Corona in Schwerin: Wieder 19 Neuinfektionen in der Landeshauptstadt

Gegenüber dem Dienstag der Vorwoche stiegen die Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern gestern wieder leicht an. Auch in Schwerin gingen sie nicht zurück.

Die Coronazahlen für Schwerin und ganz MV vom 16. Februar 2021. | Abbildung: LAGUS MV

An sich sah es in den letzten Tagen und sogar Wochen recht gut aus, was die Entwicklung der Corona-Zahlen für das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern betraf. Einzig wirklicher Wermutstropfen war dabei der Landkreis Vorpommern-Greifswald, der nun schon lange deutlich oberhalb einer 7-Tage-Inzidenz von 150 liegt. Aber auch hier waren die Werte zuletzt rückläufig. Beinahe schon beruhigende Zahlen kamen vor allem aus den Landkreisen Rostock, Vorpommern-Rügen und der Hansestadt Rostock. 

 

233 Neuinfektionen in MV – Inzidenz bei 63,9

So grundsätzlich hat sich an dieser Situation auch bislang nichts geändert. Mit einer 7-Tage-Inzidenz von 176,6 Fällen je 100.000 Einwohnern bleibt Vorpommern-Greifswald weiterhin in einem viel zu hohen Bereich. Dennoch aber kann man auch dort einen Rückgang der Zahlen erkennen. Und doch fiel der gestrige Dienstag letztlich doch ein wenig aus der Reihe. Denn mit 233 gemeldeten Neuinfektionen lag der Wert knapp 9 Prozent über dem des Dienstags der Vorwoche (204). Und auch ein Blick auf die Landeskarte zeigt, dass sich scheinbar nun auch im Westen des Landes der Trend leicht umkehren könnte. Denn etwa zehn Tage in Folge hatte der Landkreis Nordwestmecklenburg bereits unter der 50-er Inzidenzmarke gelegen. Bis auf einen Wert von 40 war man heruntergekommen. Bereits am Montag aber drehte sich die Lage und gestern wies das LAGUS für den Landkreis wieder eine 7-Tage-Inzidenz von 60,4 aus. Und auch im Landkreis Ludwigslust-Parchim ist eine positive Entwicklung zumindest aktuell gestoppt. Nachdem der Kreis am 3. Februar noch knapp unter einer Inzidenz von 100 lag, folgte ein stetiges Sinken der Zahlen auf einen Wert von zuletzt knapp unter 50 Fällen je 100.000 Einwohner in 7 Tagen. Auch hier kippte der Trend etwas. Gestern meldete das LAGUS 62,3. 

 

In Westmecklenburg leichte Anstiege

Praktisch „mittendrin“, also zwischen diesen beiden Landkreisen, die ihren Positivtrend unterbrachen, befindet sich die Landeshauptstadt Schwerin. Hier war zwar insgesamt auch eher ein Rückgang der Zahlen, die ihren Höhepunkt im Dezember hatten, zu verzeichnen. Allerdings hatte es in Schwerin zuletzt einige Unterbrechungen der Entwicklung gegeben. Letztlich hält sich die Stadt nun schon etwas länger in einem Inzidenzbereich, der doch erkennbar über dem der benachbarten Landkreise liegt. Zuletzt sorgten die Zahlen vom vergangenen Freitag und Samstag für etwas Unruhe. Denn an beiden Tagen fielen die Neuinfektionswerte eher höher aus. Vor allem aber lag die Zahl der Meldungen von Positiv-Fällen durch Hausarztpraxen mit jeweils neun wieder deutlich höher als in den Tagen zuvor. Diese Werte sind deshalb von spezieller Relevanz, da sie mit zunehmender Höhe auf ein diffuseres Infektionsgeschehen hindeuten. Ein Geschehen also, das sich nicht klar und scharf ein- oder abgrenzen lässt. Oftmals ist es mit bis dahin noch unbekannten Infektionsketten verbunden. 

 

Wieder 19 Neuinfektionen in Schwerin

Gestern nun meldete das LAGUS für die Landeshauptstadt mit 19 Neuinfektionen einen identischen Wert wie am gleichen Tag der Vorwoche. Ein kleiner Lichtblick dabei: 14 Tage zuvor lag die Zahl noch bei 28. Mit acht Meldungen von positiven Tests über Hausarztpraxen lag der Wert gestern zwar knapp unter denen von Freitag (9) und Samstag (9). Dafür aber waren es am Dienstag der vergangenen Woche lediglich zwei entsprechende Fälle. Damit zeichnet sich also auch gestern ein weiterhin eher etwas diffuseres Infektionsgeschehen ab, als noch zu Beginn der vergangenen Woche. Es bleibt also dabei, dass die Situation in Schwerin sich zumindest bislang nicht weiter entspannt. Die nächsten Tage werden zeigen, wohin die Reise geht.

Stephan Haring

Stephan Haring ist freier Mitarbeiter unserer digitalen Tageszeitung. Er hat ein Bachelor-Studium der Kommunikationswissenschaften an der Universität Erfurt mit den Nebenfächern Sozialwissenschaften & Politik absolviert. Im Nachhinein arbeitete er in leitenden Funktionen der Presse- & Öffentlichkeitsarbeit, im Leitungsbereich eines Unternehmens sowie als Rektor einer privat geführten Hochschule. Zudem entwickelte, organisierte und realisierte er mit der durch ihn entwickelten LOOK ein Fashionevent in Schwerin. Heute arbeitet er freiberuflich als Texter, Pressesprecher, Textkorrektor und Ghostwriter sowie als Berater in verschiedenen Projekten. Im größten Schweriner Ortsbeirat ist er als Vorsitzender kommunalpolitisch aktiv.

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