Der Sommer naht! Freizeitgestaltung in Schwerin

Wenn auch vieles derzeit als ungewiss gilt, dieser Fakt hat Bestand: Der Sommer kommt! Das gilt für jedes Jahr, auch für 2021, wenn auch nun mit anderer Note als sonst. In Schwerin mangelt es nicht an Freizeitmöglichkeiten, an der frischen Luft, an wunderschönen Ausblicken, Historie und Kultur. Dieser Artikel dient als Appetithappen, um Lust zu machen auf das vollständige Menü Sommermenü der schönen Stadt Schwerin.

Was tun, wenn die Sonne scheint? Diese zentrale Frage gerät demnächst wieder öfter in den Fokus, vor allem, weil die Sonnenstrahlen endlich wieder angenehme Wärme mit sich bringen. Das imposante Schweriner Schloss bietet sich als herrliche Kulisse für einen Spaziergang an. Nicht nur Touristen genießen das wunderbare Flair, den das über einen Zeitraum von eintausend Jahren organisch gewachsene Bauwerk verströmt. Heute zeigte sich das Schloss hauptsächlich in Gewand der Neo-Renaissance nach Vorbild französischer Paläste, zum Beispiel das berühmte Loire-Schloss Chambord. Hinzu gesellen sich typische regionale Motive der Architektur, wie der interessante Johann-Albrecht-Stil. Um den puren Anblick zu genießen, ist dieses Hintergrundwissen jedoch nicht vonnöten, es genügt, die Augen und das Herz für das „Neuschwanstein des Nordens“ zu öffnen – auch als eingefleischter Schweriner.

Sonnenschein und Historie: Den Schweriner Sommer genießen

Wenn ein anderes Gebäude diesem Prachtbau das Wasser reichen kann, dann ist es das Mecklenburgische Staatstheater. Es wurde in den 30er-Jahren des 19. Jahrhunderts nach Plänen des Architekten Georg Adolph Demmler erbaut, brannte ab und erhielt eine zweite Chance. Das Theater befindet sich ganz in der Nähe des Schlosses, im sogenannten Alten Garten, Seite an Seite mit dem staatlichen Museum. Insgesamt also eine betörende historische Kulisse, um sich mittendrin gehörig die Füße zu vertreten und in Nostalgie zu schwelgen. Bei dem Alten Garten handelt es sich übrigens nicht wirklich um einen Garten, sondern um einen repräsentativen Platz, umgeben von Prachtbauten, dem Schweriner See und dem Burgsee.

Und bei Regen bricht Langeweile aus? Keinesfalls!

Wer an Regentagen nach einer gelungenen Abwechslung sucht, wird schnell fündig: In und um Schwerin lockt eine Vielzahl wetterunabhängiger Freizeitaktivitäten. Besonders Beliebtheit erfreuen sich neben den Escape Rooms, die seit einigen Jahren in vielen Städten des Landes zu finden sind, nach wie vor auch Besuche im Casino. Diese Kultur ändert sich nicht! Sie lädt dazu ein, den Alltag hinter sich zu lassen und sich voll und ganz aufs Spiel zu konzentrieren. Hier besonders von Vorteil: Wer Konzentration, Know-how und eine gute Poker Hände als Grundvoraussetzung mitbringt, kann den Casinobesuch zum gewünschten erfolgreichen Abschluss bringen. So erhält ein reiner Spaß-Trip vielleicht den unerwarteten Nebeneffekt eines prallen Geldbeutels.

Wenn Casinos wieder geöffnet haben, bietet gewiss auch die Laser-Tag-Arena wieder ihre actionreichen Dienste an. Hier gilt es, das gegnerische Team mit Farbpistolen zu jagen und niederzumachen! Ein ungemein spannendes Katz-und-Maus-Spiel entbrennt, ein „Verstecken“ für Große, das anregend an den Nerven zerrt. Wer mag, der übt schon einmal daheim mit der Nerf das Zielen und Schießen quer durch die ganze Wohnung, über den Hof und durch den Garten. Dabei wird schnell klar: In jedem Erwachsenen steckt ein gesunder Spieltrieb, sei er im normalen Alltag noch so verschüttet.

Die Freuden der Altstadt: oft gesehen, neu entdeckt

Wenn danach die Sonne wieder lacht, wird es Zeit, die Schweriner Altstadt zu erobern. Lang eingesessene Bürger der Stadt sollten sich zu diesem Anlass die Ruhe gönnen, Straße, Gassen und Häuser wieder neu zu entdecken – aus der Sicht des Müßigen. Nicht vorbeirennen, um mal eben was aus der Apotheke oder dem Supermarkt zu holen! Genüssliches Schlendern ist angesagt, geruhsames Verweilen, wiedererwecktes Staunen. Es gilt, sich in einen Besucher hineinzuversetzen, der zum ersten Mal diese Entdeckung macht, begeistert das Handy zückt, Fotos knipst und in Urlaubsgefühlen schwelgt. Eine spontane Pause in der Außengastronomie, in einem einladenden Café, einer Eisdiele oder einem Restaurant. Unter dem Schirm sitzen, in die Sonne blinzeln und genießen heißt die Devise. Die wohltuende Langsamkeit für sich entdecken.

Dazu gehört auch, flanierend beim Schaufensterbummel ein Eis zu schlecken und Bekannte zu grüßen. Abstand vom Alltag zu nehmen fällt in Schwerin vergleichsweise leicht, denn die malerische Umgebung trägt viel zum Wohlgefühl bei. An dieser Stelle sollten die liebevoll gepflegten Parks und Gärten der Stadt Erwähnung finden, im Sommer kleiden sie sich in schönster Farbenpracht. Rund um das erwähnte Schweriner Schloss liegt eine solche Parklandschaft, der Burg- und Schlossgarten. Doch auch der großherzögliche Küchengarten am Franzosenweg hat Beachtung verdient, er liegt etwas versteckt hinter einer Backsteinmauer. Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein wuchsen hier Gemüse, Obst und sogar Zitrusfrüchte für die Schlossküche, heute gibt es ein relativ neues Treibhaus und ein Orangenhaus.

Die Schwimmende Wiese als Garten des 21. Jahrhunderts

Wer sie noch nicht kennt, sollte dringend die schwimmende Wiese besuchen, die sich im östlichen Teil des Burgsees ausdehnt. Sie hat die Form eines riesigen Handtuchs und wurde für die Landesgartenschau errichtet – als „Garten des 21. Jahrhunderts“. Die sanft geschwungenen, üppig bepflanzten Hügel kontrastieren mit der rechteckigen Form dieser Insel. Vom Ufer aus genießen Spaziergänger einen fantastischen Blick auf das Schloss. Hier treffen sich Neues und Altes auf vergleichsweise kleinem Raum und verschmelzen zu einer wunderbaren Melange optischer Genüsse. So ist Schwerin!

Redaktion

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