Linke in Schwerin:
Daniel Trepsdorf zieht sich aus Parteispitze zurück
Nach mehreren Jahren an der Spitze der Schweriner Linken zieht sich Daniel Trepsdorf als Kreisvorsitzender zurück. Die Parteiführung übernimmt künftig Sarah Tieding und vollendet damit den Generationswechsel.

Foto: Daniel Trepsdorf
Bei den Schweriner Linken steht ein Wechsel an der Parteispitze bevor: Dr. Daniel Trepsdorf legt sein Amt als Co-Kreisvorsitzender nieder. Der Schritt sei bereits vor Monaten mit dem Landesvorstand abgestimmt worden, erklärte der Kommunalpolitiker. Künftig soll Sarah Tieding den Kreisverband als Vorsitzende führen und damit den Generationswechsel in der Parteiführung abschließen.
Trepsdorf blickt auf mehrere Jahre an der Spitze des Kreisverbandes zurück. Insgesamt dreimal wählten ihn die Mitglieder zum Kreisvorsitzenden. Gemeinsam mit Sarah Tieding leitete er den Kreisverband in den vergangenen knapp zwei Jahren. Für die Zusammenarbeit bedankt er sich ausdrücklich. „Ich gebe den Staffelstab beruhigt ab und weiß, dass sie ein gutes Team an ihrer Seite hat“, erklärt Trepsdorf.
Seine Amtszeit sei von einer schwierigen Phase für die Partei geprägt gewesen. Bundesweit habe Die Linke zeitweise vor existenziellen Herausforderungen gestanden. Gerade in dieser Situation habe er sich bewusst entschieden, Verantwortung zu übernehmen und für soziale Gerechtigkeit sowie Demokratie einzutreten. Auch seine Kandidatur bei der Schweriner Oberbürgermeisterwahl habe diesem Anspruch gedient. Rückblickend zeigt sich Trepsdorf dankbar für die Unterstützung – sowohl aus der eigenen Partei als auch darüber hinaus.
Als wichtige Erfolge seiner Zeit an der Parteispitze nennt er die Stabilisierung des Kreisverbandes sowie den Mitgliederzuwachs. Mehr als 100 Menschen seien in den vergangenen Monaten neu in den Schweriner Kreisverband eingetreten. Zugleich habe er den Oberbürgermeisterwahlkampf einer Kandidatin aus dem progressiven Lager aktiv begleitet und nun einen geordneten Übergang vorbereitet. Dies sei nur gemeinsam mit Sarah Tieding und den zahlreichen Aktiven im Kreisverband gelungen.
Mitgliederzuwachs und Generationswechsel
Ganz aus der Kommunalpolitik zieht sich Trepsdorf jedoch nicht zurück. Er bleibt stellvertretender Vorsitzender der Linksfraktion in der Schweriner Stadtvertretung und kündigt an, den Kreisverband auch künftig unterstützend begleiten zu wollen.
Mit dem Rückzug aus dem Kreisvorsitz endet zugleich ein personeller Erneuerungsprozess an der Spitze des Schweriner Kreisverbandes. Sarah Tieding übernimmt künftig die alleinige Verantwortung als Kreisvorsitzende. Trepsdorf wünscht ihr für die neue Aufgabe viel Erfolg und verweist auf das engagierte Team im Kreisverband, auf das sie sich verlassen könne.
Der 2026 nicht erneut für den Landtag kandidierende Politiker gehört seit Jahren zu den prägenden Gesichtern der Schweriner Kommunalpolitik. Seit 2019 führt Trepsdorf den Kulturausschuss der Stadtvertretung. In dieser Funktion setzte er sich maßgeblich für die erfolgreiche Bewerbung Schwerins um den UNESCO-Welterbetitel ein. Die Auszeichnung wurde im Sommer 2024 auf der UNESCO-Konferenz in Neu-Delhi bestätigt.
Auch über die Kommunalpolitik hinaus engagierte sich Trepsdorf in den vergangenen Jahren für Demokratiebildung und Menschenrechte. Für dieses Engagement erhielt er unter anderem das Bundesverdienstkreuz, den Regine-Hildebrandt-Preis gemeinsam mit dem Verein BürgerCourage sowie den Kinderrechtsorden von UNICEF Deutschland in Kooperation mit dem Europäischen Jugendwerk.
Weiterhin in der Kommunalpolitik aktiv
Mit seinem Rückzug aus dem Parteivorsitz konzentriert sich Trepsdorf künftig auf seine Arbeit in der Stadtvertretung. Als stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Linken sowie als Vorsitzender des Kulturausschusses bleibt er der Schweriner Kommunalpolitik weiterhin erhalten. Zugleich kündigte er an, den Kreisverband auch künftig mit Rat und Tat unterstützen zu wollen.




