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Corona in Schwerin: Weitere Schulen & SSC betroffen

In dieser Woche schwappte die zweite Coro­na-Welle auch über die Gren­zen der Lan­deshaupt­stadt Schw­erin. Trotz eines für die Stadt spür­bar­eren Anstiegs, ist die Sit­u­a­tion aber im Bun­desver­gle­ich weit­er deut­lich unter­durch­schnit­tlich.

  • Veröffentlicht Oktober 31, 2020
Coro­na erre­icht zunehmend auch Schulen in Schw­erin. | Foto: Sym­bol­bild

In dieser Woche schwappte die zweite Coro­na-Welle auch über die Gren­zen der Lan­deshaupt­stadt Schw­erin. Trotz eines für die Stadt spür­bar­eren Anstiegs, ist die Sit­u­a­tion aber im Bun­desver­gle­ich weit­er deut­lich unter­durch­schnit­tlich. Denn inzwis­chen gilt für die gesamte Bun­desre­pub­lik ein dunkel­rot­er 7‑Tage-Inzi­den­zw­ert (I‑Wert) von knapp 105 (Stand Fre­itag, 0:00 Uhr, RKI). Gestern über­sprang die Anzahl der Neuin­fek­tio­nen bin­nen 24 Stun­den den Wert von 19.000 (Stand heute, 9 Uhr). Die ein­st­mals von so manchem als Schwarz­malerei beze­ich­nete Marke von 19.200 zu Wei­h­nacht­en ist damit Ende Okto­ber fak­tisch erre­icht.

Für Schw­erin hinge­gen gilt Warn­stufe Orange bei einem I‑Wert von 40,8 (Stand Fre­itag, 16:33 Uhr, LAGUS). Zudem bestätigten sich zwis­chen­zeitliche Sor­gen nicht. So mussten deut­lich über 100 Schüler und Lehrer des Goeth­e­gym­na­si­ums nach einem Coro­n­afall zum Kon­tak­t­per­so­n­en-Test. Alle fie­len neg­a­tiv aus. Magen­grum­meln auch im Stadthaus. Dort waren drei Mitar­beit­er erkrankt, die zeit­gle­ich in der Kan­tine arbeit­eten. Und eine Ver­wal­tungsmi­tar­bei­t­erin. Auch hier fie­len alle vor­sor­glichen Tests neg­a­tiv aus.

 

Corona-Fälle an Schulen nicht nur überraschend

Und den­noch ist es inzwis­chen auch in Schw­erin eben nicht nur ein Ort, auf den Erkrankun­gen zurück­zuführen sind. Das Virus verteilt sich über die Stadt. Immer mehr sind dabei nun auch Schulen von der Entwick­lung betrof­fen. Manch Eingewei­hter mag sagen: „Kein Wun­der”. Denn blickt man vor und nach dem Unter­richt zu den Schulen, sieht man sich munter umar­mende Schüler ohne Maske, eng ste­hende Raucher­grup­pen und manch­es mehr. Und auch aus den Schulen kom­men immer wieder frag­würdi­ge Nachricht­en. Da nutzen Schüler der Ober­stufe die Ein- und Aus­gänge der jün­geren Klassen. Masken wer­den sportlich halb oder nur „modisch” über das Kinn getra­gen.

 

Gestern positive Fälle an Montessori Schule und Beruflicher Schule ecolea

Nun ist dies ganz sich­er nicht die Mehrheit, die so han­delt. Aber es sind auch keine zu ver­nach­läs­si­gen­den Einzelfälle. Bis­lang aber blieb es bei Infek­tions-Einzelfällen an den Schulen. Gestern kamen nun drei hinzu. Betrof­fen ist jet­zt auch die Montes­sori Schule. Dort erkrank­te eine Hort­erzieherin am Coro­n­avirus. Hin­ter­grund soll eine entsprechende Erkrankung in der Kern­fam­i­lie sein. 18 Hortkinder und 6 Lehrer bzw. Erzieher iden­ti­fizierte das Gesund­heit­samt Schw­erin als Kon­tak­t­per­so­n­en. Sie unter­zo­gen sich bere­its gestern entsprechen­den Tests und befind­en sich in Quar­an­täne.

Auch die Beru­fliche Schule ecolea ver­meldete einen Coro­na-Fall. Dort ist ein Schüler betrof­fen, und 17 weit­ere Schüler sowie 7 Lehrer befind­en sich als ermit­telte Kon­tak­t­per­so­n­en bere­its in Quar­an­täne. Für sie sind am Mon­tag Tests vorge­se­hen. Während bere­its heute die Ergeb­nisse der Tests an der Montes­sori Schule erwartet wer­den, müssen die ecolea-Betrof­fe­nen daher bis Dien­stag warten. Eventuell sollte die Stadt über­legen, ob nicht in dieser nun akuten Zeit auch an Woch­enen­den Test- und Auswer­tungska­paz­itäten organ­isier­bar sind.

 

Zweiter Fall an IGS Bertold Brecht

Einen zweit­en Fall gibt es zudem nun an der IGS Bertold Brecht. Hier ver­meldete die Stadt bere­its einen Tag zuvor eine am Coro­n­avirus erkrank­te Lehrerin. Nun ist auch eine Schü­lerin betrof­fen. Ins­ge­samt befind­en sich nun 121 Schüler und 10 Lehrer der Schule in Quar­an­täne. Auch sie unter­zo­gen sich alle gestern einem Test, so dass im Ver­lauf des heuti­gen Tages die Ergeb­nisse zu erwarten sind.

 

Team des SSC PALMBERG Schwerin in Quarantäne

Vor­erst bleiben die Bälle liegen beim SSC PALMBERG Schw­erin. | Foto: Eck­hardt Mai

Aber auch im Leis­tungss­port der Stadt sorgt das Coro­n­avirus nun für Wirbel. Denn im Umfeld der Vol­ley­bal­lerin­nen des SSC Palm­berg Schw­erin ist es zu einem pos­i­tiv­en Coro­n­afall gekom­men. Daher war eine Ver­legung des für heute geplanten Spiels bei den Ladies in Black Aachen erforder­lich. Ein neuer Ter­min ste­ht noch aus. Glück­licher­weise erre­ichte das Testergeb­nis die Team-Ver­ant­wortlichen noch rechtzeit­ig am Don­ner­stagabend. Zu diesem Zeit­punkt befand sich das Team noch nicht auf der Fahrt in Rich­tung Aachen. Während die betrof­fene Per­son umge­hend isoliert wurde, hat sich die Mannschaft in Quar­an­täne begeben. Wie der Vere­in mit­teilt, gibt es aber zumin­d­est leichte Ent­war­nung. Ein bere­its durchge­führter erster Test bei der Mannschaft brachte neg­a­tive Ergeb­nisse. Vor­erst aber bleibt die Quar­an­täne aufrecht. Das näch­ste Spiel im Ter­minkalen­der der Schw­er­iner­in­nen ist die Heim­par­tie gegen Schwarz-Weiß Erfurt am 14.11.2020. Die lange Pause lässt hof­fen, dass das Team bis dahin wieder ein­satzfähig ist.

Aktuell verze­ich­net die Lan­deshaupt­stadt Schw­erin 46 aktive Coro­na-Fälle. Auf­grund der Warn­stufe Orange gel­ten bere­its ver­schärfte Maß­nah­men.

  • Stephan Haring

    Stephan Har­ing ist freier Mitar­beit­er unser­er dig­i­tal­en Tageszeitung. Er hat ein Bach­e­lor-Studi­um der Kom­mu­nika­tion­swis­senschaften an der Uni­ver­sität Erfurt mit den Neben­fäch­ern Sozial­wis­senschaften & Poli­tik absolviert. Im Nach­hinein arbeit­ete er in lei­t­en­den Funk­tio­nen der Presse- & Öffentlichkeit­sar­beit, im Leitungs­bere­ich eines Unternehmens sowie als Rek­tor ein­er pri­vat geführten Hochschule. Zudem entwick­elte, organ­isierte und real­isierte er mit der durch ihn entwick­el­ten LOOK ein Fash­ion­event in Schw­erin. Heute arbeit­et er freiberu­flich als Tex­ter, Press­esprech­er und Tex­tko­r­rek­tor sowie als Berater in ver­schiede­nen Pro­jek­ten. In einem Schw­er­iner Orts­beirat ist er zudem ehre­namtlich als Vor­sitzen­der kom­mu­nalpoli­tisch aktiv.

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