Auch sie unterzogen sich alle gestern einem Test, so dass im Verlauf des heutigen Tages die Ergebnisse zu erwarten sind.

 

Team des SSC PALMBERG Schwerin in Quarantäne

Vorerst bleiben die Bälle liegen beim SSC PALMBERG Schwerin. | Foto: Eckhardt Mai

Aber auch im Leistungssport der Stadt sorgt das Coronavirus nun für Wirbel. Denn im Umfeld der Volleyballerinnen des SSC Palmberg Schwerin ist es zu einem positiven Coronafall gekommen. Daher war eine Verlegung des für heute geplanten Spiels bei den Ladies in Black Aachen erforderlich. Ein neuer Termin steht noch aus. Glücklicherweise erreichte das Testergebnis die Team-Verantwortlichen noch rechtzeitig am Donnerstagabend. Zu diesem Zeitpunkt befand sich das Team noch nicht auf der Fahrt in Richtung Aachen. Während die betroffene Person umgehend isoliert wurde, hat sich die Mannschaft in Quarantäne begeben. Wie der Verein mitteilt, gibt es aber zumindest leichte Entwarnung. Ein bereits durchgeführter erster Test bei der Mannschaft brachte negative Ergebnisse. Vorerst aber bleibt die Quarantäne aufrecht. Das nächste Spiel im Terminkalender der Schwerinerinnen ist die Heimpartie gegen Schwarz-Weiß Erfurt am 14.11.2020. Die lange Pause lässt hoffen, dass das Team bis dahin wieder einsatzfähig ist.

Aktuell verzeichnet die Landeshauptstadt Schwerin 46 aktive Corona-Fälle. Aufgrund der Warnstufe Orange gelten bereits verschärfte Maßnahmen.

Redaktion

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