Denise Hanke fliegt zum 200. Mal für die Schmetterlinge

Die SSC-Zuspielerin macht am Mittwoch bei der Volleyball Nations League 2018 in Polen gegen Polen ihr 200. Spiel für die deutsche Damenauswahl

Foto: Denise Hanke im Zuspiel | DVV

 

„Doch, ja, 200 Spiele kommen hin“, bestätigt Denise Hanke, danach befragt, ob diese Anzahl an Länderspielen, die am Mittwoch, 6. Juni beim Volleyball Nations League-Match gegen Polen auf ihrem Auswahl-Konto angesammelt sein werden, sich auch mit ihrem Gefühl decken, bereits so viele Einsätze für die Schmetterlinge gehabt zu haben. Im aktuellen Team hat nur Kapitänin Maren Fromm mehr vorzuweisen (über 300 Spiele). „Wenn man mir dann allerdings sagt, dass mehr als zehn Jahre Nationalmannschaft dahinter stehen, erschrecke ich schon etwas mehr“, schmunzelt die Zuspielerin des SSC Palmberg Schwerin. „Das ist schon irgendwie eine lange Zeit.“

 

„Denise Hanke zwang die Niederlande im fünften Satz mit drei Assen in die Knie“

 

Begonnen hatte diese offiziell am 21. Juni 2007 mit einem gelungenen 3:1-Testspiel gegen Japan in Tübingen. Seitdem gab es „wirklich unzählig viele tolle Ereignisse, die ich erleben durfte. Das Einmaligste wird aber wohl die Heim-EM 2013 bleiben.“ Damals holten die Schmetterlinge Silber; Denise Hanke zwang die Niederlande im fünften Satz mit drei Assen in die Knie – „das sind Emotionen, die man einfach nicht beschreiben kann und bei denen man heute noch eine Gänsehaut bekommt.“ Im gleichen Jahr wurde die Berlinerin mit der Auswahl auch Sieger der European League und mit dem SSC Pokalsieger und Meister.

 

Mit dem Stopp der Nations League in Stuttgart (12. – 14. Juni mit Spielen gegen China, Türkei, Niederlande) und der WM in Japan stehen 2018 definitiv weitere Highlights an. „Das Vergnügen einer WM in Japan hatte ich 2010 schon mal. Das war eine unglaublich tolle Atmosphäre, darauf freue ich mich total. Und im Rahmen des Turniers vor heimischen Publikum zu spielen, ist immer schön und etwas Besonderes!“

Solche Momente sind es auch, die für die große Kraftanstrengung entschädigen, die die Berufung in die Nationalmannschaft auch bedeutet. „Man ist viel mehr unterwegs, nicht im gewohnten Umfeld“, vergleicht Denise Hanke dies mit der Clubsaison. „Dafür macht es viel Spaß und man wird mit hochklassigen Spielen und vielen neuen Erfahrungen belohnt!“

 

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