Damen und die Beinkleider – ein Blick auf den vielfältigen Modeklassik

Kaum zu glauben, aber es ist noch gar nicht so lange her, dass für Frauen das Tragen von Hosen tabu war.


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Bis in die 1950er-Jahre hinein waren Hosen den Männern vorbehalten, während Frauen sich sittsam in Röcke oder Kleider hüllten. Marlene Dietrich war in den 1930ern entgegen allen Konventionen eine echte Vorreiterin in Sachen weiblicher Hosenmode: Die damals von ihr bevorzugte Hosenform kennt man heute als Marlene-Hose – sie wurde allerdings anfangs nur von einigen mutigen Künstlerinnen getragen. Während des Zweiten Weltkriegs wurden arbeitende Frauen in Hosen akzeptiert, danach trugen immer mehr Frauen Hosen als feministisches Statement. Bis in die 1960er-Jahre gestatteten zahlreiche Schulen es Mädchen nur im Winter, Hosen anzuziehen. Nach und nach wurden hosentragende Frauen jedoch gesellschaftlich akzeptiert. Der Hosenanzug für Damen kam in Mode, er galt aber deswegen in gehobenen Kreisen noch lange nicht als „anständig“. Der Siegeszug von Hosen in der Damenmode war allerdings nicht mehr aufzuhalten.

Hosen verleihen Bewegungsfreiheit und sind vielseitig tragbar. Längst gibt es in der Damenmode Hosen in einer vielfältigen Auswahl an Schnitten und Stoffen. Von Casual bis Business, von Chinos über Culottes bis hin zu Leggings: Für jede Figur und Gelegenheit gibt es die passende Hose. Die bereits erwähnte Marlene-Hose ist bodenlang, weit geschnitten und nicht ganz einfach zu kombinieren. Sie steht großen, schlanken Frauen am besten – wirkungsvoll trägt man dazu feminine, schmal geschnittene und kurze Oberteile.

Für das Tragen der seit etwa zwei Jahren sehr beliebten Culotte ist eine schmale, groß gewachsene Figur ebenfalls von Vorteil. Culottes sind kürzer als die Marlene-Hosen, ihre 7/8-Länge sorgt für ganz viel Beinfreiheit. Dazu sollte man schmale Oberteile tragen, die bestenfalls auf Taille geschnitten sind. Chinos sind perfekt für ein Casual-Styling. Mit Pumps werden sie zum stilvollen Business-Outfit, mit Sneakers entsteht ein lässiger Freizeitlook. Die legeren Chinos sind extrem wandelbar, sie lassen sich beispielsweise mit Blusen, Blazern und Shirts kombinieren. Ein Must-have für trendbewusste, schlanke Frauen.

Eine klassische Anzughose kann unabhängig von Figur und Typ von allen Damen getragen werden. Sie ist schmal geschnitten, mit geradem Hosenbein und Bügelfalte. Für Business-Zwecke ist das Styling eher klassisch-elegant: Zur grauen, blauen oder schwarzen Anzughose passen Blusen, Hemden, Blazer, aber auch Lederjacken. Einen interessanten Stilbruch erhält man durch die Kombination mit maskulinen Schuhen oder einer Bikerjacke. Für einen Ausflug in die Modemetropole Berlin kann es nicht kreativ und individuell genug sein.

Seit Katie Holmes 2008 erstmals mit einer löchrigen Boyfriend-Jeans Furore machte, hat sich die Kombination von maskuliner und femininer Kleidung längst etabliert. Die Hosen im Boyfriend-Style sind lässig weit geschnitten und total bequem. Die Hosenbeine werden meist gekrempelt und für eine schlanke Silhouette verschwindet das Shirt im Hosenbund. Die Spitzenreiter unter den bequemen Hosen sind immer noch Leggings. Sie dienen keineswegs nur als Strumpfhosenersatz, vielmehr lassen sich in der Kombination mit einem langen, weiten Oberteil mit ihr tolle, straßentaugliche Looks kreieren. Dieses Jahr dürfen Leggings auch gerne bunt sein – auch Velours- und Leder-Optik sind in.

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