Von Schwerin nach Magdeburg:
DemokRADtour startet heute in Schwerin – 1700 Kilometer für Demokratie
Heute um 16.30 Uhr startet die DemokRADtour in Schwerin. Initiator Prof. Dr. Harald Englisch will mit der 1700 Kilometer langen Fahrt für Demokratie und Toleranz werben.

Foto: DemokRADtour
In Kürze:
- Der Initiator: Prof. Dr. Harald Englisch hat die DemokRADtour ins Leben gerufen und will damit für Demokratie, Toleranz und Mitmenschlichkeit werben.
- Die Tour: Heute um 16.30 Uhr startet die rund 1700 Kilometer lange Fahrt in Schwerin; vorgesehen sind 30 Etappen durch Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt.
- Das Ziel: Am 5. September soll die Tour Magdeburg erreichen. Englisch hofft, dass sich unterwegs immer mehr Radfahrer anschließen.
Heute Nachmittag startet in Schwerin eine ungewöhnliche politische Fahrradtour: Um 16.30 Uhr beginnt die DemokRADtour, die in den kommenden 30 Tagen durch Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt führen soll. Initiator ist der Leipziger Wissenschaftler Prof. Dr. Harald Englisch. Mit der Aktion will er gemeinsam mit den Teilnehmern vor den Landtagswahlen für Demokratie, Toleranz und Mitmenschlichkeit werben.
Bis zum 5. September sollen insgesamt rund 1700 Kilometer zurückgelegt werden. Geplant sind 30 Etappen, die zunächst durch weite Teile Mecklenburg-Vorpommerns und anschließend durch Sachsen-Anhalt führen. Die Streckenkarte zeigt einen großen Bogen von Schwerin durch den Norden und Osten Mecklenburg-Vorpommerns und später durch Sachsen-Anhalt bis nach Magdeburg.
Englisch ist Mathematiker, Neuroinformatiker und Medizininformatiker. Er lehrte unter anderem als Professor für Neuroinformatik am Institut für Informatik der Universität Leipzig sowie an der Staatlichen Studienakademie Leipzig und arbeitet heute als Berater im Bereich Medizininformatik. Ehrenamtlich engagiert er sich zudem als stellvertretender Vorsitzender der Alzheimer Gesellschaft Leipzig.
Zum Auftakt wird zunächst eine kleine Gruppe in Schwerin aufbrechen. Englisch und seine Mitstreiter hoffen jedoch, dass sich unterwegs immer mehr Menschen anschließen. Das Ziel ist ambitioniert: Bei der Ankunft in Magdeburg könnten nach Vorstellung der Initiatoren bis zu 1000 Radfahrer dabei sein.
Gespräche statt Kommentare
Hinter der Aktion steht die Idee, politische und gesellschaftliche Diskussionen stärker in den direkten Austausch zu bringen. Englisch setzt dabei auf persönliche Begegnungen entlang der Strecke. „Wir steigen aufs Rad, weil Demokratie kein Selbstläufer ist“, heißt es in der Ankündigung zur Tour. Ein Gespräch auf dem Marktplatz könne noch immer mehr bewegen als tausend Kommentare.
Die Initiative begründet ihr Engagement damit, dass demokratische Strukturen und gesellschaftlicher Zusammenhalt nicht selbstverständlich seien. Die DemokRADtour positioniert sich deshalb ausdrücklich für Freiheit, Toleranz und Mitmenschlichkeit.
Dabei soll die Tour mehr sein als eine gemeinsame sportliche Unternehmung. Die einzelnen Stationen sollen Gelegenheit bieten, mit Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen. Englisch verbindet damit die Hoffnung, auch Menschen zu erreichen, die sich bislang nicht an der Tour beteiligen.
30 Etappen bis Magdeburg
Die Strecke ist entsprechend groß angelegt. Nach dem Start in der Landeshauptstadt führt die Route zunächst durch Mecklenburg-Vorpommern. Auf der Streckenkarte sind Stationen im Westen des Landes ebenso wie an der Ostseeküste und im östlichen Mecklenburg-Vorpommern eingezeichnet. Anschließend geht es weiter nach Sachsen-Anhalt.
Die gesamte Strecke muss dabei nicht von jedem Teilnehmer zurückgelegt werden. Die Idee der DemokRADtour ist darauf angelegt, dass sich unterwegs weitere Menschen anschließen und einzelne Abschnitte mitfahren. Aus der zunächst kleinen Gruppe könnte so im Laufe der kommenden Wochen eine deutlich größere werden.
Englisch bringt neben seiner wissenschaftlichen Laufbahn auch langjähriges ehrenamtliches Engagement mit. Seine akademischen Wurzeln liegen am Mathematischen Institut der Universität Leipzig, wo er studierte, promovierte und habilitierte. Später beschäftigte er sich unter anderem mit Neuroinformatik sowie mit der Analyse von Daten im Gesundheitswesen.
Ziel ist Magdeburg
Am 5. September soll die DemokRADtour schließlich Magdeburg erreichen. Dort wollen Englisch und die Teilnehmer nach Angaben der Organisatoren an der Wahlkampf-Abschlussveranstaltung des Bündnisses „Sachsen-Anhalt. Weltoffen!“ teilnehmen.
Damit verbindet die Fahrradtour zwei Bundesländer, in denen Landtagswahlen bevorstehen. Englisch versteht das Projekt als Beitrag zur Stärkung der Demokratie. Entscheidend soll dabei nicht allein die Zahl der Menschen sein, die die komplette Strecke bewältigen.
Ob aus der zunächst kleinen Schweriner Gruppe tatsächlich eine größere Bewegung mit mehreren Hundert oder sogar den erhofften 1000 Teilnehmern wird, dürfte sich während der kommenden Wochen zeigen. Der Auftakt findet an diesem Donnerstag, 7. August, um 16.30 Uhr in Schwerin statt.




