Das Schweriner Schloss – Ein kleiner Überblick

Über viele Jahre hinweg war das Schweriner Schloss die primäre Residenz der Herzöge von Mecklenburg. Mittlerweile ist es der Sitz des Landtages vom Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Das Bauwerk ist auf einer Insel, der sogenannten Schlossinsel, im Inneren der Stadt Schwerin gelegen. Allgemein gilt es als das prächtigste aller Herrenhäuser und Schlösser in Mecklenburg-Vorpommern. Und das heißt was, denn im nordöstlich gelegenen Bundesland gibt es mehr als zweitausend davon. Zusammen mit den anderen Herzogsschlössern Ludwigslust, Neustreliz und Güstrow gehörte es zu den sogenannten „Hauptresidenzen“ im Herzogtum Mecklenburg. Man vermutet übrigens das die Herzöge von Mecklenburg gerne Karten gespielt haben. Im Gegensatz zu heute gab es damals noch keine online Casinos, wie zum Beispiel Blitzino.

Über tausend Jahre hinweg wurde das mittlerweile historischem Bauwerk erweitert, renoviert und verändert. Das etwas ringförmig wirkende Schloss geht ursprünglich auf eine alte Wallanlage einer älteren slawischen Burg zurück. Diese wurde wohl um 940 auf der Insel im Schweriner See erbaut. Seit 1500 wurden die umfangreichen Gestaltungsphasen des Schlosses dokumentiert, es existieren zahlreiche bildliche und schriftliche Zeugnisse.

Das alte Schloss wurde zwischen 1845 und 1857 tief greifend umgebaut, womit das Schloss entstand, das wir heute kennen. Die Architekten Gottfried Semper, Georg Adolf Demmler, Ernst Friedrich Zwirner und Friedrich August Stüler gestalteten den Umbau gemeinsam. Vor allem Renaissanceschlösser aus Frankreich dienten dem im Neorenaissance-Stil gestalteten Schloss als Vorbild. Allerhand Kleinigkeiten am Schweriner Schloss wurden ursprünglich vom Schloss Chambord, das an der Loire gelegen ist, inspiriert. Hierbei waren allerdings auch regionale, aus Mecklenburg stammende, Motive von herausragender Bedeutung. Bei vielen Touristen, die dem Schweriner Schloss jedes Jahr Besuche abstatten, ist das Schweriner Schloss auch als Neuschwanstein aus dem Norden bekannt. Das Schloss wurde beim UNESCO Welterbe als Kandidat nominiert. Im Dezember 1913 entfache im Schloss ein Feuer, die Umstände sind bis heute unklar. Dieser Brand zerstörte ca. ein Drittel des gesamten Schlosses.

 

Der Burggarten

Direkt auf der Schlossinsel gelegen befindet sich der Burggarten, dieser ist mit dem alten Schlossgarten verbunden. Der Burggarten wurde übrigens im Jahr 1857 umgestaltet. Die heutige Erscheinungsform des Gartens orientiert sich nach eben jenem Stand. Die Orangerie des Schlosses gilt als der zentrale Mittelpunkt. Dort existieren italienische Terrassengärten, englische Landschaftsgärten und Rosengärten, alle im Renaissance-Stil gestaltet.

 

Der Schlossgarten

Der sogenannte Schweriner Schlossgarten erstreckt sich vom Faulen See im Süden bis hin zum Burgsee im Norden. Der Kreuzkanal, der sich in der Blickachse zum Schloss befindet, ist ziemlich zentral gelegen.

 

Das Schweriner Schloss in Film und Fernsehen

Aufgrund seiner Authentizität und etwas märchenhafter Gestaltung, fand das Schweriner Schloss in mehreren Produktionen als Filmkulisse Verwendung. Im von der DEFA produzierten Märchen „Die Gänsehirtin am Brunnen“, welches im Jahr 1979 verfilmt wurde, dient es als Hintergrundkulisse. Auch heutzutage erfreuen sich zahlreiche Produzenten und Filmemacher an den idealen Filmbedingungen die das Schloss bietet. So zum Beispiel auch im Film Kingsman, der 2018 erschien, wird das Schloss als Filmkulisse verwendet. Im Film ist es der Sitz des schwedischen Königs.

 

Redaktion

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