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Linke in Schwerin:
Daniel Trepsdorf zieht sich aus Parteispitze zurück

Nach mehreren Jahren an der Spitze der Schweriner Linken zieht sich Daniel Trepsdorf als Kreisvorsitzender zurück. Die Parteiführung übernimmt künftig Sarah Tieding und vollendet damit den Generationswechsel.

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  • Veröffentlicht Juni 29, 2026
Daniel Trepsdorf Rücktritt
Daniel Treps­dorf zieht sich aus der Parteispitze der Linken zurück.
Foto: Daniel Treps­dorf

 

Bei den Schw­er­iner Linken ste­ht ein Wech­sel an der Parteispitze bevor: Dr. Daniel Treps­dorf legt sein Amt als Co-Kreisvor­sitzen­der nieder. Der Schritt sei bere­its vor Monat­en mit dem Lan­desvor­stand abges­timmt wor­den, erk­lärte der Kom­mu­nalpoli­tik­er. Kün­ftig soll Sarah Tied­ing den Kreisver­band als Vor­sitzende führen und damit den Gen­er­a­tionswech­sel in der Parteiführung abschließen.

Treps­dorf blickt auf mehrere Jahre an der Spitze des Kreisver­ban­des zurück. Ins­ge­samt dreimal wählten ihn die Mit­glieder zum Kreisvor­sitzen­den. Gemein­sam mit Sarah Tied­ing leit­ete er den Kreisver­band in den ver­gan­genen knapp zwei Jahren. Für die Zusam­me­nar­beit bedankt er sich aus­drück­lich. „Ich gebe den Staffel­stab beruhigt ab und weiß, dass sie ein gutes Team an ihrer Seite hat“, erk­lärt Treps­dorf.

Seine Amt­szeit sei von ein­er schwieri­gen Phase für die Partei geprägt gewe­sen. Bun­desweit habe Die Linke zeitweise vor exis­ten­ziellen Her­aus­forderun­gen ges­tanden. Ger­ade in dieser Sit­u­a­tion habe er sich bewusst entsch­ieden, Ver­ant­wor­tung zu übernehmen und für soziale Gerechtigkeit sowie Demokratie einzutreten. Auch seine Kan­di­datur bei der Schw­er­iner Ober­bürg­er­meis­ter­wahl habe diesem Anspruch gedi­ent. Rück­blick­end zeigt sich Treps­dorf dankbar für die Unter­stützung – sowohl aus der eige­nen Partei als auch darüber hin­aus.

Als wichtige Erfolge sein­er Zeit an der Parteispitze nen­nt er die Sta­bil­isierung des Kreisver­ban­des sowie den Mit­gliederzuwachs. Mehr als 100 Men­schen seien in den ver­gan­genen Monat­en neu in den Schw­er­iner Kreisver­band einge­treten. Zugle­ich habe er den Ober­bürg­er­meis­ter­wahlkampf ein­er Kan­di­datin aus dem pro­gres­siv­en Lager aktiv begleit­et und nun einen geord­neten Über­gang vor­bere­it­et. Dies sei nur gemein­sam mit Sarah Tied­ing und den zahlre­ichen Aktiv­en im Kreisver­band gelun­gen.

Mitgliederzuwachs und Generationswechsel

Ganz aus der Kom­mu­nalpoli­tik zieht sich Treps­dorf jedoch nicht zurück. Er bleibt stel­lvertre­tender Vor­sitzen­der der Links­frak­tion in der Schw­er­iner Stadtvertre­tung und kündigt an, den Kreisver­band auch kün­ftig unter­stützend begleit­en zu wollen.

Mit dem Rück­zug aus dem Kreisvor­sitz endet zugle­ich ein per­son­eller Erneuerung­sprozess an der Spitze des Schw­er­iner Kreisver­ban­des. Sarah Tied­ing übern­immt kün­ftig die alleinige Ver­ant­wor­tung als Kreisvor­sitzende. Treps­dorf wün­scht ihr für die neue Auf­gabe viel Erfolg und ver­weist auf das engagierte Team im Kreisver­band, auf das sie sich ver­lassen könne.

Der 2026 nicht erneut für den Land­tag kan­di­dierende Poli­tik­er gehört seit Jahren zu den prä­gen­den Gesichtern der Schw­er­iner Kom­mu­nalpoli­tik. Seit 2019 führt Treps­dorf den Kul­tur­auss­chuss der Stadtvertre­tung. In dieser Funk­tion set­zte er sich maßge­blich für die erfol­gre­iche Bewer­bung Schw­erins um den UNESCO-Wel­ter­beti­tel ein. Die Ausze­ich­nung wurde im Som­mer 2024 auf der UNESCO-Kon­ferenz in Neu-Del­hi bestätigt.

Auch über die Kom­mu­nalpoli­tik hin­aus engagierte sich Treps­dorf in den ver­gan­genen Jahren für Demokratiebil­dung und Men­schen­rechte. Für dieses Engage­ment erhielt er unter anderem das Bun­desver­di­en­stkreuz, den Regine-Hilde­brandt-Preis gemein­sam mit dem Vere­in Bürg­er­Courage sowie den Kinder­recht­sor­den von UNICEF Deutsch­land in Koop­er­a­tion mit dem Europäis­chen Jugendw­erk.

Weiterhin in der Kommunalpolitik aktiv

Mit seinem Rück­zug aus dem Parteivor­sitz konzen­tri­ert sich Treps­dorf kün­ftig auf seine Arbeit in der Stadtvertre­tung. Als stel­lvertre­tender Frak­tionsvor­sitzen­der der Linken sowie als Vor­sitzen­der des Kul­tur­auss­chuss­es bleibt er der Schw­er­iner Kom­mu­nalpoli­tik weit­er­hin erhal­ten. Zugle­ich kündigte er an, den Kreisver­band auch kün­ftig mit Rat und Tat unter­stützen zu wollen.