Close

„Ein Mann, ein Wort”:
Der FC Mecklenburg Schwerin trauert um Manfred Ahnefeld

Der FC Mecklenburg Schwerin trauert um Manfred Ahnefeld. Mit Leidenschaft, Einsatz und Herz prägte er über Jahre hinweg den Verein und bleibt unvergessen.

Avatar-Foto
  • Veröffentlicht Februar 27, 2025
Manfred Ahnefeld
Der FC Meck­len­burg Schw­erin trauert um ihr Ehren­mit­glied Man­fred Ahne­feld. Foto: FCM

Der FC Meck­len­burg Schw­erin trauert um sein Ehren­mit­glied Man­fred Ahne­feld. „Lei­der wird sein Sitz­platz auch in Zukun­ft frei bleiben. Mit ihm ist eine Insti­tu­tion in Schw­erin von uns gegan­gen. Dies gilt nicht nur für den Sport, son­dern auch für andere Bere­iche des gesellschaftlichen Lebens”, heißt es auf dem „Facebook”-Auftritt des Vere­ins.

Man­fred Ahne­feld war weit mehr als ein aktiv­er Vere­ins­mit­glied oder Funk­tionär – er war eine Insti­tu­tion, so der Vere­in weit­er. Seine charis­ma­tis­che Ausstrahlung, gepaart mit ein­er uner­schüt­ter­lichen Lei­den­schaft für das, was er tat, machte ihn zu einem „Mach­er“. Ahne­feld war stets präsent, gab alles und zog mit sein­er Energie viele Men­schen mit. In ihm fan­den zahlre­iche Mit­glieder des FCM einen Rat­ge­ber, Men­tor, Fre­und und vor allem ein Vor­bild.

Forderte und gab viel

Doch nicht nur im Sport­bere­ich war Ahne­feld ein präsentes Gesicht – auch in anderen gesellschaftlichen Bere­ichen set­zte er sich mit aller Kraft ein und hin­ter­ließ bleibende Spuren. Seine Ehrlichkeit und Ver­lässlichkeit waren all­seits geschätzt. „Ein Mann, ein Wort“, wie man so schön sagt, traf auf Man­fred Ahne­feld ganz beson­ders zu. Ein Hand­schlag hat­te für ihn noch Bedeu­tung – eine Eigen­schaft, die in der heuti­gen Zeit oft ver­loren geht.

Sportlich­er Leit­er des FCM Ste­fan Lau erin­nert sich an seine erste Begeg­nung mit Ahne­feld: „Bei mein­er Verpflich­tung saß er natür­lich mit am Tisch, und das war kein Zuck­er­schleck­en. Er wusste immer, was er wollte und sagte mir, was er von mir erwartete: vor­ange­hen, hart arbeit­en, mutig sein und Entschei­dun­gen tre­f­fen – immer für die Sache.“ Ahne­feld forderte viel, aber er gab auch genau­so viel zurück – stets im Sinne des gemein­samen Erfol­gs.

Kein „Fähnlein im Wind”

Auch in schwieri­gen Zeit­en stand er treu zum FC Ein­tra­cht Schw­erin und später zum FC Meck­len­burg Schw­erin. Ahne­feld war niemals ein Fähn­lein im Wind. Ob Erfolge oder Rückschläge – er war immer da und ließ sich nie von schwieri­gen Zeit­en ent­muti­gen. Für viele war er der Fels in der Bran­dung, an dem man sich ori­en­tieren kon­nte.

Tino Wit­tkows­ki, ein Urgestein der ersten Her­ren­mannschaft des Vere­ins, spricht eben­falls über den Ver­lust: „Man­fred ist nur sel­ten in die Kabine gekom­men, aber wenn, war allen sofort klar, heute ist es wichtig. Da ich nach seinen Ansprachen immer eine Gänse­haut hat­te, werde ich diese Momente nie vergessen.“ Man­fred Ahne­feld ver­stand es, mit weni­gen Worten eine ganze Mannschaft zu motivieren und zu inspiri­eren – seine Worte hallen noch lange nach.