Mehrere Demonstrationen zum 9. November in Schwerin

Dreesch Fernsehturm Luftaufnahme Foto: Hartmut Leu – Archiv Hartmut Leu, Parchim

Bereits zum neunten Mal ruft die AfD morgen  in Schwerin zu einer Kundgebng auf. Im Aufruf heißt es, dass man „gemeinsam für eine friedliche und sichere Zukunft, für ein Ende der unkontrollierten Einwanderung und für eine Politik zum Wohle der eigenen Bevölkerung auf die Straße gehen“ möchte. Anlass für die Kundgebung ist der 29. Jahrestag des Mauerfalls, mit dem viele Hoffnungen und Wünsche verbunden waren. Um 18.00 Uhr versammelt sich die Partei auf dem Dreescher Markt.

Schwerin für alle ruft zu Gegenkundgebung auf

Dagegen regt sich Widerstand. Um 17.00 Uhr lädt das Bündnis zu einem Spaziergang über den Großen Dreesch (1.Bauabschnitt) ein. Treffpunkt ist Robert-Havemann Straße., Ecke Dr.-Martin-Luther King Straße, beim Montessori-Kinderhaus. Das Aktionsbündnis möchte  mit der Aktion an die Reichspogromnacht vor 80 Jahren erinnern. Weiter möchte sich das Bündnis nach eigenen Angaben damit gegen den Versuch der AfD wehren, den 9. November ausschließlich mit dem Mauerfall 1989 zu besetzen. 

„Die Toten mahnen uns, der Diskriminierung, Ausgrenzung und Entmenschlichung von Bevölkerungsgruppen entschlossen zu widerstehen. Die Shoah hat gezeigt, zu welch unsäglichem Leid Hass und Hetze führen können“, heißt es im Aufruf des Bündnisses.

Gedenkstunde auf dem Schlachtermarkt

Schon heute Abend lädt der Arbeitskreis „9.November 1938“ um 18.00 Uhr  gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde zum Gedenken an das Pogrom von 1938 auf den Schlachtermarkt ein.

Gemeinsam mit dem ehemaligen Landesrabbiner William Wolff und der Jüdischen Gemeinde möchten die Veranstalter ein Zeichen gegen die Instrumentalisierung von Angst und die Ausgrenzung von Minderheiten setzen. 

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