Neuer Verein stärkt Kontakte nach Tschernihiw:
Verein „Deutsch-Ukrainische Partnerschaft Mecklenburg-Vorpommern“ in Schwerin gegründet
In Schwerin wurde der Verein „Deutsch-Ukrainische Partnerschaft Mecklenburg-Vorpommern“ gegründet. Ziel ist der Ausbau zivilgesellschaftlicher Kontakte mit der Region Tschernihiw und die Förderung gemeinsamer Projekte.

Am vergangenen Freitag ist in Schwerin der Verein „Deutsch-Ukrainische Partnerschaft Mecklenburg-Vorpommern“ gegründet worden. Er hat sich zum Ziel gesetzt, die partnerschaftlichen Kontakte zwischen den Zivilgesellschaften in Mecklenburg-Vorpommern und der ukrainischen Region Tschernihiw zu entwickeln und zu vertiefen.
Der neue Verein knüpft an die Partnerschaftsvereinbarung des Landes Mecklenburg-Vorpommern mit dem Gebiet Tschernihiw vom 17. Januar 2024 an. Während diese Vereinbarung auf Ebene der Landesregierungen geschlossen wurde, versteht sich der Verein als Plattform für zivilgesellschaftliche Initiativen und persönliche Kontakte zwischen beiden Regionen.
Die Gründerinnen und Gründer stammen aus verschiedenen Teilen Mecklenburg-Vorpommerns und verfügen überwiegend über Erfahrungen in der deutsch-ukrainischen Zusammenarbeit sowie über persönliche Kontakte durch Reisen in die Ukraine in den vergangenen Jahren.
Ziele und Arbeitsfelder
Inhaltlich will der Verein Kenntnisse über die Ukraine in Mecklenburg-Vorpommern vermitteln und zugleich Informationen über Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland und die Europäische Union in der Region Tschernihiw zugänglich machen. Dabei geht es auch um die Darstellung historischer und gesellschaftlicher Entwicklungen sowie um die Einordnung aktueller Debatten.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Aufbau und in der Pflege direkter Kontakte zwischen Institutionen, Initiativen und Einzelpersonen beider Regionen. Geplant sind partnerschaftliche Projekte insbesondere in den Bereichen Jugendarbeit, Kunst, Kultur und Geschichte.
Darüber hinaus fördert der Verein Jugendbegegnungen und kulturellen Austausch zwischen Mecklenburg-Vorpommern, Tschernihiw und weiteren Regionen der Ukraine. Ziel ist es, den Dialog zwischen den beteiligten Akteuren zu ermöglichen und bestehende Kontakte langfristig zu sichern.
Humanitäre Unterstützung und Rahmenbedingungen
Die Arbeit des Vereins erfolgt vor dem Hintergrund der weiterhin angespannten Lage in der Ukraine. In den Wintermonaten kommt es dort wiederholt zu Ausfällen der Strom‑, Wärme- und Wasserversorgung, was die Bedeutung humanitärer Unterstützung erhöht.
Die Durchführung und Unterstützung von Maßnahmen der humanitären Hilfe ist daher ebenfalls Bestandteil der Vereinsarbeit. Gleichzeitig sieht der Verein seine Aufgabe in der Förderung nachhaltiger partnerschaftlicher Beziehungen über akute Hilfsmaßnahmen hinaus.
Zum Vorstand des Vereins wurden Gerhard Bley aus Boltenhagen als erster Vorsitzender, Christiane Eller aus Rostock als zweite Vorsitzende sowie Wolfgang Kresse aus Neubrandenburg als Schatzmeister gewählt. Nach Angaben der Gründungsmitglieder steht der Verein auch für partnerschaftlich angelegte Aktivitäten offen, die in anderen Regionen Deutschlands und der Ukraine stattfinden, sofern ein Bezug zu Mecklenburg-Vorpommern besteht.



