Mo, 13. Juli 2026
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Kein Scherz:
Dach der neuen Radsporthalle bei Kleinanzeigen zu verkaufen

Wer wollte nicht schon immer mal das Dach einer Radsporthalle besitzen? Das ist jetzt möglich, zumindest in Teilen!

  • Veröffentlicht Juli 3, 2026
Einer der Träger, die für die neue Radsporthalle geplant waren. (Foto: FSE)
Ein­er der Träger, die für die neue Rad­sporthalle geplant waren. (Foto: FSE)

 

Das Dach der neuen Rad­sporthalle für Schw­erin gibt es jet­zt bei Kleinanzeigen zu kaufen. Nein, das ist kein Scherz. Hier der Link. Ins­ge­samt 250 Ton­nen Stahlrohre und Verbinder, sowie die dazuge­hörige geprüfte Sta­tik, Werk- und Mon­tage­pla­nung wer­den von der Fir­ma Fläminger Stahl- und Energieele­mente Bau aus Wit­ten­berge in Sach­sen-Anhalt ange­boten.

Laut der Prokuristin Ver­e­na Pagels geschieht dies aus Grün­den der Nach­haltigkeit und damit das Mate­r­i­al nicht ein­fach ver­schrot­tet wird. Pagels übt auch Kri­tik an der Stadt Schw­erin: “Uns wurde mit­geteilt, dass unsere Pla­nung und die Teile nicht ver­wen­det wer­den. Das wurde außer­dem auch schon neu aus­geschrieben. Die Stadt verur­sacht hier Kosten in Mil­lio­nen­höhe und hält sich selb­st nicht an das, was sie sagt.”

Pagels spielt damit auf die Absicht der Stadt an, die bish­erige Werk- und Mon­tage­pla­nung weit­er zu nutzen. Diese Option soll nun vom Tisch sein, obwohl die Pla­nung der läng­ste Teil des Prozess­es ist, so Pagels weit­er. “Hier bei uns auf dem Hof liegt jet­zt min­destens eine Mil­lion. Und wir müssen auch Zulief­er­er bezahlen. Eine Klage haben wir bere­its vor eini­gen Wochen ein­gere­icht”, erk­lärt die Prokuristin des Stahlbau­un­ternehmens.

Kündigung wegen Verzögerungen

Die Fer­tig­stel­lung der Rad­sporthalle war eigentlich für den Anfang dieses Jahres geplant, der Bau verzögerte sich jedoch. Die Stadt teilte mit, dass dem Stahlbau­un­ternehmen frist­los gekündigt wurde, da es nicht zeit­gerecht liefern kon­nte. Außer­dem wur­den erhe­bliche Verzögerun­gen angekündigt. Der stel­lvertre­tende Ober­bürg­er­meis­ter Bernd Not­te­baum (CDU) dazu: “Aus rechtlichen Grün­den kommt wed­er die von der Fir­ma ange­botene ein­vernehm­liche Ver­tragsauflö­sung noch eine Hin­nahme der angekündigten Bauzeitverzögerun­gen und Kosten­nachträge in Frage.” Der Eigenan­teil der Stadt liegt bei rund 3,5 Mil­lio­nen Euro, das restliche Geld kommt vom Land Meck­len­burg-Vor­pom­mern.

Die Auss­chrei­bung für den Bau des neuen Daches der Rad­sporthalle läuft bis zum 24. Juli. Abgeschlossen sein soll der Stahlbau dann am 31. August 2027. In der Auss­chrei­bung sollen die Bewer­ber auch einen groben Ter­min­plan mit abgeben. Wer das nicht tut, wird am Ende nicht bei der Auf­tragsver­gabe berück­sichtigt.

Diese Rohre stehen nun zum Verkauf, da sie nicht mehr verwendet werden sollen. (Foto: FSE)
Diese Rohre ste­hen nun zum Verkauf, da sie nicht mehr ver­wen­det wer­den sollen. (Foto: FSE)

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