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Neuer Verein stärkt Kontakte nach Tschernihiw:
Verein „Deutsch-Ukrainische Partnerschaft Mecklenburg-Vorpommern“ in Schwerin gegründet

In Schwerin wurde der Verein „Deutsch-Ukrainische Partnerschaft Mecklenburg-Vorpommern“ gegründet. Ziel ist der Ausbau zivilgesellschaftlicher Kontakte mit der Region Tschernihiw und die Förderung gemeinsamer Projekte.

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  • Veröffentlicht März 3, 2026
Deutsch-Ukrainische Partnerschaft Mecklenburg-Vorpommern
Foto: Deutsch-Ukrainisch Part­ner­schaft MV

Am ver­gan­genen Fre­itag ist in Schw­erin der Vere­in „Deutsch-Ukrainis­che Part­ner­schaft Meck­len­burg-Vor­pom­mern“ gegrün­det wor­den. Er hat sich zum Ziel geset­zt, die part­ner­schaftlichen Kon­tak­te zwis­chen den Zivilge­sellschaften in Meck­len­burg-Vor­pom­mern und der ukrainis­chen Region Tsch­erni­hiw zu entwick­eln und zu ver­tiefen.

Der neue Vere­in knüpft an die Part­ner­schaftsvere­in­barung des Lan­des Meck­len­burg-Vor­pom­mern mit dem Gebi­et Tsch­erni­hiw vom 17. Jan­u­ar 2024 an. Während diese Vere­in­barung auf Ebene der Lan­desregierun­gen geschlossen wurde, ver­ste­ht sich der Vere­in als Plat­tform für zivilge­sellschaftliche Ini­tia­tiv­en und per­sön­liche Kon­tak­te zwis­chen bei­den Regio­nen.

Die Grün­derin­nen und Grün­der stam­men aus ver­schiede­nen Teilen Meck­len­burg-Vor­pom­merns und ver­fü­gen über­wiegend über Erfahrun­gen in der deutsch-ukrainis­chen Zusam­me­nar­beit sowie über per­sön­liche Kon­tak­te durch Reisen in die Ukraine in den ver­gan­genen Jahren.

Ziele und Arbeitsfelder

Inhaltlich will der Vere­in Ken­nt­nisse über die Ukraine in Meck­len­burg-Vor­pom­mern ver­mit­teln und zugle­ich Infor­ma­tio­nen über Meck­len­burg-Vor­pom­mern, Deutsch­land und die Europäis­che Union in der Region Tsch­erni­hiw zugänglich machen. Dabei geht es auch um die Darstel­lung his­torisch­er und gesellschaftlich­er Entwick­lun­gen sowie um die Einord­nung aktueller Debat­ten.

Ein weit­er­er Schw­er­punkt liegt im Auf­bau und in der Pflege direk­ter Kon­tak­te zwis­chen Insti­tu­tio­nen, Ini­tia­tiv­en und Einzelper­so­n­en bei­der Regio­nen. Geplant sind part­ner­schaftliche Pro­jek­te ins­beson­dere in den Bere­ichen Jugen­dar­beit, Kun­st, Kul­tur und Geschichte.

Darüber hin­aus fördert der Vere­in Jugend­begeg­nun­gen und kul­turellen Aus­tausch zwis­chen Meck­len­burg-Vor­pom­mern, Tsch­erni­hiw und weit­eren Regio­nen der Ukraine. Ziel ist es, den Dia­log zwis­chen den beteiligten Akteuren zu ermöglichen und beste­hende Kon­tak­te langfristig zu sich­ern.

Humanitäre Unterstützung und Rahmenbedingungen

Die Arbeit des Vere­ins erfol­gt vor dem Hin­ter­grund der weit­er­hin anges­pan­nten Lage in der Ukraine. In den Win­ter­monat­en kommt es dort wieder­holt zu Aus­fällen der Strom‑, Wärme- und Wasserver­sorgung, was die Bedeu­tung human­itär­er Unter­stützung erhöht.

Die Durch­führung und Unter­stützung von Maß­nah­men der human­itären Hil­fe ist daher eben­falls Bestandteil der Vere­in­sar­beit. Gle­ichzeit­ig sieht der Vere­in seine Auf­gabe in der Förderung nach­haltiger part­ner­schaftlich­er Beziehun­gen über akute Hil­f­s­maß­nah­men hin­aus.

Zum Vor­stand des Vere­ins wur­den Ger­hard Bley aus Boltenhagen als erster Vor­sitzen­der, Chris­tiane Eller aus Ros­tock als zweite Vor­sitzende sowie Wolf­gang Kresse aus Neubran­den­burg als Schatzmeis­ter gewählt. Nach Angaben der Grün­dungsmit­glieder ste­ht der Vere­in auch für part­ner­schaftlich angelegte Aktiv­itäten offen, die in anderen Regio­nen Deutsch­lands und der Ukraine stat­tfind­en, sofern ein Bezug zu Meck­len­burg-Vor­pom­mern beste­ht.