„Ein Mann, ein Wort”:
Der FC Mecklenburg Schwerin trauert um Manfred Ahnefeld
Der FC Mecklenburg Schwerin trauert um Manfred Ahnefeld. Mit Leidenschaft, Einsatz und Herz prägte er über Jahre hinweg den Verein und bleibt unvergessen.

Der FC Mecklenburg Schwerin trauert um sein Ehrenmitglied Manfred Ahnefeld. „Leider wird sein Sitzplatz auch in Zukunft frei bleiben. Mit ihm ist eine Institution in Schwerin von uns gegangen. Dies gilt nicht nur für den Sport, sondern auch für andere Bereiche des gesellschaftlichen Lebens”, heißt es auf dem „Facebook”-Auftritt des Vereins.
Manfred Ahnefeld war weit mehr als ein aktiver Vereinsmitglied oder Funktionär – er war eine Institution, so der Verein weiter. Seine charismatische Ausstrahlung, gepaart mit einer unerschütterlichen Leidenschaft für das, was er tat, machte ihn zu einem „Macher“. Ahnefeld war stets präsent, gab alles und zog mit seiner Energie viele Menschen mit. In ihm fanden zahlreiche Mitglieder des FCM einen Ratgeber, Mentor, Freund und vor allem ein Vorbild.
Forderte und gab viel
Doch nicht nur im Sportbereich war Ahnefeld ein präsentes Gesicht – auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen setzte er sich mit aller Kraft ein und hinterließ bleibende Spuren. Seine Ehrlichkeit und Verlässlichkeit waren allseits geschätzt. „Ein Mann, ein Wort“, wie man so schön sagt, traf auf Manfred Ahnefeld ganz besonders zu. Ein Handschlag hatte für ihn noch Bedeutung – eine Eigenschaft, die in der heutigen Zeit oft verloren geht.
Sportlicher Leiter des FCM Stefan Lau erinnert sich an seine erste Begegnung mit Ahnefeld: „Bei meiner Verpflichtung saß er natürlich mit am Tisch, und das war kein Zuckerschlecken. Er wusste immer, was er wollte und sagte mir, was er von mir erwartete: vorangehen, hart arbeiten, mutig sein und Entscheidungen treffen – immer für die Sache.“ Ahnefeld forderte viel, aber er gab auch genauso viel zurück – stets im Sinne des gemeinsamen Erfolgs.
Kein „Fähnlein im Wind”
Auch in schwierigen Zeiten stand er treu zum FC Eintracht Schwerin und später zum FC Mecklenburg Schwerin. Ahnefeld war niemals ein Fähnlein im Wind. Ob Erfolge oder Rückschläge – er war immer da und ließ sich nie von schwierigen Zeiten entmutigen. Für viele war er der Fels in der Brandung, an dem man sich orientieren konnte.
Tino Wittkowski, ein Urgestein der ersten Herrenmannschaft des Vereins, spricht ebenfalls über den Verlust: „Manfred ist nur selten in die Kabine gekommen, aber wenn, war allen sofort klar, heute ist es wichtig. Da ich nach seinen Ansprachen immer eine Gänsehaut hatte, werde ich diese Momente nie vergessen.“ Manfred Ahnefeld verstand es, mit wenigen Worten eine ganze Mannschaft zu motivieren und zu inspirieren – seine Worte hallen noch lange nach.



